Filmhandlung und Hintergrund

Zweiter Teil der Trilogie um zwei Freundinnen aus dem Dachauer Land von Marcus H. Rosenmüller.

Das Abitur haben sie geschafft - und träumen nach wie vor von der großen Freiheit: Die besten Freundinnen Kati (Anna Maria Sturm) und Jo (Rosalie Thomass) wollen den Süden erkunden. Mit ihrem alten lilafarbenen Mercedes brechen sie zur Weltreise auf, obwohl Kati schon wieder hin- und hergerissen ist zwischen Jungs und Loyalität. Am Brenner endet die Fahrt mit einem Motorschaden und Katis heiß geliebter Großvater liegt vielleicht im Sterben: Eine schwere Probe für die Freundschaft.

Im zweiten Teil seiner Trilogie übers Erwachsenwerden im tiefsten Bayern folgt Marcus H. Rosenmüller („Wer früher stirbt, ist länger tot„) weiterhin den Träumen, dem Leben und der Liebe der beiden Freundinnen aus „Beste Zeit„, die sich - nun volljährig - noch immer nach der Heimat sehnen.

Die beiden Freundinnen Kati und Jo brechen zu ihrer lange geplanten Weltreise auf. Doch bereits am Brenner findet die Fahrt ein jähes Ende. Nicht nur, dass der Wagen streikt, Kati erfährt auch, dass ihr Opa vermutlich im Sterben liegt. Beide müssen sich der Frage stellen, was ihnen im Leben wichtig ist.

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Kritikerrezensionen

  • Beste Gegend: Zweiter Teil der Trilogie um zwei Freundinnen aus dem Dachauer Land von Marcus H. Rosenmüller.

    Die Freundinnen Kati und Jo werden in Marcus H. Rosenmüllers zweiten Teil seiner bodenständigen Trilogie über Jugend in der bayerischen Provinz erwachsen und finden ihren eigenen Weg.

    Vor zwei Jahren entschloss sich Kati, nicht nach Amerika zu gehen, sondern im bayerischen Tandern zu bleiben, um mit ihrer Freundin Jo die „Beste Zeit“ zu erleben. Jetzt hat Kati Abitur gemacht und Jo das selbige geschmissen. Die beiden sind immer noch ein Herz und eine Seele, aber die Zeichen des Erwachsenwerdens mehren sich, jede muss für sich selbst Verantwortung übernehmen und ihre ureigensten Sehnsüchte verwirklichen. Der kleinste gemeinsame Nenner ist eine Weltreise, für Kati „riecht alles nach Freiheit“. Mit dem lila Benz, dem Abiturgeschenk des Papas, geht’s raus aus dem geschützten Raum der Schule Richtung Italien, doch kurz nach dem Brenner streikt der Motor und dann kommt ein Anruf, dass Katis Opa im Krankenhaus liegt. Aus der Traum von Fahrtwind und Freiheit. Erst einmal jedenfalls. Der Tod des Opas schmerzt Kati und noch mehr der Eindruck, dass die beste Freundin sich hinter ihrem Rücken an den männlichen Schwarm ranmacht.

    Marcus H. Rosenmüller zeigt die „Vertreibung aus dem Paradies“, die Fragilität des kleinen Glücks, den Ausbruch aus einer überschaubaren Welt und den Aufbruch ins Unbekannte. Dass da Jo der Kati einen Schritt voraus ist, bringt die Gefühlsebenen des Tandems aus Tandern durcheinander. Loslassen können und müssen lautet eine Botschaft dieser charmanten Heimatfilms, der mit großer Zärtlichkeit für seine Protagonisten davon erzählt, wie schwer es ist, einen Platz im Leben zu ergattern, Veränderungen zu akzeptieren und für sich zu nutzen. Bei der Vorbereitung ging Rosenmüller Bob Dylans Song „The Times They Are A-Changin“ durch den Kopf, diese Melancholie und Traurigkeit, verbunden mit Optimismus und Neugier wird zur Grundmelodie einer stürmischen Liebeserklärung an die Jugend. Und zwar nicht nur die auf dem Land. Die Probleme und Emotionen, die Unsicherheit, Ungewissheit und Angst, die die Mädchen umtreibt ist für ihr Alter universell, ob in Berlin oder Tandern. Interessant die Wandlung in der Beziehung des Duos, stand in „Beste Zeit“ die lebenslustige und geerdete Kati im Vordergrund, erhält die Figur der Jo, wunderbar differenziert dargestellt von Rosalie Thomass, jetzt neue Facetten und eine neue Tiefe. Sie ist es, die als erste eine Entscheidung fällt, weg geht aus der „Besten Gegend“ um vielleicht irgendwo anders anzukommen. Vielleicht aber auch, zum zurückzukommen, um die „Beste Chance“ zu ergreifen. Die erste Klappe zum dritten und letzten Teil der Trilogie soll im Herbst 2008 oder Frühjahr 2009 fallen. Man darf gespannt sein, was aus den sympathischen Mädels wird. mk.

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