Rubinrot (2013)

Rubinrot Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (4)
  1. Ø 4.3
Kritikerwertung (2)
  1. Ø 2.8

Filmhandlung und Hintergrund

Rubinrot: Der Fantasy-Kult von Bestseller-Autorin Kerstin Gier im Kino: Die 16-jährige Gwen hat ein Zeitreise-Gen geerbt und erkundet die Weltgeschichte.

Gwendolyn ist ein ganz normaler 16-jähriger Teenager – sieht man einmal davon ab, dass sie ein Zeitreise-Gen besitzt, das in ihrer Familie vererbt wird. So wird sie immer wieder vom heutigen London aus durch die Historie gewirbelt – genauso wie Gideon, der arrogante Freund ihrer Schwester Charlotte, mit dem sie sich zusammentun muss, um unterstützt von einer geheimnisvollen Loge das Geheimnis ihrer Familie aufzuklären. Erschwert wird ihre ohnehin gefährliche Mission durch den Umstand, dass Gideon auf den zweiten Blick gar kein so unrechter Typ ist.

Gwendolyn ist ein ganz normaler 16-jähriger Teenager – sieht man einmal davon ab, dass sie ein Zeitreise-Gen in sich trägt, das in ihrer Familie vererbt wird (und eigentlich ganz woanders vermutet wurde). So wird sie vom heutigen London aus durch die Historie gewirbelt – genauso wie Gideon, der arrogante Freund ihrer Schwester Charlotte, mit dem sie sich zusammentun muss, um das Geheimnis ihrer Familie aufzuklären. Erschwert wird die heikle Mission durch den Umstand, dass Gideon auf den zweiten Blick gar kein so unrechter Typ ist.

Zu ihrer Überraschung erfährt Gwendolyn, dass sie etwas Besonderes ist, und große Abenteuer auf sie warten. Spezialeffekte und Story à la Hollywood in einem deutschen Fantasy-Abenteuer nach populärer Romanvorlage.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

So werten die User Ø
(4)
5
 
3 Stimmen
4
 
0 Stimmen
3
 
0 Stimmen
2
 
1 Stimme
1
 
0 Stimmen
So werten die Kritiker (2 Stimmen)
5
 
0 Stimmen
4
 
1 Stimme
3
 
0 Stimmen
2
 
1 Stimme
1
 
0 Stimmen

Wie wertest Du? Klicke auf einen der Sterne:

Kritikerrezensionen

  • Die Verfilmung der Romantrilogie "Liebe geht durch alle Zeit" von Kerstin Gier bietet eine populäre Mischung aus Fantasy-Abenteuer und Teenager-Romanze. Der erste Teil "Rubinrot" von Regisseur Felix Fuchssteiner ("Draußen am See") bildet den Auftakt, dem später "Saphirblau" und "Smaragdgrün" folgen sollen.

    Im Zentrum steht die 16-jährige Gwen, die allmählich hinter die Pläne und Machenschaften der zeitreisenden "Wächter" kommt, deren Gen sie in sich trägt. Einer der Konflikte dreht sich um die Auseinandersetzung der Internatsschülerin mit ihrer eingebildeten rothaarigen Cousine Charlotte, die sich als einst umworbene, angebliche Genträgerin nun zurückgestuft fühlt. Anfangs empfindet Gwens Zeitreisepartner Gideon, zuvor mit Charlotte liiert und ihr weiterhin die Treue haltend, nur Verachtung für seine erzwungene Gefährtin. Doch natürlich entwickelt sich zwischen Aschenputtel und ihrem abweisenden Prinzen langsam eine starke Zuneigung. Einher geht Gwens "Coming-of-Age" mit ihrer Erziehung in Sachen Umgangsformen des 18. Jahrhunderts, damit sie als jugendliche Society-Lady nicht negativ auffällt. Zwischen herausfordernden Aufgaben und Liebeskummer fällt es dem unternehmungslustigen Mädchen anfangs schwer, sich einzugliedern.

    Für die Kinoadaption wurde die Ich-Perspektive der Vorlage aufgegeben sowie die chronologische Reihenfolge bestimmter Szenen aufgebrochen. Gwens entscheidende Begegnung mit Lucy Monrose (Josefine Preuß) und Paul de Villiers (Paul Bartholomäi), die im holprigen Prolog vor der Loge in die Vergangenheit fliehen, findet schon im Mittelteil statt. Dafür wurde manche Actioneinlage hinzu gefügt. Man versuchte, dem auf Fortsetzung angelegten ersten Roman einen runden filmischen Abschluss zu verleihen, was nur bedingt geglückt ist, da das Ende etwas abrupt erscheint.

    Da die Handlung in England angesiedelt ist, dienten einige britische Sehenswürdigkeiten wie die Millenniumsbrücke als Schauplatz. Der größte Teil wurde allerdings in deutschen Drehorten wie Aachen, Bayreuth oder Coburg gefilmt. Ein wenig fühlt man sich an die alten Edgar Wallace-Schinken erinnert, wo man mit viel weniger Aufwand stets vorgab, sich in englischen Gefilden zu bewegen. Ebenfalls erinnert die Besetzung mit zahlreichen deutschen Stars bis in die Nebenrollen hinein an diese Klassiker.

