Leonardo DiCaprio
Joseph Gordon-Levitt
Ellen Page
Regie: Christopher Nolan
Verleih: Warner
Dom Cobb ist Spezialist, wenn es darum geht, in die Köpfe anderer Menschen einzubrechen und Ideen zu stehlen. Nun soll er im Auftrag des japanischen Magnaten einen Schritt weiter gehen: Im Kopf des jungen Erben Robert Fischer soll er eine Idee einpflanzen, die dafür sorgen soll, dass der den Konzern seines verstorbenen Vaters zerschlägt. Cobb versammelt ein neues Team sich und macht sich an die Arbeit. Als größtes Hindernis erweist sich seine Erinnerung an seine verstorbene Frau Mal, die seine Pläne in der Traumwelt torpediert. Und den Verdacht nahelegt, Conn könne das gesamte Abenteuer selbst nur träumen.

Virtuos verschachtelter und visuell visionärer Science-Fiction-Actionthriller, in dem "Dark Knight"-Regisseur Christopher Nolan Leonardo DiCaprio als Traumspion inszeniert.
Nolan, der das für geschätzte 150 Mio. Dollar realisierte Projekt ursprünglich als Überbrückung zwischen seinem letzten und kommenden "Batman"-Filmen sah, bietet eine vielschichtigen Zukunftsvision voller dichter Atmosphäre, außergewöhnlicher Ästhetik und atemloser Action. Die von ihm geschriebene komplexe Geschichte dreht sich um ein "Ocean's 11"-angehauchtes, wenn auch ungleich ernsthafteres Heist-Team, das nicht Banken überfällt, sondern zwecks Industriespionage das Unterbewusstsein ihrer Opfer im Traumzustand knackt. Dafür ließ sich der Brite von populärem Kino- und Kulturgut inspirieren, das von "Matrix", James Bond-Filmen, über "2001", griechischer Mythologie, C.G. Jung bis hin zur Kunst von M.C. Escher und Magritte reicht. So entsteht ein vertracktes Kino-Konstrukt, das philosophische Fragen über Existenz zwischen Traum und Wirklichkeit aufgreift (Memo: "Memento") , emotionale Schluchten von Schuld und Sehnsucht erkundet, (teils etwas zu) konventionelle Actionpirouetten dreht und ein visuell kunstvolles Universum konstruiert, das einem surrealen Fiebertraum entsprungen anmutet.
Der Film beginnt ähnlich wie "Bourne". Der Protagonist (DiCaprio) wird am Strand angespült und daraufhin vor den steinalten Yakuza-Boss Saito (Ken Watanabe) geschleppt. Nach ersten Action-Aufwallungen stellt sich schnell heraus, dass "Traum-Extraktor" Cobb tatsächlich lediglich von Saito für einen besonders komplizierten Job getestet wird. So soll er in die Psyche des mit Saito konkurrierenden Konzern-Erben Robert Fischer (Cillian Murphy) einbrechen und ihm die Idee einpflanzen, seine Firmen aufzuteilen. Dafür stellt Cobb ein illustres Team zusammen, bestehend aus seiner rechten Hand Arthur (Joseph Gordon-Levitt), dem Shapeshifter (er kann sich als jede beliebige Figur in einen Traum einschleichen) Eames (Tom Hardy), der Traumwelt-Architektin ("Juno" Ellen Page kann mit ihrem kindlichen Aussehen nicht voll als geniale Labyrinth-Designerin überzeugen) und dem Pharmakologen Yusuf (Dileep Rao). Kompliziert wird ihre "Mission Impossible" durch das Auftauchen von Cobbs verstorbener Frau Mal (Oscargewinnerin Marion Cotillard als maliziöse Traumgestalt). Sie strapaziert Cobbs geistige Gesundheit. Und gerade bei dem auf vier verschiedenen Ebenen ausgetragenen Heist-Herzstück in Fischers Psyche kann Cobb sich keine Fehler leisten, da dies für alle Beteiligten fatale Folgen haben könnte.
