Tief bewegende Tragikomödie über einen grantigen Nürnberger Taxler, der durch ein kleines türkisches Mädchen das Leben wieder lieben lernt. http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto34/11340933/b150x150.jpg Dreiviertelmond

Filmdetails

Dreiviertelmond

Tief bewegende Tragikomödie über einen grantigen Nürnberger Taxler, der durch ein kleines türkisches Mädchen das Leben wieder lieben lernt.


Dreiviertelmond
Start: 13.10.2011

Drama / Komödie

Deutschland 2011
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Elmar Wepper
Mercan-Fatima Türköglu
Ivan Anderson

Regie: Christian Zübert
Verleih: Majestic (Fox)

Videoplayer wird geladen ...

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: heiß
Besucher-
ansturm

Temperatur

heiß

Inhalt

Der Schock sitzt tief bei Hartmut Machowiak, als ihm seine Frau nach 30 Ehejahren unterbreitet, dass sie sich scheiden lässt. Plötzlich muss der penible, überkorrekte und meist missgelaunte Taxifahrer, der nichts so sehr hasst wie Veränderungen, sein Leben neu ordnen. Da ist es wenig zuträglich, als eines Tages die sechsjährige Hayat, die kein Wort Deutsch spricht, allein in seinem Taxi auftaucht und nicht mehr von seiner Seite weicht. Notgedrungen nimmt Hartmut die Kleine bei sich auf und macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter.


Kritik

Dreiviertelmond

Mit der zärtlichen, tief bewegenden Culture-Clash-Tragikomödie liefert der aktuelle zweifache Grimme-Preisträger Christian Zübert sein bis dato bestes Leinwandstück ab.

Als Drehbuchautor und Scriptdoktor war Christian Zübert schon immer eine Bank. Aber jetzt hat der Filmemacher, dessen Kiffer-Komödie "Lammbock" längst Kultstatus besitzt, einen richtigen Lauf. Nach dem doppelten Grimme-Coup als Regisseur (für den Tatort "Nie wieder frei sein") und als Autor (für "Neue Vahr Süd") bringt er sich 2011 auch auf der Leinwand in Position - sowohl für einen Publikumserfolg als auch für noch zu verleihende Filmpreise. "Dreiviertelmond" besitzt alle Ingredienzien für eine mitreißende Tragikomödie, die gleichermaßen berührt wie amüsiert, zum Nachdenken animiert, zuweilen auch schockiert, dabei aber immer auch eine Lanze für Toleranz und Mitgefühl bricht. Der Film selbst ruht lediglich auf zwei Schulterpaaren, einem in Ehren gealterten und einem noch jungen, ganz zarten.

Das eine gehört Elmar Wepper, der nach seinem herausragenden Part in "Kirschblüten - Hanami" nun als grantelnder, sich selbst und seine Mitmenschen verabscheuender Taxler Hartmut eine weitere Rolle seines Lebens spielt. Das andere gehört Mercan Türkoglu als Hayat, einem sechsjährigen Berliner Naturtalent. Die Momente, in denen der deutsch parlierende Wepper und die türkische sprechende Mercan mit sturer Konsequenz aneinander vorbeireden und sich dennoch irgendwie verstehen, gehören zu den schönsten eines Films, der phasenweise sogar an Jan Sveráks eigentlich unerreichten Oscar-Preisträger "Kolya" heranreicht.

Doch Zübert gibt sich nicht damit zufrieden, den Zusammenprall der Kulturen lediglich anhand dieser beiden Protagonisten zu dokumentieren und die sentimentale Selbstfindungsreise eines Misanthropen zur One-Man-Show werden zu lassen. Er legt vielmehr auch Wert auf glaubhafte Nebencharaktere wie etwa Hartmuts (Ex-)Frau (zum Niederknien: Katja Rupé), den völlig überforderten (deutschen) Vater von Hayat oder den freundlichen türkisch-fränkischen Dönermann, der dem ungleichen Paar als Dolmetscher dient. Zudem hat man Nürnberg im Kino selten so fotogen erlebt und deren Bewohner so authentisch und (be)greifbar. Dass Zübert auch Zündstoff liefert für eine Diskussion über die kulturellen Unterschiede zwischen Türken und Deutschen, macht "Dreiviertelmond" nur umso gehaltvoller und nachhaltiger. Und wenn der alte Hartmut endlich weich wird und in einem lichten Moment zu Hayat, was übrigens "Leben" bedeutet, zärtlich "Du Zahnluckerte" sagt, ist auch im Kinosaal die Erleichterung förmlich zu spüren und die Hoffnung auf das Gute im Menschen erhält einmal mehr neue Nahrung.

lasso.

Dreiviertelmond

Darsteller:  Elmar Wepper   als Hartmut Mackowiak
  Mercan-Fatima Türköglu   als Hayat
  Ivan Anderson   als Gülen, Hayats Mutter
  Katja Rupé   als Christa Mackowiak
  Marie Leuenberger   als Verena Mackowiak
  Özay Fecht   als Nezahat, Hayats Großmutter
  Bernd Regenauer   als Karl-Heinz
  Stefan Kügel   als Bertl
  Ercan Karacayli   als Izmir
  Albert Kitzl   als Herr Arslan
  Andreas Leopold Schadt   als Reinhard
  Gabi Geist  
 
Regie:  Christian Zübert  
Drehbuch:  Christian Zübert  
Produzent:  Robert Marciniak  
  Uli Aselmann  
Kamera:  Jana Marsik  
Schnitt:  Mona Bräuer  
Musik:  Annette Focks  
Produktionsdesign:  Johannes Sternagel  
Kostüme:  Katharina Ost  
Maske:  Brigitte Dettling  
Ton:  Rainer Plabst  
Casting:  Franziska Aigner  

Star

Elmar Wepper

Er spielt vorzugsweise gestandene gut situierte Männer in krisenfesten Berufen, Unternehmer oder Ehemänner in Scheidung, Anwälte oder Köche...

Top-Filme der Woche

 

kino.de kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Ryan Reynolds im Topthriller "Safe House" an der Seite von Denzel Washington!

Zum Magazin

Das interaktive Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Weitere Clips zum Film

 

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.