Eagle Eye - Außer Kontrolle (2008)

Originaltitel: Eagle Eye
Eagle Eye - Außer Kontrolle Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Eagle Eye - Außer Kontrolle: High-Concept-Thriller mit den Nachwuchsstars Shia LaBeouf und Michelle Monaghan.

Gerade erst ist der erfolgreiche Zwillingsbruder von Jerry (Shia LaBeouf) unter mysteriösen Umständen verschwunden, da taucht auf Jerrys Konto plötzlich eine riesige Geldsumme auf. Zuhause findet er Sprengstoff, Gift, Waffen und einen falschen Pass mit seinem Foto. Da stürmt das FBI herein und Jerry flieht mit der allein erziehenden Mutter Rachel (Michelle Monaghan). Beide sind zu Marionetten einer skrupellosen Terrorzelle geworden und sollen ein Attentat begehen.

Eine Drehbuchidee von Steven Spielberg vereint Shia LaBeouf (“Transformers”) und Regisseur D.J. Caruso nach “Disturbia” erneut. Diesmal zu einem düster-packenden Paranoia-Thriller, indem zwei Unschuldige als Terroristen gejagt werden und sich als Teil eines schmutzigen Plans wiederfinden.

Die jungen Amerikaner Jerry und Rachel sind einander völlig fremd. Doch ihre Schicksale sind miteinander verknüpft. Sein Zwillingsbruder und ihr Kind verschwinden spurlos und plötzlich befinden sie sich gezwungenermaßen mitten in einem Terroristen-Netzwerk, das die Ermordung einen prominenten Politikers vorbereitet.

Jerry Shaw vertrödelt als Lebenskünstler seine Zeit – anders als sein Zwillingsbruder, der beim Militär Karriere gemacht hat. Kurz nach der Nachricht, sein Bruder sei gestorben, gerät Jerrys Leben aus den Fugen: Das FBI hält ihn für einen potenziellen Terroristen und macht Jagd auf ihn. Eine ihm unbekannte Vereinigung, die sich durch eine Computerstimme per Telefon manifestiert, hält die Verfolger auf Distanz und hat eine spezielle Aufgabe für Jerry, wobei ihm die ebenso unbedarfte junge Mutter Rachel helfen soll.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wir leben in einem Zeitalter, wo Handy, Pager, BlackBerry – dieser ganze Schnickschnack für viele von uns unverzichtbar geworden ist. Nahezu alles lässt sich mittlerweile übers Internet erledigen. Seit dem 11. September haben wir zwar hin und wieder ein flaues Gefühl im Magen, weil wir wissen, dass wir Dank GPS und Co. überall geortet werden könnten. Zu Hause lassen wir unser Handy allerdings trotzdem nicht, aber was passiert, wenn diese technischen Raffinessen nicht zu unserer Sicherheit eingesetzt werden? Jerry und Rachel erhalten die Antwort darauf. Schon Kubrick demonstrierte mit „2001 – Odyssee im Weltraum“ welch schreckliche Folgen es haben kann, wenn die Menschheit sich zu sehr auf Computer und dergleichen verlässt und auch D.J. Caruso entwirft mit „Eagle Eye“ ein wahrhaftes Schreckensszenario. Jedes Mal, wenn Jerry glaubt, entkommen zu sein, taucht die „Stimme“ durch eine andere Quelle wieder auf. Das Handy eines anderen, eine Leuchtreklame, sie kann sogar sämtliche Ampelschaltungen und Züge kontrollieren. Rachel und Jerry haben keine Wahl, eine Zuwiderhandlung bliebe auf gar keinen Fall unbemerkt und würde schreckliche Konsequenzen nach sich ziehen.

    „Eagle Eye“ ist ein Actionfilm – keine Frage und als solcher beinhaltet er zahlreiche Standardsituationen, wie Verfolgungsjagden im Auto oder zu Fuß, Schlägereien und Schießereien. Die Verfolgungsjagd auf dem Gepäckband im Innern eines Flughafens und die Flucht vor unzähligen Polizeiautos, welche auf einem Schrottplatz endet, sind dabei besonders sehenswert. Letztere deutlich im Stil der Actionfilme aus den 70ern wie beispielsweise „French Connection“ (William Friedkin; 1971). Es ist das erste Mal, dass Jerry und Rachel bewusst wird, wie groß die Macht der „Stimme“ sein muss, denn sie gibt genaue Anweisungen wie schnell Rachel fahren soll, wann ihr Fuß auf dem Gas bleiben und wann wie stark gebremst werden soll und stellt währenddessen sämtliche Ampeln für die beiden auf grün. Und in der Tat sind es nur Polizeiwagen, die geschrottet werden. Auch wenn die Actionsequenzen in „Eagle Eye“ auf Altbekanntes zurückgreifen, zittert man als Zuschauer trotzdem mit, weil die wenigen Minuten Figurenetablierung zu Beginn des Films völlig ausreichen, um mit Jerry und Rachel zu sympathisieren.

    Heutzutage gehört es ja fast schon zum guten Ton, solche Szenen mit derart verwackelter Kamera aufzuzeichnen und so unglaublich schnell zu schneiden, dass der Zuschauer fast nichts mehr erkennen kann. Das beste Beispiel momentan dürfte da „Batman – The Dark Knight“ darstellen. Caruso entschied sich in Zusammenarbeit mit Kammermann und Cutter für ein nicht ganz so rasantes Verfahren. Schnell geschnitten und verwackelt ja, aber immer noch langsam genug für das Auge des Zuschauers, dennoch gleichzeitig so schnell, dass er kaum Zeit zum Luftholen hat.

