Mein linker Fuß

  1. Ø 4
   1989
Mein linker Fuß Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Cristy Brown wird 1932 als dreizehntes Kind einer Dubliner Arbeiterfamilie geboren. Der spastisch gelähmte Junge kann nur den linken Fuss bewegen und lernt mit schier übermenschlicher Zähigkeit schreiben und malen, aufopfernd unterstützt von seiner Mutter. Der Vater stirbt, bevor der Verkauf von Christys Bildern und Büchern der Familie ersten Wohlstand bringt. Bitter geworden durch die Qual seines Lebens, werden die alkoholischen Ausbrüche des sexuell frustrierten Künstlers immer heftiger. Als er die Zuneigung der Krankenschwester Mary Carr gewinnen kann, ändert sich sein Leben.

Der spastisch gelähmte Cristy Brown kann nur seinen linken Fuß bewegen. Mit schier übermenschlicher Zähigkeit entwickelt er sich zu einem gefragten Maler. Aus Verbitterung über seine Behinderung verfällt er dem Alkoholismus. Erst die Zuneigung der Krankenschwester Mary hilft ihm, seine Exzesse zu überwinden. Mit zwei „Oscars“ ausgezeichnet.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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    Das Oscar prämierte Werk von Jim Sheridan hat als zeitloser Klassiker aus dem Jahre 1989 von seiner Faszination nichts eingebüßt. Der spastisch gelähmte Cristy Brown wächst in einer Großfamilie im Arbeiterviertel von Dublin auf, wo er vom Vater erst abgelehnt, in seiner beherzten Mutter eine warmherzige und tatkräftige Stütze findet. Während das Leben von Behinderung, Armut und Ablehnung bestimmt ist, beginnt Cristy sich erfolgreich über neue Wege auszudrücken und mit seinem linken Fuß abstrakte Bilder zu malen. Brenda Fricker und Daniel Day-Lewis bilden ein kraftvolles Mutter-Sohn-Gespann, das wirkliche Bewunderung beim Zuschauer auslöst. Die Kameraarbeit ist hervorragend, sie zeigt in besonderen, ruhigen Bildern den anstrengenden Alltag aus Sicht des behinderten Künstlers. Ein Meisterwerk, das die Zeit überdauert.

    Jurybegründung:

    1989 wurde der Film MEIN LINKER FUSS in der Regie von Jim Sheridan herausgebracht. Nach dem autobiografischen Roman von Christy Brown, zehntes von dreizehn lebenden Kindern der Dubliner Arbeiterfamilie Brown, der von Geburt an spastisch gelähmt war und im Schoß der Familie behütet aufwuchs. Vor allem seine Mutter glaubte an ihn und unterstützte ihn, wo sie konnte. Christy erhielt Förderung durch eine Ärztin und entwickelte sich über die Jahre zu einem bekannten Maler und Schriftsteller. Dabei benutzte er ausschließlich seinen linken Fuß, der einzige Körperteil, den er kontrolliert bewegen konnte.

    Christiy Brown heiratet mit vierzig Jahren die Krankenschwester Mary Carr. Mit diesem Höhepunkt seines Lebens endet der Film, der zwei Oscars und zahlreiche andere bedeutende Preise erhielt. Auch sein Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis wurde mehrfach für seine Rolle des Christy ausgezeichnet.

    Der Film MEIN LINKER FUSS vereinigt einige Merkmale erfolgreicher, publikumswirksamer Filme. Er wird von großartigen Schauspielern getragen, die Freude am Spiel haben. Sein Drehbuch folgt einer interessanten, menschlich berührenden Geschichte, die in diesem Film autobiografisch ist. Der Regisseur setzt die Geschichte dieses Lebens so anrührend aber auch mit Leichtigkeit und Humor um, dass der Film auch heute, 21 Jahre nach seinem Erscheinen, aktuell und emotional wirkt.

    Auch Christys Zeichnungen haben ihre Originalität und Ausdrucksstärke bewahrt, was ihre künstlerische Qualität aufs Beste bestätigt. Der Ausdauer von Christys Mutter und ihrer unermüdlichen Hingabe für den Sohn, verdankte dieser seine Fortschritte und seine Ausdrucksmöglichkeiten. Diese einzigartige Fähigkeit und Gabe bringt der Film zum Strahlen und fesselt damit seine Zuschauer, die darin höchste menschliche Selbstlosigkeit erkennen. Solche Eigenschaften werden nicht altmodisch und ein Film, der sie gekonnt in Szene setzt, ebenso wenig. Zwischenmenschliche Beziehungen positiv, eindrücklich und gültig jenseits von Trends zu inszenieren, gehört sicher zu den besten Fähigkeiten eines Regisseurs.

    So ist der Film MEIN LINKER FUSS, der nun auf DVD erhältlich sein wird, ein wirklicher Gewinn.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Bemerkenswertes Spielfilmdebüt des irischen Theaterregisseurs Jim Sheridan, dessen Verfilmung der Autobiographie des Christy Brown (1932-1981) weltweit ungeteilten Beifall fand. Zwei Oscars – bei fünf Nominierungen – für die außergewöhnlichen Leistungen von Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis („Mein wunderbarer Waschsalon“, „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“) und Brenda Fricker für die beste weibliche Nebenrolle waren der verdiente Lohn für diesen empfehlenswerten Sortimentstitel, der schon im Kino mit achtbarem Erfolg lief.

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