Der seidene Faden

  1. Ø 3.5
   Kinostart: 01.02.2018

Der seidene Faden: Opulentes Historiendrama mit Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis als Luxus-Schneider im London der 1950er-Jahre und dessen Beziehung zu seiner Muse Alma.

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Filmhandlung und Hintergrund

Der seidene Faden: Opulentes Historiendrama mit Oscar-Preisträger Daniel Day-Lewis als Luxus-Schneider im London der 1950er-Jahre und dessen Beziehung zu seiner Muse Alma.

Der renommierte Damenschneider Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) ist ein echter Star der britischen Modewelt. Die High Society der 1950er-Jahre schwelgt in den Stoffträumen des Modedesigners, der gemeinsam mit seiner Schwester Cyril (Lesley Manville) zusammenarbeitet. Reynolds hat sein Leben völlig unter Kontrolle. Bis auf einige Affären mit jungen Damen der Oberschicht gestattet er sich keine Beziehung — bis er eines Tages Alma kennenlernt (Vicky Krieps).

Alma ist Muse und große Liebe von Reynolds zugleich. Doch die junge Frau bringt das Leben des peniblen Schneiders komplett durcheinander. Sie will sich nicht seiner Kontrollsucht und Obsession beugen. Stattdessen besteht die willensstarke Alam auf ihre eigene Meinung. So sorgt sie nicht nur für Verwirrung, sondern treibt Reynolds gleichzeitig auch zu neuen Höchstleistungen an.

Der seidene Faden — Hintergründe

Mit drei Oscars als bester Hauptdarsteller („Lincoln“, „There Will Be Blood“, „Mein linker Fuß“) gehört Daniel Day-Lewis zu den gefragtesten Schauspielern Hollywoods. Gleichzeitig hat Day-Lewis im Jahr 2017 bekannt gegeben, sich aus privaten Gründen aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. Das opulente Historien- und Kostüm-Drama „Der seidene Faden“ ist damit der letzte Film, den Day-Lewis noch vollendet hat.

Die Geschichte zu „Der seidene Faden“ (Originaltitel: „Phantom Thread“) stammt aus der Feder des mehrfach Oscar-nominierten Filmemachers und Autors Paul Thomas Anderson („Inherent Vice“, „The Master“). Erstmals hat der Regisseur darüber hinaus auch die Kameraarbeit übernommen. Mit Daniel Day-Lewis hat Paul Thomas Anderson bereits an „There Will Be Blood“ zusammengearbeitet.

Bei der Oscar-Verleihung 2018 wurde „Der seidene Faden“ in insgesamt sechs Kategorien nominiert. Gewonnen hat das Drama schließlich den Oscar für das Beste Kostümdesign von Mark Bridges.

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Sinnlich kraftvolles Drama mit Daniel Day-Lewis über einen Modeschöpfer, dessen einzige Besessenheit die Kunst seiner Profession ist. Bis er die Kraft der Liebe kennenlernt.

