Take Shelter (2011)

Take Shelter Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Take Shelter: Psychologisches Drama über einen gewöhnlichen Ehemann und Vater, der von Alpträumen über einen apokalyptischen Sturm verfolgt wird und einen Bunker für seine Familie baut.

Curtis LaForche lebt mit seiner Frau und ihrer sechsjährigen, tauben Tochter ein bescheidenes Leben in einer Kleinstadt in Ohio. Das Geld der jungen Familie ist ewig knapp, dennoch kommt man stets irgendwie über die Runden. Doch dann wird Curtis immer häufiger von schrecklichen Albträumen über einen apokalyptischen Sturm heimgesucht. Er entschließt sich, in seinem Garten einen Bunker zu bauen – ein Umstand, der nicht nur Samantha beunruhigt und verwirrt. Vielleicht ist Curtis ja auch krank – denn in seiner Familie gibt es eine Geschichte von Schizophrenie.

Ein Mann befürchtet, von apokalyptischen Träumen in den Wahnsinn getrieben zu werden, und baut im Garten einen Bunker für seine Familie. Exzellentes psychologisches Drama über einen gewöhnlichen Ehemann und Vater, der von Alpträumen über einen apokalyptischen Sturm verfolgt wird.

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Kritikerrezensionen

  • Allein der Titel von Jeff Nichols zweitem Spielfilm „Take Shelter“ (Unterschlupf suchen) beschreibt schon die komplette Handlung: Aufgrund seiner Obsession für einen privaten Bunker entwickelt sich ein stoischer Mann zum verlachten Außenseiter, worunter zunehmend Gesundheit, Finanzen und Familienglück leiden. Doch die so eindringliche wie nüchterne Inszenierung sowie die überragende Leistung des Hauptdarstellers sorgten dafür, dass das realistische Drama mit fantastischen Einschlag Auszeichnungen auf nahezu allen eingesetzten Festivals von Cannes über Toronto bis zu Hamburg erringen konnte. Dabei entwickelt das ruhig entwickelte Porträt einer schleichenden Irritation durchaus seinen eigenen Rhythmus, wobei eine leichte Straffung in manchen Momenten nicht geschadet hätte.

    Regisseur Nichols und Hauptdarsteller Michael Shannon knüpfen an ihre erste Zusammenarbeit mit "Shotgun Stories" an, der Chronik einer urbanen Familienfehde und eine präzise Studie über (De-)Eskalation von Gewalt. Auch dieses Mal offenbart die zunächst friedfertige Kleinstadtatmosphäre langsam ihr vorhandenes Spannungspotential. Schon eine kleine, aber nachhaltige Irritation kann dazu führen, dass eine verschworene Gemeinschaft auseinander bricht, soziale Isolation und finanzieller Notstand drohen sowie eine unbestimmte Daseinsfurcht die Oberhand gewinnt. Überspitzt mögen die apokalyptischen Visionen die Existenzängste des amerikanischen Mittelstands widerspiegeln, die sich im möglichen Verlust von Job und Familie manifestieren.

    Immer wieder brechen kurze Horrorvisionen in Curtis geregelten Alltag ein, die Jeff Nichols anfänglich mit einem detaillierten Porträt des Freundeskreises und der häuslichen Routine skizziert. Ebenso werden an anderen Stellen die einschneidenden Konsequenzen seiner Entscheidungen um Kreditaufnahme und Krankenversicherung manchmal zu breit ausgespielt, aber die präzise Kameraarbeit und die sensiblen Darstellerleistungen tragen merklich zur psychologischen Glaubwürdigkeit bei. Hierbei setzten die mitproduzierenden Strause-Brüder ihre perfekten Spezialeffekte ökonomisch sinnvoll ein. Als Regisseure eigener Stoffe konnten die CGI-Experten mit „Aliens vs. Predator 2“ und „Skyline“ weniger überzeugen, doch die kurzen Halluzinationen einer aggressiv-destruktiven Natur, die der Zuschauer zunächst für real hält, unterstreichen Curtis fatale Entscheidungen nachdrücklich.

