Catwoman Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Catwoman: Lang erwartete Comic-Adaption, in der Halle Berry ins Kostüm der legendären Superheldin mit den Instinkten und Kräften einer Wildkatze schlüpft.

Graphikdesignerin Patience Philips (Halle Berry) ist zwar hochbegabt, doch mit keinerlei Selbstbewusstsein gesegnet. Als sie im Rahmen einer Auftragsarbeit für den semikriminellen Kosmetikkonzern Hedare Beauty zu viel über die Hintergründe eines neuen, revolutionären Antialterungsproduktes erfährt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Stattdessen entsteigt sie – um Superkräfte verstärkt – wie Phoenix der Asche und sorgt für Recht und Ordnung.

Batman sei Dank. Halle Berry fährt in der neusten Big-Budget-Comicadaption aus Hollywood die Klauen aus. Sharon Stone gibt die adäquate Bösewichtin, und Benjamin Bratt ist das Love Interest aus dem Polizeidienst.

Die schüchterne Patience Prive arbeitet für einen Kosmetikkonzern, der ein revolutionäres Anti-Aging-Produkt auf den Markt bringen will. Als Patience hinter das Geheimnis des Unternehmens kommt, wird sie durch eine schicksalhafte Verkettung von Ereignissen in eine Frau mit Superkräften und den Fähigkeiten einer Katze verwandelt. Mit ihren neu gewonnenen Instinkten wird Patience zu “Catwoman”, die sich auf dem schmalen Grat zwischen Gut und Böse bewegt, gefährlich und unberechenbar wie eine Wildkatze. Ihr neues Leben verkompliziert sich durch die Liebe zu ihrem Freund, einem Polizisten.

Patience Price schuftet als Grafikdesignerin beim Make-Up-Multi Hedare. Dort dient sie ihrem arroganten Chef als Fußmatte und lässt ihr Leben, als sie einem dunklen Betriebsgeheimnis auf die Spur kommt. Von einer ägyptischen Tempelkatze reanimiert, darf die “Geduldige” als “Catwoman” fortan das Böse bekämpfen: lärmende Rocker-Nachbarn, skrupellose Juwelendiebe und vor allem das Ex-Firmenmodel Laurel Hedare, eine intrigante, giftspritzende Blondine, die der Boss aus dem Ehebett verbannt hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Patience Phillips ist zurückhaltend und unsicher, wird auf der Straße von jedem angerempelt und ihre Karriere verläuft nicht nach ihren Wünschen. Durch Zufall wird die graue Maus zur Katze und verfügt plötzlich über neues Selbstbewusstsein und hohe, akrobatische Fähigkeiten. In einem mystischen Katzenritual werden ihr diese Fähigkeiten gegeben, dessen okkulter, kurioser Charakter belustigend wirkt.

    Von ihren neuen Kräften überwältigt, lässt sich Catwoman zu einem Diebstahl verleiten, für den sie sich jedoch bald wieder entschuldigt. Manchmal ist sie gut - manchmal ist sie böse. Catwoman erfüllt sich geheime Wünsche, hält sich jedoch von großen Verbrechen fern. Patience ist immer noch ein Teil von ihr, aber nur geringfügig. Wenn der Anfang des Films noch wie eine schwungvolle und sympathische Charakterstudie anmutet, so beginnt nach der Verwandlung von Patience in Catwoman eine mehr als einstündige Peepshow. In ihrem hautengen und freizügigen Lederkostüm springt sie von Dach zu Dach. Ihre Feinde schlägt sie mit der Peitsche. Jeder SM-Fetischist wird Tränen in den Augen bekommen. Halle Berrys Hüftschwung erhält die Hauptrolle in "Catwoman".

    Vermittelt wird die nervenaufreibende Action durch einen schnellen, sprunghaften Schnitt, der genauso gut kunstlose Stunts, mittelmäßige schauspielerische Fähigkeiten und die vielen Computereffekte verdeckt. Freunde von aufwendigen Kranfahrten werden in Catwoman (meistens dank digitaler Landschaften und Städte) auf ihre Kosten kommen. Durch ihr ruckartiges Springen erinnert Catwoman an Jump'n'Run-Figuren aus dem Home-PC, zeigt aber dennoch katzenhafte Eleganz und beeindruckende Kampfkraft.

    Auffällig ist, dass Catwoman auch durch ihren stark geschminkten Domina-Look viel an Natürlichkeit verliert, was sich der Film ja eigentlich als Nebenthema der Handlung gewählt hat. So muss Laurel Hedare bemerken, dass sie ihr Alter nicht ewig durch Kosmetik verjüngen kann. Ihre Haut ist durch die fehlerhafte Beauty-Creme "Beau Line" steinhart geworden, ihr Herz ebenso. Ihre Verbitterung wächst, als ihr Mann sie als Model für Werbekampagnen absetzt und eine jüngeres Gesicht engagiert. Cremebedeckt und frustriert sitzt sie vorm Spiegel. Das neuzeitliche Schönheitsideal wird unter Betrachtung eines skrupellosen Konzerns in Frage gestellt. In einem alten, ländlichen Haus - umgeben von Wolkenkratzern - trifft Catwoman auf ihre Mentorin, die ihr von altägyptischen Kulten erzählt. Eine Verbindung aus Altem und Neuem entsteht und schafft eine hauchdünne, geheimnisvolle Atmosphäre.

