Originaltitel: The Twilight Saga: Eclipse
USA 2010
Kristen Stewart
Robert Pattinson
Taylor Lautner
Regie: David Slade
Verleih: Concorde
Gerade als Bella Swan ihre Entscheidung getroffen hat, für ihre Liebe zu Vampir Edward das größte Opfer zu bringen, erreicht die uralte Feindschaft zwischen den Werwölfen und den Vampiren einen kritischen Punkt. Nicht nur, weil sich Werwolf Jacob unbeirrt als bessere, weil menschliche romantische Alternative zu Edward anbietet, sondern, weil Vampire und Werwölfe sich erstmals annähern und einen Pakt schließen müssen, um einen neuen Feind aufzuhalten, der Bella, Edward und das ganze Städtchen Forks bedroht.

Im dritten und bislang überzeugendsten Teil der "Twilight"-Saga wird der Trennungsschmerz des Vorgängers von purem Überlebenskampf abgelöst.
Obwohl es für Vampire keine Entwicklung gibt, ihre ganze endlose Existenz Stasis ist, zeigt sich Progression in Stephenie Meyers Franchise, das trotz tragischer Implikationen die coolen Blutsauger letztlich feiert. Das sehnsuchtsvolle Anschmachten und dekorative Leiden in emotionaler Verunsicherung - beides noch dominant in den Vorgängern - wird in "Eclipse - Biss zum Abendrot" weitgehend abgelöst von einem gereiften Beziehungsstadium, in dem wichtige Entscheidungen für die Zukunft längst getroffen sind. Dass Bella (Kristen Stewart) Vampirmelancholiker Edward (Robert Pattinson) den Vorzug gegenüber dem kernig-knackigen Jacob (Taylor Lautner) aus dem Werwolf-Clan geben wird, stellt der dritte Teil nicht wirklich in Frage. Auch wenn Jacob in seinem Werben um Bella nicht aufgeben will und sich mehrfach für sie und die träumende Fangemeinde zum Kuscheln anbietet - im flauschigen Wolfspelz oder mit unverstelltem Blick auf den gestählten Oberkörper. Wichtiger als die Entscheidung ist dem Film die Konsequenz. In Gesprächen Bellas mit ihrer Mutter, Vampirgirl Rosalie und auch Jacob wird angedeutet, dass es Enkel nie geben, Bella sich nie weiterentwickeln und damit die Essenz des Lebens nie wirklich erfahren kann. Mehrfach blendet "Eclipse - Biss zum Abendrot" zurück, zeigt, wie zwei der Cullen-Kids zu Vampiren wurden, ohne Bellas Entscheidungsfreiheit gehabt zu haben.
Auch wenn die Konzentration des Drehbuchs weiterhin auf dem romantischen Dreieck liegt, öffnet sich der Film mehr als seine Vorgänger auch anderen Figuren. Davon profitiert vor allem Jasper aus dem Cullen-Clan, der im Vorgänger noch Frauen attackierte, sich hier aber grundsätzlich als unerbittlicher Fighter präsentieren darf - wie der Film insgesamt auch. Regisseur David Slade, der nach seinem intensiven Debüt "Hard Candy" mit dem Vampirthriller "30 Days of Night" wohl das Ticket für "Twilight 3" löste, macht in seinen Kampf- und Actionszenen keine Gefangenen. Hart, effektiv und gnadenlos geführt ist sein Finalfight zwischen einer instabilen Koalition von Werwölfen und Vampiren gegen die neue Bedrohung junger Vampire, die eine alte Bekannte aus den ersten Teilen in die Schlacht schickt, um sich an Edward zu rächen. Ein Budget im 100 Millionen-Dollar-Bereich, das für ein Projekt dieser Popularität und Streuwirkung eigentlich zu erwarten wäre, hat Slade genauso wenig wie die Möglichkeit, das dramatische Potenzial des ganzen Figurenpersonals episch auszuloten. Aber die Balance zwischen Liebe, Kampf, Pathos und sogar Humor stimmt in dieser Fortsetzung, womit in einer Saga, die in ihrer Struktur letztlich ein ausgedehntes Vorspiel ist, nach dem Abendrot die Nacht ruhig kommen darf. kob.