Der Zuschauer hat das Vergnügen, sich durch einen intellektuellen Irrgarten zu navigieren, wobei Ariadne teils etwas unelegant als Krücke herhalten muss, um den Faden der Erkenntnis zu spinnen. DiCaprio meistert seine Rolle als komplex angelegter Protagonist ohne Mühe und insbesondere seine Szenen mit Cotillard verfügen über beträchtliche emotionale Wucht. Geklotzt wird auch bei den Actionsequenzen, die mehrfach unübersehbare Bond-Parallelen aufweisen. Kein Wunder, hat Nolan doch Interesse bekundet, Agent 007 inszenieren zu wollen. Zunächst gilt es jedoch sein aktuelles Werk zu genießen, das mit smarter Spannung, Starbesetzung und großartigen Schauwerten aufwartet. ara.
| Darsteller: | Leonardo DiCaprio | als Cobb | |
|---|---|---|---|
| Joseph Gordon-Levitt | als Arthur | ||
| Ellen Page | als Ariadne | ||
| Tom Hardy | als Eames | ||
| Ken Watanabe | als Saito | ||
| Dileep Rao | als Yusuf | ||
| Cillian Murphy | als Robert Fischer, Jr | ||
| Tom Berenger | als Browning | ||
| Marion Cotillard | als Mal | ||
| Pete Postlethwaite | als Maurice Fischer | ||
| Sir Michael Caine | als Miles | ||
| Lukas Haas | als Nash | ||
| Ryan Hayward | als Anwalt | ||
| Regie: | Christopher Nolan | ||
| Drehbuch: | Christopher Nolan | ||
| Produzent: | Christopher Nolan | ||
| Emma Thomas | |||
| Koproduzent: | Jordan Goldberg | ||
| Ausf. Produzent: | Chris Brigham | ||
| Thomas Tull | |||
| Kamera: | Wally Pfister | ||
| Schnitt: | Lee Smith | ||
| Musik: | Hans Zimmer | ||
| Produktionsdesign: | Guy Dyas | ||
| Larry Dias | |||
| Douglas A. Mowat | |||
| Kostüme: | Jeffrey Kurland | ||
| Ton: | Richard King | ||
| Lora Hirschberg | |||
| Gary Rizzo | |||
| Ed Novick | |||
| Casting: | John Papsidera | ||
Wer spielt wen in "The Dark Knight Rises"? Die kleine Joey King bringt etwas Licht in Christopher Nolans Verwirrspiel ...
Regisseur Christopher Nolan gibt sich alle Mühe, möglichst viele Details zu seinem dritten "Batman"-Abenteuer geheim zu halten. Doch ausgerechnet die Kleinste im "The Dark Knight Rises"-Team liefert den Fans wertvolle Hinweise auf das "Who is Who" in Gotham City.
Nolan besetzt beispielsweise eine Reihe in den Comics völlig unbekannter Figuren mit bekannten Stars. Ein Trick, wird spekuliert, um die Story zu verschleiern - denn natürlich ist davon auszugehen, dass all die berühmten Stars auch legendäre Figuren spielen werden.
Doch nun hat sich die kleine Joey King ("World Invasion: Battle Los Angeles") verplappert. In einem Interview mit 'My Entertainment World' verriet der 13-jährige Kinderstar seine Rolle:
"Ich spiele die junge Talia al Ghul", sagte Joey King. "Ich kann nicht so viel darüber sagen, denn ich habe Mr. Nolan versprochen, nichts zu erzählen. Es gibt zuviele Geheimnisse um die Figur und um den Film."
Die erwachsene Talia al Ghul wird den Gerüchten nach von Marion Cotillard ("Inception") gespielt - wobei Christopher Nolan sagt, sie würde eine 'Miranda Tate' verkörpern.
Es gilt als sicher, dass Liam Neeson als Christian Bales Gegenspieler Ra's al Ghul an Bord ist. Ebenso, dass Josh Pence im Zusammenspiel mit der kleinen Joey King den jungen Ra's al Ghul macht. Gut möglich also, dass "Batman" Bale ahnungslos auf Schönheit Marion Cotillard trifft, die Tochter seines schlimmsten Feindes ...
Ganz genau werden wir es am 27. Juni wissen - dann kommt "The Dark Knight Rises" in die Kinos.
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