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Mystery-Highlight nach Bestseller erobert Netflix-Charts: Kaum jemand hat diese Film-Details bemerkt

Mystery-Highlight nach Bestseller erobert Netflix-Charts: Kaum jemand hat diese Film-Details bemerkt
© IMAGO / Picturelux

„Der Gesang der Flusskrebse“ hält sich nah an die Romanvorlage, dennoch gibt es einige Abweichungen vom Buch. Das sind die größten Änderungen im Film.

Im August 2022 startete mit „Der Gesang der Flusskrebse“ die gleichnamige Buchverfilmung des weltweiten Bestsellers von Delia Owens in den deutschen Kinos, ab sofort könnt ihr sie auch auf Netflix streamen. Die Buchvorlage erlangte unter anderem durch den Buchclub von Reese Witherspoon große Bekanntheit. Diese fand so sehr Gefallen an dem Roman über das mordverdächtige Marschmädchen Kya (gespielt von Daisy Edgar-Jones), dass sie die Verfilmung des romantischen Dramas produzierte.

Trotz gespaltener Meinung von Kritiker*innen und Publikum konnte sich der Mystery-Film nach der Kinoauswertung zum Streamingstart am 20. Mai 2024 unter den Top 10 der Netflix-Charts etablieren. Unter den zahlreichen Buch-Fans und Zuschauer*innen hat allerdings wohl kaum jemand die Änderungen in der Verfilmung im Vergleich zum Original bemerkt. Einige Details in „Der Gesang der Flusskrebse“ sind im Roman ganz anders als im Film.

Der Gesang der Flusskrebse: Roman (Taschenbuch)

Der Gesang der Flusskrebse: Roman (Taschenbuch)

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Falls ihr bisher nur den Roman kennt, vermittelt euch der Trailer einen ersten Eindruck von der Verfilmung zu „Der Gesang der Flusskrebse“:

„Der Gesang der Flusskrebse“: Ist der Film anders als das Buch?

Fans des Buches können beruhigt sein: Die Filmadaption hält sich nah an das Original. Dennoch gibt es im Film im Vergleich zum Roman einige nennenswerte Unterschiede und interessante Abweichungen von der Buchvorlage. Die meisten Unterschiede zwischen Buch und Film finden sich im Hinblick auf Details zu den Hintergründen und Charakterisierungen einzelner Figuren sowie bei der Chronologie einiger Ereignisse und dem Fokus der Erzählung. Die grundlegende Handlung und Motive der Geschichte über das „Marschmädchen“ Kya, das verlassen in den Sümpfen von North Carolina lebt und schließlich Hauptverdächtige in einem Mordfall wird, bleibt jedoch gleich. Wir haben für euch die wichtigsten Änderungen im Film zusammengefasst.

Das sind die größten Änderungen im Film

– Achtung: Es folgen Spoiler zur Handlung von „Der Gesang der Flusskrebse“ für Buch und Film! –

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Der Anfang und Kyas Vergangenheit

Im Vergleich zum Buch startet der Film quasi mitten in der Handlung, nämlich mit Kyas Flucht vor der Polizei und ihrer Verhaftung. Im Buch liegt der Fokus auf Kyas Kindheit und Entwicklung und Kya wird erst ungefähr nach der Hälfte des Romans verhaftet. Im Buch werden die Ermittlungen und der Prozess zum Mordfall von Chase Andrews in kurzen Vorausblicken in die Handlung eingeflochten, während es im Film genau umgekehrt ist. Hier erfahren wir in Rückblicken zwischen Szenen aus dem Mordprozess und Gesprächen mit ihrem Anwalt mehr über Kyas Kindheit sowie ihre Beziehung zu Tate Walker und Chase Andrews. Durch diese Anpassung in der Adaption verändert sich auch die Art, wie wir die Geschichte und Kyas Entwicklung wahrnehmen.

In der Buchvorlage erfahren wir generell mehr über Kyas Familienmitglieder, beispielsweise zur Kennenlerngeschichte ihres Vaters und ihrer Mutter sowie Kyas Beziehung zu ihren Geschwistern, allen voran ihrem großen Bruder Jodie. Durch Kürzungen im Film lernen wir somit weniger über die traumatischen und schmerzhaften Erfahrungen, die Kya durch das Verlassenwerden und ihre Isolation in der Marsch durchmachen musste sowie darüber, wie das Leben in der Natur sie geprägt hat.

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Im Film kommen dadurch einige wichtige Figuren und Schlüsselerlebnisse nicht so zur Geltung wie im Buch beziehungsweise werden abgeändert, um in den deutlich kompakteren Rahmen der Verfilmung zu passen. Im Buch prägen beispielsweise die Schulbehörde und ihre Versuche, Kyas Schulpflicht durchzusetzen, das Mädchen in ihrer Kindheit sehr. Dahingegen wird im Film lediglich in einer kurzen Rückblende gezeigt, dass Kya kein zweites Mal zur Schule ging, nachdem sie an ihrem ersten Tag gehänselt worden war. Auch Jumpin‘ und seine Frau und ihre Fürsorge für Kya spielen im Roman eine deutlich größere Rolle und der vorherrschende Rassismus im North Carolina der 1950er Jahre wird stärker thematisiert als im Film.