| Darsteller: | Kristen Stewart | als Bella Swan | |
|---|---|---|---|
| Robert Pattinson | als Edward Cullen | ||
| Taylor Lautner | als Jacob Black | ||
| Bryce Dallas Howard | als Victoria | ||
| Billy Burke | als Charlie Swan | ||
| Dakota Fanning | als Jane | ||
| Peter Facinelli | als Dr. Carlisle Cullen | ||
| Elizabeth Reaser | als Esme Cullen | ||
| Jackson Rathbone | als Jasper Hale | ||
| Kellan Lutz | als Emmett Cullen | ||
| Ashley Greene | als Alice Cullen | ||
| Nikki Reed | als Rosalie Hale | ||
| Anna Kendrick | als Jessica | ||
| Michael Welch | als Mike | ||
| Justin Chon | als Eric | ||
| Christian Serratos | als Angela | ||
| Xavier Samuel | als Riley | ||
| Sarah Clarke | als Renee | ||
| Regie: | David Slade | ||
| Drehbuch: | Melissa Rosenberg | ||
| Produzent: | Wyck Godfrey | ||
| Karen Rosenfelt | |||
| Koproduzent: | Bill Bannerman | ||
| Ausf. Produzent: | Marty Bowen | ||
| Mark Morgan | |||
| Greg Mooradian | |||
| Guy Oseary | |||
| Buchvorlage: | Stephenie Meyer | ||
| Kamera: | Javier Aguirresarobe | ||
| Schnitt: | Art Jones | ||
| Nancy Richardson | |||
| Musik: | Howard Shore | ||
| Produktionsdesign: | Paul D. Austerberry | ||
| Kostüme: | Tish Monaghan | ||
| Jenny Bernice | |||
| Jen Dawson | |||
| Casting: | Stuart Aikins | ||
| Rene Hayes | |||
| Sean Cossey | |||
Soviel ist sicher: "Snow White and the Huntsman" wird kein Kuschelmärchen - und von "Thor" über "Twilight" bis "Fluch der Karibik" sind jede Menge Stars dabei.
"Blackbeard" Ian McShane als Guerilla-Zwerg vs. "Stiefmutter" Charlize Theron (Foto: Disney/Senator)
Chris Hemsworth tauscht seinen "Thor"-Hammer gegen ein Schießgewehr. Das braucht er auch, wenn er in "Snow White and the Huntsman" die Wälder durchstreift: Er trifft dort auf allerlei skurrile Gestalten.
Jägersmann Chris Hemsworth bekommt es zum Beispiel mit einer Truppe Kampfzwergen zu tun, die so ganz und gar nicht nach märchenhaften Disney-Gestalten klingen: Ihr Anführer heißt Cäsar. Spielen wird ihn Halsabschneider Ian McShane ("Fluch der Karibik 4", "Death Race") und auch seine Kumpane heißen wie altrömische Granden: "Kugelblitz" Bob Hoskins ("Falsches Spiel mit Roger Rabbit") stolpert als blinder Guerilla-Gnom Constantine durch den dunklen Tann.
Ian McShane und Bob Hoskins sollen die süße Snow White (Schneewittchen oder -weißchen) beschützen und das macht sie und Chris Hemsworth erst einmal zu Gegnern im Wald. Der wackere Jäger soll das schöne Kind nämlich über den Haufen schießen - ihre böse Stiefmutter will es so. Und wer könnte Charlize Theron schon einen Wunsch abschlagen, und wenn es ein Mord ist?
Die prominent besetzte Zwergen-Brigade dagegen lässt sich von Charlize Theron nicht einwickeln - die kurzen Kämpfer sind ja längst Snow White verfallen. Das ist auch kein Wunder, wird sie doch von Twilight"-Biene Kristen Stewart zart verkörpert.
Schließlich wird Chris Hemsworth ganz und gar nicht märchenhaft Kristen Stewart zur Kampfmaschine ausbilden und gemeinsam mit den Zwergen Ian McShane und Bob Hoskins ziehen sie in die Schlacht gegen Stiefmütterchen Charlize Theron. Und wenn sie nicht gestorben sind ...
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