    Mancher Darsteller wie Axel Milberg oder Gottfried John wirkt dabei mitunter unbeteiligt. Das größte Manko der Fantasy-Produktion stellt jedoch der deplazierte Uwe Kokisch als intriganter Logengroßmeister da, der in keiner Sekunde eine bedrohliche Aura verströmen kann. Dagegen fielen die Leistungen der jungen Akteure weitaus akzeptabler aus. Zudem sind Kostja Ullmann als nur für Gwen sichtbarer Schulgeist und Katharina Thalbach in ihrer Standartrolle als verschroben-spleenige Schachtel für die Humoreinlagen zuständig.

    Insgesamt bleibt "Rubinrot", auch im Hinblick auf die durchwachsenen Spezialeffekte, um einiges hinter den angestrebten Hollywood-Vorbildern wie "Twilight" oder "Beautiful Creatures" zurück. Jedoch dürfte sich die junge Zielgruppe angenehm unterhalten fühlen, da die Mischung aus verschachteltem Mystery-Familiendrama, Zeitreiseabenteuer und jugendlichem Liebesdrama über weite Strecken funktioniert.

    Fazit: Die Jugendbuch-Adaption "Rubinrot" als Beginn einer Fantasy-Trilogie liefert ein solides Liebes-Abenteuerdrama.
  • Schwungvolle Verfilmung des ersten Teils der populären Jugendbestseller-Trilogie von Kerstin Gier um die Abenteuer zweier 16-jähriger Zeitreisender.

    “Liebe geht durch alle Zeiten”, Kerstin Giers Romantrilogie, die aus den Bänden “Rubinrot”, “Saphirblau” und “Smaragdgrün” besteht, wurde bereits über eine Million Mal verkauft. Um zeitlose Liebe geht es, um spektakuläre Zeitreisen und verzwicke Familienbande. Da kommt einem Stephenie Meyers “Twilight”-Saga in den Sinn. Ähnlich diesem Erfolgs-Franchise hat Felix Fuchssteiners Adaption des ersten Buches der Reihe das (weibliche) Teen-Publikum fest im Auge, genauso wie die Versatzstücke des populären Fantasy-Genres.

    “‘Rubinrot’, sagt der Regisseur, “hat alles, was Kino ausmacht. Man wird in eine ganz eigene Realität entführt, es gibt historische Szenen, tolle Kostüme, Pferde – kurzum, alles was man als Filmemacher immer schon mal machen wollte, und das alles in einem einzigen Film”. Ein ehrgeiziges Unterfangen, dessen Potenzial außer Frage steht. Heldin der Geschichte ist die 16-jährige Gwendolyn Shepherd (Maria Ehrich), ein eigentlich ganz durchschnittlicher Teenager – sieht man einmal davon ab, dass sie ein Zeitreise-Gen besitzt, das sie immer wieder unverhofft durch die Epochen wirbelt. Auch der arrogante Freund ihrer Schwester Charlotte, Gideon de Villiers (Jannis Niewöhner) hat dieses Gen. Mit ihm muss sie sich zähneknirschend zusammentut, um unter Anleitung einer geheimnisvollen Loge, das Geheimnis ihrer Familie aufzuklären.

    Sind die Personen eingeführt und der Plot ausgelegt – ein Prozess, der bei Filmen dieser Art immer einer gewissen Zeit und auch Geduld bedarf – legt der Filmemacher mit einem eleganten, technisch soliden Zeitsprung los, der seine Heldin vom heutigen – das turbulente Abenteuer spielt in der Themsemetropole – ins viktorianische London katapultiert. Für diese Zeit trägt sie natürlich die falsche Klamotten, benutzt die falschen Ausdrücke usw., woraus sich immer wieder komische Momente ergeben. Doch weil sie ein aufgeweckter Teenager ist, findet sich Gwendolyn in der fremden Welt schnell zurecht. Problematisch ist eher, dass sie sich Gideons Charme nicht so einfach zu entziehen vermag.

    Fuchssteiner (“Draußen am See”) nutzt, nach dem nah an der Vorlage angesiedelten, mit direkter, frischer Sprache versehenen Drehbuch von Katharina Schöde (“Die Kurve”) die Möglichkeiten der Gattung. Frei von allgegenwärtigem Realismus, erschafft er eine eigene, farbenfrohe Ästhetik, baut auf Action wie Fechteinlagen und rasende Kutschenfahrt, nutzt geschichtsträchtige (Wartburg) wie moderne Locations (Millenium-Bridge), erlaubt sich (zwei) Hubschrauberflüge und setzt auf die Chemie der sympathischen Hauptdarsteller Ehrich (“Doctor’s Diary) und Niewöhner (“Gangs”). Mit beliebten deutschen Charakterdarstellern wie Veronica Ferres, Katharina Thalbach, Uwe Kokisch, Gottfried John, Rüdiger Vogler oder Axel Milberg sind die Nebenrollen besetzt, Spezialeffekte wie Stunts können sich sehen lassen. Die Mischung stimmt. geh.
  • Die Verfilmung des Bestsellers gibt sich aufwendig, leidet aber am durchwachsenen Schauspiel und der Verweigerung, echtes Drama in die Geschichte einfließen zu lassen.
Alle ansehen

Darsteller und Crew

News und Stories

Kommentare

Liebe Nutzer, wir überarbeiten unser Kommentarsystem um es in Zukunft noch nutzerfreundlicher und weiter zugänglich zu machen. Bitte habt noch etwas Geduld mit uns, wir werden es euch dann bald an dieser Stelle zur Verfügung stellen.