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Natürlich ist es klar, dass bei der Adaption eines 400-seitigen Romans in einen rund zweistündigen Film nicht alle Aspekte detailgetreu nacherzählt werden können, weshalb die Verfilmung inhaltlich gestrafft werden musste. Die Drehbuchautorin Lucy Alibar erklärte im Interview mit The Hollywood Reporter, dass die Änderungen hauptsächlich aus zeitlichen Gründen vorgenommen wurden. „Wir konnten keinen vierstündigen Film machen. Es gab einfach nicht genug Zeit. Wir haben so hart wie möglich daran gearbeitet, dass es funktioniert.“

Kyas Beziehungen zu Tate und Chase

Grundsätzlich wird die zaghafte Entwicklung der Beziehung von Tate Walker (Taylor John Smith) und Kya aus dem Buch auch im Film gut dargestellt. Über die Vogelfedern nähern sie sich langsam an und Tate bringt Kya schließlich das Lesen bei, wodurch sie sich regelmäßig sehen, mit der Zeit tiefere Gefühle füreinander entwickeln und schließlich ein Paar werden. Genau wie im Buch kommt es zur Trennung, als Tate aufs College geht. Rund um die spätere Versöhnung gibt es in der Adaption jedoch ein paar Unterschiede zum Original.

Im Buch kommt es zögerlicher zur Aussöhnung zwischen Kya und Tate und der Auslöser ist ein anderer als im Film. Während Kya im Film nach ihrem Freispruch kurzerhand entscheidet, sich wieder mit Tate versöhnen zu wollen, kommen sie im Roman wieder zusammen, nachdem Kya sieht, wie Tate von den Polizisten aufgesucht wird. Wie sie später erfährt, haben diese ihn lediglich über den Tod seines Vaters informiert, doch die Sorge um Tate war Anlass genug für Kya, ihm zu verzeihen.

Auch die Beziehung zwischen Chase Andrews (Harris Dickinson) und Kya sowie deren Ende kommt im Film anders zur Geltung als im Buch. In der Verfilmung wird Chase als deutlich aufdringlicher und Kya passiver dargestellt, während im Roman verdeutlicht wird, dass Chase echte romantische Gefühle für Kya hegte und diese sich zumindest körperlich ebenfalls zu ihm hingezogen fühlte. Im Roman kommt mit der Zeit ebenfalls die besitzergreifende Art von Chase zum Vorschein und sowohl in der Adaption als auch im Original wird seine Bedrohung für Kya real, allerdings wird Chase im Film von Anfang an mehr als Antagonist skizziert.

Auch die Enthüllung um Chase‘ Verlobung ist im Film deutlich schockierender dargestellt als im Original von Delia Owens. In der Verfilmung trifft Kya in der Stadt zufällig auf Chase und Pearl, die sich als seine Verlobte vorstellt. Dadurch ist die Szene wesentlich dramatischer und demütigender für Kya als im Roman, wo sie durch eine Annonce in der Zeitung von der Verlobung erfährt.

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Kyas Karriere als Autorin

Sowohl im Roman als auch der Filmadaption strebt Kya eine Karriere als Schriftstellerin an, und teilt so ihre Naturzeichnungen und das Wissen über die Marsch mit der Welt. Obwohl Tate ihr genau wie im Original den Vorschlag dazu macht, geschieht dies geschieht im Film jedoch stärker aus ihrer eigenen Motivation hervor und dem Streben, mit dem Geld ihr Zuhause retten zu können. Im Buch wird Kya allerdings erst später Autorin. Hier gibt Tate ihr die Liste mit den Verlagen erst nach seiner Rückkehr vom College anstatt wie im Film vor seiner Abreise, um Kya in seiner Abwesenheit finanziell abgesichert zu wissen.

Amanda Hamilton kommt im Film nicht vor

Die wohl wichtigste Änderung im Film betrifft einen der Twists, die am Ende des Buches eine besondere Rolle spielen. Genau wie im Original entdeckt der gealterte Tate nach Kyas Tod die Muschelkette von Chase und somit einen Beweis dafür, dass Kya ihn tatsächlich ermordete. Dabei lässt die Verfilmung jedoch eine entscheidende Entdeckung weg. Im Buch findet Tate am Ende außer der Muschelkette ein Gedicht von Kya unter dem Pseudonym Amanda Hamilton, die ihm als ihre Lieblingsautorin bekannt war, da Kya oft aus ihren Werken zitiert hatte. Tate realisiert, dass Kya sich die ganze Zeit hinter diesem Pseudonym verborgen hat. Als er das Gedicht mit einer Metapher über Leuchtkäferweibchen findet, die ihre Männchen in den Tod locken, erkennt er die Verbindung zum Mord von Chase.

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Sowohl das Pseudonym von Amanda Hamilton als auch der Twist über die Enthüllung im Gedicht fehlen im Film. Genau wie in der Buchvorlage wirft Tate die Muschelkette am Ende ins Wasser und verbirgt das Geheimnis von Kya. Regisseurin Olivia Newman erklärte, warum sie diesen Twist aus dem Buch für die Verfilmung wegließen. „Ich denke, Kya ist ein echtes Rätsel und hat etwas Mysteriöses an sich. Im Film wollten wir etwas von diesem Mysterium erhalten.“ (via The Hollywood Reporter).

Wer noch einmal die Romanvorlage von Delia Owens und den Film vergleichen möchte, kann sich „Der Gesang der Flusskrebse“ auch als Hörbuch bei Audible anhören und den Dienst 30 Tage kostenlos testen. Der Film zum Buch ist inzwischen auch für das Heimkino erhältlich auf Blu-ray oder DVD und außerdem im Stream bei Sky und WOW zu sehen. Falls ihr noch kein Abo für den Streamingdienst habt, könnt ihr mit dem „Entertainment Plus“-Paket von Sky die volle Film- und Serienvielfalt inklusive Netflix genießen.

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