Terminator - Die Erlösung (2009)

Originaltitel: Terminator Salvation
Terminator - Die Erlösung Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Terminator - Die Erlösung: Furioses, düsteres SciFi-Action-Spektakel mit "Batman" Christian Bale als grimmiger Gallionsfigur.

Amerika im postapokalyptischen Jahr 2018: John Connor (Christian Bale) führt den Widerstand der restlichen Menschheit gegen die Terminatoren-Armee von Skynet. Doch diese Zukunft ähnelt kaum der, auf die er sich jahrelang vorbereitete. Da taucht ein Fremder auf, der angeblich zum Tode verurteilte Marcus Wright (Sam Worthington). Während Skynet seinen finalen Schlag vorbereitet, spionieren sie die Organisation aus, um Skynets Geheimnis zu ergründen.

Die Actionpackung des Jahres ist der langersehnte vierte Part der “Terminator”-Saga. Das düstere SF-Spektakel markiert zugleich den Beginn einer neuen Trilogie mit “Dark Knight”-Ritter Christian Bale im Kampf gegen die Maschinen. Ur-Terminator Arnold Schwarzenegger hat einen Gastauftritt.

Das Jahr 2018, der Krieg zwischen Menschen und Maschinen ist ausgebrochen. John Connor führt den Widerstand gegen Skynet und seine Armeen von Terminatoren. Die Zukunft, die für Connor von Kindesbeinen an in Stein gemeißelt schien, wird durch die Ankunft des geheimnisvollen Marcus Wright in Teilen geändert. Connor muss herausfinden, ob Marcus aus der Zukunft oder der Vergangenheit geschickt wurde, während die beiden Krieger sich auf den Weg ins Herz des Feindes machen. Dort entdecken sie das Geheimnis von Skynet, das das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

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Auf DVD & Blu-ray (3)

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenig Story, viel Krawall – und trotzdem Unterhaltung pur: So und nicht anders hat ein waschechter Sommer-Blockbuster auszusehen.
  • Am 4. Juni sind wir erlöst: Länger hätten wir auch nicht mehr auf den ultimativen Maschinenwinter warten wollen. Und die neue Folge der “Terminator”-Reihe wird allen Erwartungen gerecht – sie löst das mit Spannung ersehnte Versprechen ein, Science Fiction und Action auf Kernfusionstemperatur zu verschmelzen. Sie dringt zum großen Mythos vor, der wie ein Damoklesschwert über den Vorgängern schwebte, ihr Antrieb war und dennoch eine Leerstelle blieb: Judgement Day.

    Mit 200 Mio. Dollar in der Portokasse – weidlich für Spezialeffekte und Sprengstoff verwendet – geht die Geschichte um den Retter der Menschheit weiter: John Connor, verkörpert vom derzeit wohl besten Schauspieler, Christian Bale (“The Dark Knight”). Er ist Angelpunkt einer fulminanten Materialschlacht, eingepackt in ein finsteres Endzeit-Szenario, wo Hoffnung das knappste gut der Welt ist: Denn anno 2018 hat die künstliche Intelligenz des Verteidigungssystems Skynet die Macht übernommen und die Menschheit ausgelöscht. Vor 14 Jahren entwickelte das System ein eigenes Bewusstsein und wendete sich gegen seine Erschaffer, indem es den totalen nuklearen Krieg entfesselte – so endete der dritte Teil von 2003. Überlebende in verstrahlten Ruinen werden nun von einer Armee Terminatoren gnadenlos gejagt. Unter ihnen auch John Connor, der die atomare Katastrophe kommen sah, aber nicht verhindern konnte. Er führt mit versprengten Partisanen den erbitterten Widerstand an.

    Doch diese Welt ist anders als jene, auf die er sich seit Kindesbeinen vorbereitet hatte: Ein Grund für den veränderten Ablauf der Zeit könnte der geheimnisvolle Marcus (Sam Worthington, demnächst auch in “Avatar”) sein, der plötzlich auftaucht und eine Schlüsselfigur im Kampf gegen Skynet darstellt. Nur kann John ihm trauen? Seine Frau Kate (Bryce Dallas Howard, “Spider-Man 3″), der junge Kyle Reese (Anton Yelchin, der neue Chekov in “Star Trek”) und Blair (sammelt derzeit Erfahrung mit Zeitreisen in “Journeyman”: Moon Bloodgood) melden berechtigte Zweifel an. Ob der angeblich erinnerungslose Marcus aus der Vergangenheit gerettet oder aus der Zukunft geschickt wurde, könnte das Schicksal der letzten Menschen entscheiden. Denn Skynet holt bereits zum finalen Schlag aus, weshalb John und Marcus zu einer Odyssee aufbrechen und in das Herz des stählernen Feindes vordringen müssen, um das furchtbare Geheimnis hinter der Auslöschung unserer Spezies zu lüften.