    Lange hält es Jeff Nichols offen, ob es sich bei den Albträumen um eine prophetische Gabe oder um Schizophrenie hält. Meisterhalt konzentriert sich die Inszenierung am Ende ganz auf die Gesichter der Charaktere, um die finale Entwicklung zu unterstreichen. Wie Curtis oft keine Worte für seine düsteren Vorahnung findet, setzt Nichols zu Recht auf die Kraft seiner unheilvollen Bilder.

    Fazit: Eindingliche, aber langsam aufgebaute Chronik einer schleichenden Paranoia als US-Zeitbild mit überzeugenden Darstellern und Spezialeffekten.
  • Packendes, differenziert gespieltes Psychodrama um einen Mann, der von Apokalypse-Albträumen heimgesucht wird und daraufhin beginnt, einen Bunker zu bauen.

    Verrückter oder Prophet? Michael Shannon, der in “Superman: Man of Steel” den Bösewicht geben wird, kooperiert bei “Take Shelter” wieder mit “Shotgun Stories”-Regisseur Jeff Nichols und spielt einen Familienvater, der plötzlich von schrecklichen Visionen einer drohende Apokalypse heimgesucht wird. Von Angst getrieben, beginnt er im Garten einen Bunker zu bauen. In Sundance wurde der Film gefeiert, in Cannes mit dem Großen Preis und auch fürs beste Drehbuch in der Sektion “Semaine de la Critique” ausgezeichnet.

    Curtis LaForche (Shannon) ist ein Malocher, der alle Hände voll zu tun hat, seine kleine Familie über die Runden zu bringen. Im ruralen Ohio schuftet er in einem Kieswerk, Ehefrau Samantha (Jessica Chastain) verkauft gelegentlich selbst genähte Kleider. Das Geld ist knapp, zumal die medizinische Versorgung und schulische Ausbildung der tauben Tochter (Tova Stewart) teuer sind. Zu allem Überfluss beginnt Curtis auch noch von einem alles vernichtenden Sturm zu träumen. Ein verheerendes Desaster droht – aber vielleicht bildet er sich das alles ja nur ein, gibt es in seiner Familie doch einen Geschichte von Schizophrenie.

    Was auf den ersten Blick wie ein typisches Horrorfilmszenario aussieht, nutzt Nichols, der auch das Drehbuch verfasste, als Allusion auf die Zustände in den heutigen USA: Finanzkrise, Klimakatastrophe, Konkurrenz durch illegal eingewanderte Billigarbeitskräfte, Versicherungsdebatte (Curtis’ Tochter soll sich einer teuren Operation unterziehen)… der drohende Tornado hat Stellvertretercharakter, kommt er, ist es vorbei mit “God’s Own Country”. Aber ohne Kampf gibt ein aufrechter Amerikaner nicht auf – hilf dir selbst, so hilft dir Gott: Also packt Curtis zu – auch wenn alle anderen ihn für verrückt erklären.

    Thriller, Mystery, Psychodrama, Elemente all dieser Genres finden sich hier, einer klaren Zuordnung entzieht sich das Werk. Das (schockierende) Ende vorauszusehen ist für den Zuschauer ebenso unmöglich, wie LaForche seinem Schicksal zu entrinnen. Immer wieder blickt er gebannt gen Himmel, dramatisch ziehen sich die (CG-)Wolken zusammen, während David Wingos düsterer Score an den Nerven zerrt. Mittendrin brilliert ein überaus zurückhaltend agierender Michael Shannon (“Boardwalk Empire”), Spezialist für getriebene Charaktere, als zweite Naturgewalt, während Chastain wie schon in “Tree of Life” als fürsorgliche Mutter besticht. Bleibt Adam Stones funktionale Kameraarbeit zu loben, die Shannon hautnah begleitet und den Film mit einem dokumentarischen Look versieht.

    geh.

Darsteller und Crew

News und Stories

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