Originaltitel: Batman Returns
USA 1992
Michael Keaton
Danny DeVito
Michelle Pfeiffer
Regie: Tim Burton
Verleih: Warner
Auch nach dem Tode des Jokers kehrt keine Ruhe ein in Gotham: Der Mutant Pinguin formt eine Allianz mit dem Großindustriellen Max Shreck und läßt sich als Kandidat für die Bürgermeisterwahl nominieren. Shrecks Sekretärin Selina kommt hinter die dunklen Machenschaften ihres Chefs und büßt mit einem Fenstersturz. Von Katzen ins Leben zurückgeholt, ist Selina fortan die aufreizende Catwoman. Catwoman steht zwischen allen Fronten: Auf der einen Seite paktiert sie mit dem Pinguin, auf der anderen flirtet sie mit Batman, der den Pinguin bekämpft. Letztlich gelingt es Batman, den Pinguin an der Zerstörung Gothams zu hindern. Catwoman rechnet mit Max Shreck ab.

Mit einem Budget von mindestens 75 Millionen Dollar verwirklichte Regiemagier Tim Burton ("Edward mit den Scherenhänden") ein zweites Mal seine Vision von der Comicwelt des Schwarzen Rächers. "Batmans Rückkehr" ist dem Original von 1989 in allen Belangen überlegen: Witziger, temporeicher und vor allem noch fantastischer und skurriler zeichnet er den Kosmos seiner von Neurosen und Schizophrenie geplagten Helden. An der Seite von Michael Keaton spielen diesmal Danny DeVito ("Der Rosen-Krieg"), Michelle Pfeiffer ("Frankie und Johnny") und Christopher Walken ("King Of New York") mit fantastischen Leistungen.
| Darsteller: | Michael Keaton | ||
|---|---|---|---|
| Danny DeVito | |||
| Michelle Pfeiffer | |||
| Christopher Walken | |||
| Michael Gough | |||
| Michael Murphy | |||
| Cristi Conaway | |||
| Andrew Bryniarski | |||
| Pat Hingle | |||
| Regie: | Tim Burton | ||
| Drehbuch: | Daniel Waters | ||
| Produzent: | Denise Di Novi | ||
| Tim Burton | |||
| Kamera: | Stefan Czapsky | ||
| Musik: | Danny Elfman | ||
Tim Burton ist für seine düsteren Leinwandeskapaden bekannt. In Christopher Nolan hat er laut eigener Aussage seinen Meister gefunden. Burtons Batman-Werke reichen Burtons Meinung nach in Sachen Finsternis nicht die Spur an Nolans "Batman Begins" und "Dark Knight" heran.
Was haben Filme wie "Beetlejuice", "Batman", "Alice im Wunderland" oder "Dark Shadows" gemein? Richtig, sie wurden alle von Tim Burton in Szene gesetzt und strotzten nur so vor Skurrilität, Groteske und Aberwitz.
Jetzt hat die Gallionsfigur des Abgründigen laut eigener Meinung jedoch seinen Meister in Christopher Nolan gefunden. Tim Burton glaubt nämlich, seine beiden Batman-Abenteuer "Batman" und "Batmans Rückkehr" wären eine fröhliche Dollerei verglichen mit den neu befeuerten "The Dark Knight"-Versionen von Christopher Nolan.
Burton, der nun mit der Beißer-Mär "Dark Shadows" erneut Gänsehautgefühle aufkommen lassen möchte, zeichnete für Batmans Auferstehung im Kino verantwortlich. 1989 legte der Kalifornier mit "Batman" den Grundstein, bevor er 1992 mit "Batmans Rückkehr" nachlegte.
Burton empfindet seine beiden Flattermannversuche in der Zwischenzeit als zu lasch, wenn er sie mit Nolans Krawall-Blockbustern "Batman Begins" und "The Dark Knight" vergleicht. "Mir wurde immer gesagt, mein Filmmaterial wäre dunkel. Aber heutzutage wirkt mein 'Batman' wie eine Kindergartenversion verglichen mit Christopher Nolans 'The Dark Knight'", berichtet Burton.
Ihm persönlich bleibt wenigstens ein Trost. Immerhin ist für ihn Michelle Pfeiffers Leistung als Catwoman eine seiner Lieblingsdarbietungen von allen Filmen, in denen er mitgewirkt hat. Besonders eine Szene beeindruckte den Regisseur am meisten: "Ich erinnere mich daran wie sie es schaffte, mich zu beeindrucken. So ließ sie einen lebenden Vogel aus ihrem Mund fliegen, lernte den Umgang mit einer Peitsche und tanzte mit High-Heels über Häuserdächer." Daran erinnern wir uns auch besonders gerne.
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