Filmhandlung und Hintergrund

Ein ehemaliger Kinderstar mietet sich mit Mitte Dreißig eine Pflegefamilie, um die Kindheit nachzuholen, die er verpasst hat.

Wie so viele ehemalige Kinderstars wurde auch Dickie Roberts (David Spade) irgendwann kurz nach dem Stimmbruch von der Traumfabrik ausrangiert. Nun könnte ein neues Engagement das erhoffte Comeback bringen. Doch Dickie, der nie ein richtiges Familienleben kannte, fehlt laut Regisseur Rob Reiner die nötige emotionale Tiefe für die Rolle. Um sich diese anzutrainieren und seine verlorene Kindheit nachzuholen, zieht der 35-Jährige vorübergehend in das Haus einer nur scheinbar stinknormalen Durchschnittsfamilie.

Gastauftritte von Brendan Fraser und ehemaligen Kinderstars wie Corey Feldman, Leif Garrett, Donny Bonaduce und Barry Williams zieren den neuen Soloauftritt von David Spade („Joe Dreck„). Sam Weisman („George - Der aus dem Dschungel kam„) inszenierte, Adam Sandler produzierte.

Einst war Dickie Roberts ein ziemlich berühmter Kinderstar im Fernsehen. Jetzt, mit Mitte Dreißig, bemüht er sich verzweifelt um ein Comeback und um die Titelrolle für einen neuen Film. Zu Recherchezwecke für die Rolle zieht er eine Weile in das Haus einer ganz normalen Durchschnittsfamilie, in der es allerdings nicht so normal zugeht, wie es Dickie erwartet hat.

Früher war Dickie Roberts ein Kinderstar. Bekannt, beliebt, berühmt sogar - eine Fixgröße beim Fernsehen. Heute ist das anders, ganz anders. Dickie, inzwischen Mitte 30, kennt niemand mehr. Und schon gar niemand will ihn als Schauspieler verpflichten. Das muss anders werden. Dickie plant ein Comeback. Ganz groß. Zu Recherchezwecken für seine avisierte Rolle quartiert sich Dickie bei einer ganz normalen Familie ein. Blöd nur, dass es da gar nicht so „normal“ zugeht wie erwartet.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Eines muß man dem Film lassen. Er schafft es, daß man schnell eine eindeutige Meinung über ihn hat. Er ist schlecht.

      Die Geschichte des ehemals berühmten und nun erwachsenen Rotzlöffels Dickie Roberts, der wieder geliebt werden will, und die einzige Möglichkeit dazu darin sieht, wieder ein gefeierter Star zu sein, indem er die Rolle in einem Film ergattert, dessen Sinn ihm zu hoch ist, ist leider wirklich nicht das Geld wert, das ein Kinoticket heute kostet.

      Nahezu alles, was im Bild passiert, wird –manchmal auch mehrfach- verbal wiederholt, damit auch der letzte unaufmerksame Zuschauer kapiert, um was es geht. (Oder hält man die Zuschauer für so dumm, daß sie solche
      Winke mit dem Zaunpfahl wirklich brauchen?)

      Mit plumpen Worten und Dialogzeilen, die tatsächlich aus der Feder eines sechsjährigen Kinderstars stammen könnten, versuchen die Figuren ihre Gefühle auszudrücken und miteinander zu agieren. Da fragt man sich ob den erfolgreicheren Schauspielern, die im Film ihre Gastauftritte hinlegen, auch eine Niere als Bezahlung angeboten wurde. Denn genau das ist der Preis für Dickie Roberts Comeback.
      Von ehemaligen, realen Kinderstars, die nach ihrem Ruhm fallengelassen wurden, ist im Film eine Menge zu sehen. Doch obwohl man eigentlich Mitleid mit diesen Menschen haben müsste, was durch den fast schon anklagenden Chor enttäuschter Kinderstars im Nachspann eigentlich gefordert wird, denkt man bei so einer Vorstellung doch nur: „Kein Wunder, daß niemand sie mehr sehen will...“ Und so wird ein eigentlich doch gar nicht so lustiges Thema, erinnert man sich an Personen wie etwa Macaulay Culkin, mit Fäkalhumor und flachen Späßen durch den Fleischwolf gedreht. Dabei fehlt dem Film eindeutig der Witz, um zumindest als unterhaltsamer Klamauk durchzugehen. (Über American Pie konnte man wenigstens noch lachen.) Hier bleibt einem nur noch die Flucht in ein Lachen der Verzweiflung über verschwendete Filmgelder.