    Natürlich darf T-800-Ikone Arnold Schwarzenegger nicht fehlen, der seit dem legendären Erstling von 1984 der Killermaschine seine wuchtige Physis verlieh, aber diesmal nur einen Kurzauftritt absolviert. Denn längst hat eine neue Generation Terminatoren das Feld erobert und zeigt schrecklich schöne Variationen nie gesehener Kampfroboter. McG, der mit “3 Engel für Charlie” das Überdrehte feierte, beweist, dass er die Erdung nicht verloren hat und zeigt sich würdig, die düster-ernste Tradition der Vorgänger zu wahren.
  • Nach Rambos eher verzichtbarem Comeback findet eine weitere Achtziger-Actionikone der auf Blockbuster spezialisierten Firma Carolco ihren Weg auf die Leinwand zurück. Angesichts des apokalyptischen Szenarios und der staubigen Wüsten-Location fühlt man sich bei der dritten „Terminator“-Fortsetzung unweigerlich in diese Kinoperiode versetzt, als sich einst Untergangsstimmung, Road Movie-Faszination und Zivilisationskritik verbanden. Der Unterschied zu früher liegt in der perfekteren Tricktechnik, wobei im „Transformers“-Zeitalter die riesiger Roboter, Flugzeuge und Maschinenwesen immer gigantischer ausfallen, und einer im Hinblick auf die jugendliche Zielgruppe etwas zurück genommene Gewaltdarstellung.

    Mit der Exposition im Jahr 2003 geht die neuerliche Auseinandersetzung zwischen dem „Big Brother“-System und den Menschen in die vierte Runde. Die von Helena Bonham Carter verkörperte Genetikforscherin Serena Kogen überzeugt den Brudermörder Marcus Wright, seinen Körper der Wissenschaft zur Verfügung zu stellen. Dabei gehört die krebskranke Wissenschaftlerin, noch von einer Technikhandhabe als dienende Funktion überzeugt, sicherlich zu den interessantesten neuen Charakteren, doch sie verschwindet schnell weitgehend aus der Handlung. Ihr ‚Werkzeug’ Marcus Wright, der sich im Konflikt zwischen Widerstand und Skynet befindet, muss sich bald für eine Seite entscheiden. Obwohl es sich bei dem Auferstandenen um einen Infiltrationsprototyp handelt, einen Cyborg mit menschlichen Eigenschaften, lässt ihn diese Eigenschaft lebendiger wirken als die restlichen Protagonisten.

    Im Verlauf verlagert sich allerdings die Erzählperspektive von Wright auf John Connor. Ohnehin wurde die Rolle des späteren Rebellenführers erst mit Christian Bales Engagement ausgebaut, Endzeit-erfahren durch „Herrschaft des Feuers“ oder „Equilibrium“. Auf der Milizseite finden sich zudem „Mr. Chekov“ Anthony Yelchin als angehender Résistancekämpfer Kyle Reese und Bryce Dallas Howard als John Connors schwangere Frau Kate, die von Teil drei zu vier verjüngt wurde, da ihre zwei Jahre ältere Vorgängerin Claire Danes eine Rückkehr ablehnte.

    Die Neuauflage fiel wesentlich überzeugender aus als „Rebellion der Maschinen“ von 2003, der sein Pulver schon nach der ersten fulminanten Verfolgungsjagd verschossen hatte. Im harten Actiongenre erweist sich der Ex-Musikvideoregisseur McG durchaus versiert, was man nach seinen überdrehten „3 Engel für Charlie“-Werken nicht unbedingt erwarten konnte. Schon John Conners Einführung wirkt als technische Meisterleistung, wenn ihm die Kamera ungeschnitten in einen offenen, abfliegenden Helikopter folgt, bis der abgeschossene Hubschrauber schließlich auf seinem Dach eine unfreiwillige Landung vollführt.

    Dagegen zeigt sich das Skript von John Brancato und Michael Ferris, schon Autoren des Vorgängerfilms, als weitgehend humorlos. Die meisten Lacher erntet noch das „I’ll be Back“-Zitat. Dieses Mal ertönt es nicht aus dem Mund von Arnold Schwarzeneggger, dem immerhin ein digitaler Kurzauftritt als T-800 beschert wurde – versehen allerdings mit dem Gesicht des jungen Arnie aus Teil eins. Zudem zitieren oder variieren McG und das Autorenduo noch weitere einprägsame Dialoge sowie Situationen aus früheren Folgen. Für eingefleischte Fans, bei denen dieser Beginn einer angeblich neuen Trilogie nicht nur auf positive Resonanz stieß, gibt es somit einiges zu entdecken – allerdings auch mehrere Löcher und Ungereimtheiten in der Handlung. So verwundert ebenso der Umstand, dass Widergänger Wright von seiner Hybrid-Umwandlung lange Zeit nichts merkt bis zur finalen, spielend einfachen Skynet-Überrumpelung. Ein mächtiges, allwissendes System würde sich nicht so leicht täuschen lassen. Doch schließlich ist die letzte Schlacht noch lange nicht geschlagen, und der Schlussmonolog lässt gleich die Hintertür für die nächste Folge offen.

    Fazit: Ein technisch perfekter, rasant inszenierter Endzeit-Actionfilm in überzeugender Kulisse, dessen zahlreiche Logikbrüche nicht zu übersehen sind.
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