    Der Verlauf der Beziehung zwischen Rachel und Jerry ist allerdings nicht von vorhergehenden Actionfilmen abgeguckt, denn nach dem gängigen Genremuster müssten die beiden eigentlich bei der sagen wir mal drittbesten Gelegenheit über einander herfallen. Tun sie aber nicht. Lediglich das Vertrauen zu einander wächst – allerdings langsam und nicht uneingeschränkt.

    Beeindruckend ist Shia LaBeoufs schauspielerisches Talent. Tat er sich doch bisher in Produktionen wie „Transformers“ und „Disturbia“ – letztere ebenfalls unter der Regie von J.D. Caruso – als Milchbübchen hervor, steht er in „Eagle Eye“ durchaus seinen Mann, beziehungsweise verwandelt sich glaubhaft von einem grünen Jungen auf der Suche nach sich selbst in einen jungen Mann, der Dinge zu leisten im Stande ist, die er nie für möglich gehalten hätte. Er ist jetzt zwar immer noch ein Milchbübchen, aber immerhin eins mit Bartwuchs und es ist durchaus möglich, dass ihm nicht sein Mitwirken an „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ seinen Durchbruch als Leadingman verschaffen wird, sondern sein Spiel in „Eagle Eye“.

    J.D. Carusos Regiearbeit ist und bleibt ein Actionfilm, der hier und da auf Altbewährtes zurückgreift und es gegebenenfalls optimiert, aber als solcher ist er absolut sehenswert und mit Sicherheit wird das ein oder andere Handy nach dem Kinobesuch nicht gleich wieder angeschaltet.

    Fazit: Gelungenes Actionfeuerwerk, das kaum Zeit zum Luftholen lässt.
  • Big Brother is watching – mit George Orwells Vision von der totalitären Überwachung als Prämisse gelingt DJ Caruso ein adrenalintreibender, düsterer Verschwörungsthriller.

    Bereits vor zwölf Jahren hatte Steven Spielberg die Idee zu “Eagle Eye – Außer Kontrolle”. Als es nun darum ging, das Projekt zu realisieren, übertrug der Meister die Regie DJ Caruso und zeichnet selbst “nur” noch als ausführender Produzent verantwortlich. Die beiden kennen sich von “Disturbia”, sie haben da schon erfolgreich kooperiert, mit Shia LaBeouf als Star, der auch hier die Hauptrolle spielt.

    Als Jerry Shaw, Angestellter eines Copy-Shops, führt er ein typisches Junggesellendasein, bis er eines Tages die Nachricht vom Tod seines Zwillingsbruders erhält. Kaum von der Beerdigung zurück, gerät sein Leben aus den Fugen. Jerrys Kontostand beläuft sich plötzlich auf 750.000 Dollar und sein Apartment gleicht einem Waffenlager. Das Telefon klingelt und eine weibliche Stimme warnt: “Das FBI wird in 30 Sekunden in ihrer Wohnung sein. Sie müssen verschwinden” Jerry weiß nicht, was er von dem Anruf halten soll. Er fragt nach. Da fliegt schon die Haustür aus den Angeln. Die atemlose Nonstop-Hatz beginnt.

    Der Jedermann, der aus seinem Trott gerissen wird und, um die eigene Haut zu retten, über sich hinauswächst, das kennt man von Alfred Hitchcock und dessen Lieblingshelden Cary Grant. Der tat sich einst mit Eva Marie Saint gegen den “unsichtbaren Dritten” zusammen, derweil Jerry hier von der alleinerziehenden Rachel (Michelle Monaghan) Schützenhilfe bekommt. Auch sie wird von der Telefonstimme wie eine Marionette gelenkt, soll gemeinsam mit Shaw ein Attentat durchführen, sonst wird, so die Drohung der Unbekannten, ihr achtjähriger Sohn sterben.

    Über die Plausibilität des von einem Autoren-Quartett verfassten, arg konstruierten Drehbuchs zu räsonieren, ist müßig, Fakt bleibt die omnipräsente Überwachung des modernen Menschen und dessen daraus resultierendes Gefühl der Ohnmacht vor der Bedrohung durch einen unbekannten Gegner. Von dieser Vorgabe ausgehend, entfaltet sich ein spannender Hightech-Thriller, den Caruso mit einem stimmigen 70er-Jahre “Drei Tage des Condor”-Look versieht.

    Der Rest ist Kinetik pur – präsentiert mit den modernsten Mitteln des zeitgenössischen Kinos. Ein absolutes Highlight dabei die Verfolgungsjagd am Flughafen, bei der Jerry und Rachel von den Agenten Morgan (Billy Bob Thornton) und Perez (Rosario Dawson) gejagt werden. Über das ausgefeilte DHL-Paketfördersystem geht es da, hinein ins labyrinthische Innenleben des Airports. Wie auf einer Achterbahn fühlt man sich, zieht mit den Protagonisten den Kopf ein und verliert bei den abrupten Richtungswechseln fast die Orientierung – eine Meisterleistung in Sachen Schnitt (Jim Page) und Kamera (Dariusz Wolski). Die wenigen Momente der Ruhe gehören LaBeouf, der den liebenswerten Loser mit lässiger Nonchalance gibt, während Monaghan wenig Raum zur Entfaltung bekommt und Thornton als verbissener Häscher hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Fazit: Packende, temporeiche Action und düstere Paranoia ganz in der Tradition von “Zeuge einer Verschwörung” und “Der Staatsfeind Nr. 1″. geh.
  • Luftleeres Action-Gedöns um Nichts: Eagle Eye hätte gern Tiefgang und Aussagen - bietet aber nicht mehr als eben diesen Konjunktiv.
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Darsteller und Crew

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