      Gute Technik, Geld und ausgebildete Schauspieler reichen eben nicht aus, um einen guten Film zu machen. Erinnere ich mich falsch, oder sagte einer der arbeitslosen Schauspieler im Film: „Uns will keiner sehen.“ Wenn ja, dann hätte er recht.

      Fazit: Fader Möchtegern-Klamauk, der das Geld einer Kinokarte nicht wert ist.
    2. Dickie Roberts: Kinderstar: Ein ehemaliger Kinderstar mietet sich mit Mitte Dreißig eine Pflegefamilie, um die Kindheit nachzuholen, die er verpasst hat.

      Komiker David Spade („Tommy Boy“) hat spätestens seit dem Überraschungs(video)erfolg seines letzten Vehikels „Joe Dirt“ den Sidekick-Schuh endgültig abgestreift und ist nunmehr erneut mit einem Solo zu sehen. Wieder war er in Zusammenarbeit mit Fred Wolf („Black Sheep“) beteiligt, das Drehbuch auf sich selbst maßzuschneidern, um hier in die Rolle eines abgehalfterten ehemaligen Kinderstars zu schlüpfen, der alles daran setzt, eine zweite Chance in Hollywood zu erhalten.

      Gemäß jeder Happy Madison Produktion (die Firma seines früheren Kollegen bei der Comedykultserie „Saturday Night Live“, Adam Sandler) wird mit poprockiger Begleitmusik auf der erprobten Schiene von Slapstick, Satire und Sentimentalität gefahren. Die Mischung wurde routiniert von Regisseur Sam Weisman („George der aus dem Dschungel kam“) inszeniert, der aus seinem Star zwar keine oscarreife Darstellung herausholen kann, doch dessen Tendenz zu beißendem Zynismus entschärft und somit stärker als sympathische Figur aufbaut. Begonnen (und beendet) wird die Coming-of-Age-Variante als eine reißerische „E! True Hollywood Story!“-Dokumentation, was den Filmemachern erlaubt ein Maximum an Exposition im Schnellverfahren abzuhaken. Titelfigur Dickie Roberts ist in den siebziger Jahren bereits als Fünfjähriger ein gefeierter Sitcomstar. Doch nach dem kometenhaften Aufstieg kommt alsbald der plötzliche Fall. 30 Jahre später ist Dickie jetzt in Gestalt von Spade ein lächerlicher Gestriger, der sich selbst für ein peinliches Celebrity-Boxing-Match (mit Emmanuel Lewis aus „Webster“ - einer von vielen tatsächlichen ehemaligen Kinderstars, die den Film bevölkern) nicht zu schade ist. Dennoch gibt er die Hoffnung auf ein Comeback nicht auf. Mit einigem Einfallsreichtum (und der Hilfe von Brendan Fraser) erreicht er einen Termin bei Rob Reiner (der sich selbst spielt). Reiner sagt ihm, dass ihm für die Rolle die notwendige emotionale Tiefe fehlen würde, da Dickie nie eine richtige Kindheit gehabt hätte. Daraufhin beschließt Dickie, eine Famiie mit zwei Kindern, einer attraktiven Mutter (Mary McCormick) und einem Windhund von Vater (Craig Bierko) zu „mieten“ und so zu lernen, was es heißt ein Kind zu sein. Dies umfasst das Erlernen von so simplen Dingen wie Fahrradfahren, kindgerechter Sprache und selbst eine Spazierfahrt im Kinderwagen. Doch auch Dickie hat einigen Einfluss auf seine „Adoptivfamilie“ . Für seinen „Bruder“ macht er dessen Hänsler in der Schule fertig und seiner „Schwester“ bringt er eine Tanznummer bei. Wohin das Happy End führt, ist unschwer zu erraten.

      Und doch ist das Ergebnis ein vielleicht harmloser aber auch mild-humoriger Feelgood-Famlienmovie, der ohne Bad-Taste-Gags auskommt. Unterhaltsam sind die Gastauftritte von ehemaligen Kinder- und Jungstars wie Corey Feldman, Leif Garrett, Donny Bonaduce und Barry Williams - auch wenn die Mehrzahl davon dem deutschen Publikum fremd sein dürfte. ara.

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