Der letzte Wolf

   Kinostart: 29.10.2015

Wolf Totem: Naturabenteuer vom Regisseur von "Der Bär" über eine ursprünglich gebliebene Gegend in der Mongolei, in der die Zentralregierung dem Wolf den garaus machen will.

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Filmhandlung und Hintergrund

Naturabenteuer vom Regisseur von "Der Bär" über eine ursprünglich gebliebene Gegend in der Mongolei, in der die Zentralregierung dem Wolf den garaus machen will.

In den späten 1960ern begibt sich Chen Zhen (Shaofeng Feng) in die Steppen der Mongolei. Dort soll der junge, chinesische Student ein Nomadenvolk treffen und unterrichten. Ziel seiner Reise ist, dass das Nomadenvolk fortan das Lesen und Schreiben erlernt. Sobald Chen dort eintrifft, wird allerdings schnell klar, dass er mindestens genauso viel von den Einheimischen lernen kann. Er wird mit den harten Lebensumständen konfrontiert und macht Bekanntschaft mit Wölfen, die die Umgebung bedrohen. Denn da es sich bei den Nomaden um Schafhirten handelt, ist der Wolf der natürliche Feind. Chen entwickelt jedoch rasch eine Faszination für die Vierbeiner. Zufällig gerät er an ein Wolfsjunges, das er aufzieht. Und tatsächlich entsteht zwischen Mensch und Tier eine enge Freundschaft. Das spielt allerdings eine untergeordnete Rolle, als ein Offizier der zentralen Regierung  anreist und in den Wölfen als Menschen-gefährdende Raubtiere sieht. Er möchte eine finale Lösung in der Wolfsproblematik erzielen. Die regionalen Behörden beginnen daraufhin, Jagd auf die vierbeinigen Wildhunde zu machen, was die traditionelle Beziehung zwischen Hirten und Wölfen vollständig aus den Fugen reißt. Vom Menschen ihres natürlichen Lebensraumes beraubt, beginnen die Wölfe, Angriff auf die menschlichen Siedlungen zu nehmen. Dort scheint sich ein finaler Kampf anzubahnen. „Der letzte Wolf“ wurde von Jean-Jacques Annaud inszeniert, der bereits in „Der Name der Rose“ oder auch „Sieben Jahre in Tibet“ den Regieposten übernahm. Letzterer hatte folgenschwere Konsequenzen, erteilte ihm die Volksrepublik China doch nach Erscheinen Einreiseverbot. Am Rande der Dreharbeiten zu „Der letzte Wolf“ wurde allerdings verlautbart, dass sich China und Jean-Jacques Annaud ausgesöhnt haben.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Als die chinesischen Studenten während der Kulturrevolution in die Mongolei kommen, um den Menschen lesen und schreiben beizubringen, überreicht ihnen der alte Bilig ein hölzernes Teil. Auf ihre Verwunderung hin erklärt er, dass es zum Schutz vor Wölfen gedacht sei. Der Lernprozess verläuft in die umgekehrte Richtung. Nach sechs Monaten überlebt der Student Chen Zhen eine Begegnung, die alles für ihn verändert: Er trifft auf ein Wolfs-Rudel. Gemeinsam mit Bilig beobachtet er die Tiere, während der Alte die Mythologische Bedeutung von Mensch und Tier erklärt. Beide existieren miteinander. Es ist das Thema des Franzosen Jean-Jacques Annaud. Um die Individualität dieser Begegnung geht es ihm dabei weniger als vielmehr um das ökologische Gleichgewicht. Ein chinesischer Funktionär befielt, die Welpen der Wölfe zu töten, woraufhin das Rudel die Partei-Gesandten in einen Eis-See treibt. Hier wirken spektakuläre Kamerafahrten, die bombastische Musik von James Horner und 3D Technik miteinander. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass Annaud auch den stillen poetischen Szenen so viel Mühe schenkt. mehr auf cinegeek.de
    2. Der letzte Wolf: Naturabenteuer vom Regisseur von "Der Bär" über eine ursprünglich gebliebene Gegend in der Mongolei, in der die Zentralregierung dem Wolf den garaus machen will.

      Spektakuläre Abenteuergeschichte in 3D von Meisterregisseur Jean-Jacques Annaud über Mensch und Tier in der Mongolei.

      Jean-Jacques Annaud, berühmt für Tierspielfilme wie „Der Bär“ oder „Zwei Brüder“ toppt sich selbst bei dieser fantastischen Reise in die Innere Mongolei. Basierend auf dem Bestseller „Der Zorn der Wölfe“, den der Chinese Lü Jiamin unter dem Pseudonym Jiang Rong unbehelligt von der Zensur 2004 veröffentlichte, erzählt er vor semi-autobiografischem Hintergrund vom Kampf um mythische Traditionen, intakte Natur und Respekt vor Mensch und Tier. Als 1967 zu Beginn der Kulturrevolution der Student Chen Zhen den Nomaden das Schreiben und Lesen beibringen soll, erlebt er wie Hirten und Wölfe trotz Raubzüge des Rudels eine Art Modus Vivendi im Zusammenleben praktizieren. Das fragile Gleichgewicht gerät in Gefahr, als auf Befehl von Peking die Wölfe ausgerottet und die Wolfsjungen getötet werden sollen. Der junge Mann rettet einen Welpen und zieht ihn heimlich auf. Die Bauern erobern die Steppe, die Wölfe greifen ihres natürlichen Lebensraums beraubt die Siedlungen an, fallen über die Schafe her.

      Subtil, aber nie vermenschlichend, zeichnet der Film eine tiefe Freundschaft zwischen Mensch und Tier, aber auch die Verantwortungslosigkeit des Homo Sapiens, die Schönheit der Natur unwiederbringlich zu zerstören, das Herz der Wildnis zum Stillstand zu bringen. Annaud drehte ein Jahr an den Originalschauplätzen, zeigt den Zusammenprall von mongolischer Lebensweise im Einklang mit der Umwelt und den unsensiblen und auf wirtschaftlichen Profit fixierten chinesischen Apparatschiks, die sich robust über tradierte Regeln hinwegsetzen und eine Katastrophe auslösen. Annaud macht die gesellschaftlichen Konflikte deutlich, die Folgen chinesische Expansionspolitik. An den atemberaubenden Bildern kann man sich nicht satt sehen. Gerade in der Nähe zu dem kleinen Wolf, den Gesichtern der Schauspieler, auf denen sich die Emotionen spiegeln, ist die Stereoskopie ein Gewinn. Nur 15 Einstellungen von 250 sind Computer generiert, der Rest ist „echt“, was einen riesigen Aufwand bedeutete und monatelange Proben mit den Tiertrainern, bleibt der Wolf doch trotz allem ein wildes und unberechenbares Wesen. Die Mühe hat sich gelohnt, in Frankreich begeisterte das Ausnahmewerk 1,3 Mio Zuschauer, in China lösten 27 Mio. ein Ticket für diese universelle und trotz des historisch-politischen Hintergrunds eigentlich zeitlose Geschichte. mk.

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