    London in den 1950er Jahren: Die Zeit der Entbehrung ist vorbei, der Luxus hält wieder Einzug in die feine englische Gesellschaft. Und zu diesem Luxus gehören auch die Kleider von Reynolds Woodcock. Er ist der Mann, der die Frauen mit seinen Kreationen verführt. Jede Frau will einen Entwurf von ihm tragen, jede möchte ihm gefallen. Doch er selbst ist eingefleischter Junggeselle und lebt mit seiner streng disziplinierten Schwester Cyril in seinem Londoner Hauptsitz. Aber natürlich ist Reynolds selten wirklich allein. Es gibt Musen, Geliebte, Frauen, die sein Leben begleiten, um es kurze Zeit später wieder zu verlassen - denn Reynolds einzig wahre Liebe ist die Mode. Bis er Alma begegnet. Die junge Frau gewinnt zunächst sein Interesse und dann sein Herz. Schnell wird Alma sein Lieblingsmodell und seine feste Begleiterin. Doch je mehr er sich der Liebe öffnen will, desto stärker scheint er sich auch dagegen zu wehren. Und schon bald fühlt es sich an, als ob Reynolds gesamtes inneres Gleichgewicht nur noch am seidenen Faden hängt. Der neue Film von Paul Thomas Anderson entführt den Zuschauer in die faszinierende und exquisit schillernde Welt der Haute-Couture. Mit einer dynamischen Kamera schwebt der Film quasi durch das Haus der Woodcocks und zeigt so gleichsam die kontrolliert emsige Betriebsamkeit des Modebetriebs sowie auch die Zurückgezogenheit und Starre ihrer Bewohner. Als stets disziplinierte Schwester, die wie eine Art strenger Hausgeist über Reynolds Schaffen wacht, überzeugt Lesley Manville ebenso wie Vicky Krieps, die Alma eine still bescheidene Aura verleiht, hinter deren Fassade ein eigenständiger Geist lauert, der genau weiß, was er will. Doch der Fixstern des Films ist Daniel Day-Lewis, der in seiner, nach eigenen Angaben, letzten großen Rolle noch einmal unter Beweis stellt, wie meisterlich sein Spiel ist. Jede Geste, jeder Gesichtsausdruck ist durchdacht und eine klare Aussage, die für ihre Wirkung nur wenig unterstützende Worte benötigt. Anderson dirigiert seine Figuren geschickt und mit Sinn für Komplexität durch die stringent durchkomponierten Kulissen. Im Zusammenspiel mit einem klugen Farb- und Lichtkonzept und einem stimmungsvollen Score entsteht ein großer filmischer Genuss, dem man als Zuschauer mit allen Sinnen folgt.

    Jurybegründung:

    Reynolds Woodcock (Daniel Day-Lewis) ist ein erfolgreicher Modeschöpfer im London der 1950er Jahre. Die Damen der Oberschicht, Adlige, Filmstars, Erbinnen reißen sich um seine Kleider, die er speziell für sie entwirft und maßschneidern lässt. Schöne Frauen inspirieren ihn, doch der eingefleischte Junggeselle wird schnell seiner Liebschaften müde, die er dann von seiner Schwester Cyril (Lesley Manville), die den Modesalon managt, abservieren lässt. Als er jedoch die junge, unbefangene Kellnerin Alma (Vicky Krieps) kennenlernt, wird sie seine Muse und Geliebte. Nun gehört auch sie zu der Luxuswelt, deren Nukleus Woodcock ist und in der er der Bestimmer und Herrscher ist. Doch als das Verhältnis von Woodcock zu Alma ermüdet und der Fortgang der übliche zu werden scheint, zeigt sich Almas starker Willen und sie beginnt das Verhältnis nach ihren Wünschen und Bedürfnissen umzukrempeln. Daniel Day-Lewis gibt der Figur die Kraft eines hochsensiblen Künstlers, der um sein Talent und seinen Erfolg weiß und der daran gewöhnt ist, seine Macht durchzusetzen. Doch die eigentliche Entdeckung des Films ist Vicky Krieps in ihrer ersten großen internationalen Rolle. Sie ist Day-Lewis in jeder Szene ebenbürtig. Souverän spielt sie Alma als eine Frau mit vielen Facetten: einfache Dienerin, glamouröses Model, durchtriebenes Luder und kämpferische Muse, die sich nie ganz von dem Künstler vereinnahmen lässt.
    Paul Thomas Anderson, verantwortlich für Drehbuch, Regie und Kamera, lässt in einem langsamen Erzählrhythmus den Mikrokosmos einer luxuriösen, elitären Welt lebendig werden. Stimmige Locations, eine hervorragende Ausstattung, bei der auf jedes Detail bis hin zum bröckelnden Putz im Herrenhaus geachtet wurde und grandiose Kostüme bestimmen den Look des Films. Die Strenge der Etikette der britischen Oberschicht wird genauso gezeigt wie die Hingabe und Identifikation der Näherinnen mit ihrer Arbeit. In bester britischer Erzähltradition wird das Bild einer ganzen Gesellschaft entworfen, indem eine individuelle Geschichte erzählt wird. Durch seine Länge gewinnt der Film an Intensität, in der Wiederholung der Geschehnisse fügt Anderson jedes Mal eine weitere Nuance hinzu, die in einer Spannung in bester Hitchcock Manier gipfelt. Die gut eingesetzte Musik gibt dem Film ein zusätzliches Element, interpretiert klug und lässt Vorahnungen aufscheinen. Die Jury verleiht dem Film das Prädikat "besonders wertvoll".

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

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