    Durch den mystisch-elektronisch gemischten, dem Tempo des Films zuarbeitenden Soundtrack von Klaus Badelt steigern sich diese Stimmung und der Nervenkitzel, wenn Catwoman sich in einer brenzligen Lage befindet. In ihrem Genre hat Catwoman ihren Kollegen durch den konstanten Spannungsbogen und die außergewöhnliche Dynamik einiges voraus, was über andere Oberflächlichkeiten hinwegsehen lässt.

    Fazit: Miau! Wenn Catwoman sich auf die Jagd begibt, ist niemand sicher.
  • Die Verkörperung von Comic-Heldinnen liegt Halle Berry: Nach der sexy Wetterhexe Storm in “X-Men” spielt die Oscar-Preisträgerin nun die sexy Supermieze Catwoman. Dabei steigert sie sich mit viel entblößter Haut und gestutzten Haaren voller Elan in ihre Rolle, was angesichts des federleichten Drehbuchs bisweilen eine recht erheiternde Wirkung hat. Hinter Michelle Pfeiffer, die für “Batmans Rückkehr” 1992 ins laszive Lacklederkostüm geschlüpft war, braucht sich diese Pussycat nicht zu verstecken.

    Wie fast allen guten Superhelden eigen, ist das Alter Ego von Catwoman ein unscheinbares Menschlein, das von seiner Umwelt keinen Respekt erhält. Sie ist die unterdrückte Grafikdesignerin Patience Philips, die beim Kosmetikkonzern Hadere malocht. Mit zeltförmigen Klamotten und Minimal-Makeup wird sie als Mauerblümchen dargestellt, die sich weder gegen ihren unausstehlichen Boss (Lambert Wilson als eindimensionales Ekelpaket) noch gegen schlafraubende Nachbarn durchsetzen kann. Damit ist Schluss, als sie zufällig in Haderes Labor einem schrecklichen Firmengeheimnis auf die Spur kommt und daraufhin – vermeintlich – ermordet wird. Doch eine mystische Tempelkatze verleiht ihr neues Leben und katzengleiche Reflexe. Damit verändert sich nicht nur ihr bislang schüchternes Verhalten, sondern auch ihr Äußeres. Mit strategisch günstig zerfetztem Leder-Outfit, Katzenkäppchen-Maske, Diamantenkrallen und Peitsche lebt sie fortan ihre unterdrückte aggressive Natur und sexuelle Power (der US-Altersfreigabe von PG13 angebracht) aus. Außerdem gilt es herauszufinden, wer ihr den Mord von Haderes Wissenschaftler anhängen will und sich für ihr eigenes gewaltsames Ableben zu rächen.

    Eine weitere Mitspielerin der ungeheuer campigen Comicadaption ist Sharon Stone, die als Catwomans eiskalte Widersacherin fungiert und beim obligatorischen Frauenfight ebenfalls ihre Krallen ausfährt. Benjamin Bratt als attraktiver Cop Tom Lone ist als Kater für einsame Stunden mit von der Partie. Er ist in Patience verliebt und braucht eine Weile, um festzustellen, dass es sich bei ihr und Catwoman, die ein leidenschaftliches Katz- und Mausspiel mit ihm treibt, um ein und dieselbe Person handelt.

    Berry lässt sich ohne Rücksicht auf Verluste (da wird Thunfisch aus Dosen verschlungen oder auf allen Vieren herumgekrochen) vom französischen Regisseur Pitof (“Vidoqc”) als erotisches Fantasyobjekt in Szene setzen. Ihre raubkatzenhafte Feminität wird over-the-top als Waffe einsetzt, doch der innere Konflikt ihrer Figur bezüglich ihrer dualistischen Natur, die sowohl aggressive als auch anschmiegsame Aspekte ihres Wesens zu vereinen versucht, wird lediglich als Grundidee angeschnitten. Dafür werden viele etwas veraltete, da in den Bewegungsabläufen abgehackt wirkende CGI-Effekte für die Actionaufnahmen eingesetzt, in denen Catwoman beispielsweise über Hochhausdächer hechtet.

    Pitof, der auf lange Erfahrung im Bereich visueller Effekte (u.a. für “Delicatessen” und “Alien Resurrection”) zurückblicken kann, ist offensichtlich ein eingefleischter Vertreter von Videospiel-Ästhetik. Dies schlägt sich in Stakkato-Schnitt, mehrfachen rasanten Kamerafahrten durch dunkle Stadtlandschaften und hämmerndem Synthesizer-Soundtrack nieder. Wer für Comicverfilmungen nicht allzu hohe Ansprüche hat, wird sich von diesem Fantasy/Komödien-Hybriden, der lange nicht so schlecht ist, wie im Vorfeld auf Fan-Websites vermeldet, kurzweilig unterhalten fühlen. ara.

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