Der Pianist

   Kinostart: 24.10.2002

Der Pianist: Authentische Geschichte über einen polnischen Pianisten, der sich während des Zweiten Weltkrieges in Warschau versteckt hält und dem ein deutscher Offizier schließlich das Leben rettet.

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Filmhandlung und Hintergrund

Authentische Geschichte über einen polnischen Pianisten, der sich während des Zweiten Weltkrieges in Warschau versteckt hält und dem ein deutscher Offizier schließlich das Leben rettet.

1939 besetzen deutsche Truppen Polen. Der jüdische Pianist Wladyslaw Szpilman (Adrien Brody), eben noch Star der Warschauer Kulturszene, muss erleben, wie sich die Lebensbedingungen beinahe täglich verschlimmern. Schließlich wird er mit seiner Familie in das Warschauer Ghetto eingewiesen. Dem Transport in die Vernichtungslager kann er sich nur durch eine tollkühne Flucht entziehen - der Beginn einer einsamen Untergrund-Odyssee durch die Jahre der Besetzung.

Roman Polanski

Warschau 1939: Mit dem Einmarsch der Deutschen in Polen beginnt auch für den gefeierten jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman die Zeit des Leids. Nachdem er im Gegensatz zu seiner Familie der Todesfalle des Ghettos mit Glück entkommen konnte, muss er nun allein in seinem Versteck ausharren. Eines Tages entdeckt ihn ein Offizier der deutschen Wehrmacht.

Warschau, 1939. Die Besetzung Polens durch die Deutschen bedeutet für den gefeierten polnisch-jüdischen Pianisten Wladyslaw Szpilman den Beginn eines langen Leidenswegs. Durch einen Glücksfall entgeht er dem Transport ins KZ, in dem seine gesamte Familie ums Leben kommt. Von nun an fristet er ein Dasein im Untergrund. Hungrig, krank und psychisch vor dem Kollaps stehend, wird er gegen Kriegsende schließlich von einem deutschen Offizier aufgespürt. Doch anstatt ihn auszuliefern, bittet er ihn, Klavier zu spielen. Szpilmans Rettung.

Warschau, 1939. Nach der Besetzung Polens durch die Deutschen hält sich der polnisch-jüdische Pianist Wladyslaw Szpilman unter größten Entbehrungen versteckt. Doch dann wird er von einem deutschen Offizier entdeckt… Roman Polanskis preisgekröntes, semi-autobiografisches Drama.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Pianist: Authentische Geschichte über einen polnischen Pianisten, der sich während des Zweiten Weltkrieges in Warschau versteckt hält und dem ein deutscher Offizier schließlich das Leben rettet.

    Die diesjährige Goldene Palme von Cannes für Roman Polanskis beinahe dokumentarisch inszenierten Überlebenskampf des jüdischen Titelhelden im Warschauer Ghetto mag keine des Herzens sein, aber sie ist als Palme der optimistischen Humanität einer vernünftigen Entscheidung der Jury entsprungen. Polanski, der als Überlebender des Ghettos von Krakau eigentlich nie mehr auf diese schmerzhafte historische Epoche zurückkommen wollte, hat sich nach der Lektüre der Erinnerungen des wirklichen Wladylaw Szpilman dann doch vom Gegenteil überzeugen lassen. Das überaus ehrenwerte Ergebnis ist ein Film, der mit gelassener Haltung die Zeit der Shoah reflektiert.

    Von Anfang an stellt Polanski den schüchternen, zurückhaltenden jüdisch-polnischen Radio-Pianisten Szpilman in den Mittelpunkt. Es gibt keine Szene, in der sein Darsteller Adrien Brody, famoser Punk aus Spike Lees „Summer of Sam“ und energischer Gewerkschafter in Ken Loachs „Bread and Roses“, nicht das Geschehen trägt. Polanski lässt Brody (, der mehr als es Jeremy Irons war einen guten gequälten Kafka abgeben würde) ohne mimische Kraftakte, vielmehr mit verführerischer Hilflosigkeit wie eine Alice im Horrorland der Ghettowirklichkeit durch die Zeit stolpern. Dramaturgisch als Episodendrama angelegt, ist Szpilmans Ghetto-Odyssee durch Hunger, Kälte, Entbehrung, Not, Demütigungen und Verzweiflung geprägt, wobei Hilfe und Solidarität anderer sein Überleben sichern, zuletzt durch eine kultivierten deutschen Wehmachtoffizier, dem Szpilman seinerseits nach dem Krieg helfen kann, weil er den Namen nicht kennt. Thomas Kretschmann kommt das Verdienst zu, den 1952 in einem sowjetischen Gefangenenlager gestorbene Wilm Hosenfeld durch coole Präsenz und Understatement in wenigen Szenen zu einem Charakter werden zu lassen, der in Erinnerung bleibt.

    Polanski ist vorgeworfen worden, die Zweifel Szpilmans zu vernachlässigen. Das mag sein, trifft aber daneben. Es ist gerade Szpilmans in Brodys packender Passivität sichtbar werdender Optimismus, der irritiert und zum Denken anregt. Geradezu lakonisch inzeniert Polanski Erschießungen, Deportationen und die Auflösung des Ghettos, für eine 60-Millionen-Produktion beinahe undenkbar aber mit Sinn. Der liegt im Wesentlichen darin, die massenwirksame Dramatik, die durch Spielbergs „Schindlers Liste“, und die märchenhafte Utopie, die durch Roberto Benignis „Das Leben ist schön“ in den letzten Jahren die Auseinandersetzung mit dem Holocaust auf Fragen des Stils festlegte, auf die ertragbaren epischen Erzählformen über menschliches Leid zu reduzieren und sich wieder mehr dem Thema als der Umsetzung zu nähern, was ihn für Arthouse-Kinos zum idealen Film macht. In dieser Bescheidung liegt die Kraft von Polanskis Film, der dem „kleinen Polacken“ (wie sein Freund Robert Evans in der Dokumentation „The Kid Stays in the Picture“ Roman liebevoll nennt) Herzangelegenheit wurde. Die Goldene Palme ist, so gesehen, auch Würdigung des Lebenswerks des Meisterregisseurs, der nichts mehr beweisen muss. ger.

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