Bad Santa

  1. Ø 4.4
   2003

Bad Santa: Schwarze Weihnachtskomödie über zwei als Nikolaus und Elfe getarnte Ganoven, deren diebischer Plan von einem gewitzten Achtjährigen durchkreuzt wird.

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Filmhandlung und Hintergrund

Bad Santa: Schwarze Weihnachtskomödie über zwei als Nikolaus und Elfe getarnte Ganoven, deren diebischer Plan von einem gewitzten Achtjährigen durchkreuzt wird.

Wie jedes Jahr zur Weihnachtszeit planen die restlos heruntergekommenen Kleinganoven Willie (Billy Bob Thornton) und Marcus (Tony Cox) auch diesmal wieder, verkleidet als Weihnachtsmann und Elfe unvorsichtige Kunden im Shopping Mall auszunehmen. Angetreten, ihnen dieses Vorhaben so schwer wie möglich zu machen, sind der misstrauische Manager (John Ritter in seinem letzten Film), ein Kaufhausdetektiv (Bernie Mac) und ein kleiner, achtjähriger Junge, der ihnen die wahre Bedeutung des Frohen Festes schon einbläuen wird.

Mutterfirma Disney zeigte sich dem Vernehmen nach nur bedingt amused von den rauhen Sitten in dieser von Miramax produzierten Festtagspersiflage. Regie führte Terry Zwigoff („Ghost World„).

Kurz vor Weihnachten pilgern fröhliche Menschen in die lokalen Einkaufzentren, um Geschenke für ihre Lieben zu finden. Zwei Betrüger, getarnt als Nikolaus und Elfe, wollen die Gelegenheit, nutzen, um die Kundschaft auszurauben. Doch der perfekt ausgeklügelte Plan gerät ins Stottern, als ihnen ein gewitzter Achtjähriger die wahre Bedeutung des Weihnachtsfest erklärt.

Jedes Jahr um die Weihnachtszeit wird es dem versoffenen Tunichtgut Willie ganz warm ums Herz. Dann nämlich verkleidet er sich als Santa Claus, um zusammen mit seinem als Elf getarnten Partner Marcus in überfüllten Kaufhäusern auf Diebestour zu gehen. Auch in diesem Jahr platziert sich der pöbelnde Asoziale mit seinem missgelaunten Komplizen wieder an vorderster „Ho Ho Ho!“-Front und nimmt sogleich einen dicken Achtjährigen aus wie eine Weihnachtsgans. Doch der nervige Junge erteilt dem widerlichen Duo eine gehörige Lektion.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wem nach hartgesottenen Kontrastprogramm zur traditionellen Weihnachtsunterhaltung zu Mute ist, der liegt mit der pechschwarz-profanen Satire von Kultregisseur Terry Zwigoff („Crumb“, „Ghost World“) richtig. Billy Bob Thornton mimt einen alljährlich anderswo tätigen Kaufhaus-Weihnachtsmann, der dies in Zusammenarbeit mit seinem kleinwüchsigen Elfen-Partner als Tarnung benutzt, um so ungehindert die Geldschränke seiner Arbeitgeber leer zu räumen. Einer dieser Manager wird vom unlängst verstorbenen John Ritter verkörpert, dem der Film auch gewidmet ist.

    Bereits innerhalb der ersten fünf Minuten vollbringt es Thorntons Figur Willie, im Off-Kommentar sein von Kindheit an verkorkstes Leben zu skizzieren, sich im Suff zu übergeben, sich vollzupinkeln und eine ganze Litanei von nicht allzu jugendfreien Schimpftiraden vom Stapel zu lassen. So ist es ein Wunder, dass es der dauerzugedröhnte und übellaunige Alkoholiker anschließend schafft, den vorgesehenen Safe zu knacken. Der Handlungsfaden wird ein Jahr später aufgegriffen, als sein ständig meckernder und zur Vernunft ratender Partner Marcus (die schwarze Ausgabe von Mini-Me: Tony Cox aus „Friday“) ihn nach Phoenix beordert. Willie ist noch tiefer abgesackt und raucht, säuft und flucht, was das Zeug hält. Rücksichtslos pöbelt er kleine Kinder an, die ihm in seiner Funktion als Weihnachtsmann ihre Geschenkwünsche anvertrauen, und ruft mit seinem zügellosen Verhalten, das gelegentlichen Analsex mit Kundinnen in den Umkleidekabinen umfasst, das Misstrauen des puritanischen Kaufhausmanagers (Ritter in seiner letzten Filmrolle) hervor. Er beauftragt den Kaufhausdetektiv (Komiker Bernie Mac zieht seine gewohnte großartige Kulleraugen-Masche durch) ein Auge auf den Bad Santa zu werfen. Weitere Figuren umfassen eine junge Kneipenbedienung, die mit Willie ihren Santa-Sex-Fetisch mehrfach auslebt, und einen bis zur Schmerzgrenze naiven, übergewichtigen Achtjährigen , in dessen Haus sich Willie kurzerhand einnistet. Die senile Großmutter des Jungen hat dagegen nichts einzuwenden, womit man an dieser Stelle noch ein paar Alzheimer-Witze reißen kann. Zunächst nutzt Willie den Jungen brutal aus, doch letztlich – wohl um die gnadenlose Breitseite aus exzessiver Vulgarität mit einem positiven Aspekt zu entschärfen – bahnt sich zwischen ihm und dem ebenso bemitleidenswerten wie enervierenden Kid (der Verdacht drängt sich auf, dass Zwickoff hier persönliche Erfahrungen verarbeitet) eine Freundschaft an. Doch beim geplanten Coup kommt es zu unerwarteten Komplikationen.

    Interessant ist die Soundtrack-Zusammenstellung dieses bereits im Vorfeld hieß diskutierten Films (angeblich zeigte sich Mutterfirma Disney nicht allzu begeistert von der Miramax-Produktion), die klassische Musik und bewährte Weihnachtslieder mischt und somit ein akkustisches Gegengewicht zum starken Tobak der von den „Cats & Dogs“-Drehbuchautoren verfassten Story bildet. Thornton erweist sich als Perfektbesetzung für den missmutigen Misanthropen, wie es sich die ausführenden Produzenten Joel und Ethan Coen wohl nicht besser hätten wünschen können. Dank der aggressiven Exzessivität wird sich allemal eine Kultnische für diese tabulose „Weihnachtskomödie“ finden. ara.

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