Transformers (2007)

Transformers Poster
Nicht mehr im Kino.
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Filmhandlung und Hintergrund

Transformers: Erste Realverfilmung der seit Mitte der achtziger Jahre erfolgreichen Franchise über außerirdische Roboterrassen, die sich auf der Erde ein letztes großes Duell liefern.

Um auf dem Planeten Cybertron den Krieg zwischen zwei intelligenten Robotergruppen, den guten Autobots und den hinterhältigen Decepticons zu beenden, wird die Energiequelle Allspark ins All geschossen. Sie landet auf der Erde und gefriert mit dem finsteren Megatron im Eis der Arktis, bis sie Prof. Witwicky entdeckt. Sein Urenkel Sam (Shia LaBeouf) gerät in den aufflammenden Konflikt, als er einen Wagen kauft, der sich als Autobot Bumblebee entpuppt. Der will verhindern, dass die Megatrons um Starscream den Allspark finden.

Die seit 1984 zu breiter Kinderzimmer-Bekanntschaft gereifte Transformer-Saga erwacht dank neuester Technik zu übergroßem Cinemaxx-Kinoleben. Steven Spielberg produzierte das Mammutprojekt des Action-Gigantomanen Michael Bay (“Armageddon”).

Seit Ewigkeiten bekriegen sich im Weltall verfeindete Roboterrassen. Nun landen sie auf der Erde, wo sich die Energiequelle befindet, die sie so lange entzweit hat. Dort rüsten sie sich für eine letzte verzweifelte Schlacht, die auch das Ende der Menschheit bedeuten könnte.

Sam Witwicky würde alles geben, wenn nur die schöne Mikaela ein Auge auf ihn werfen würde. Mit seinem neuen Auto, das ihm sein Vater zum Geburtstag geschenkt hat, stehen die Chancen nicht schlecht. Sam ahnt nicht, dass besagtes Auto ein Autobot ist, der im Auftrag seines Anführers Optimus Prime auf Sam aufpasst: Der unwissende Sam ist es, der den Schlüssel für die Zukunft des Universums besitzt. Auch böse Transformer haben es auf den Teenager abgesehen, der sie zu ihrem eingefrorenen Anführer Megatron führen soll.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Nachdem der erste Trailer zu Transformers im Dezember letzten Jahres über die Leinwände flimmerte, war selbst die eingefleischte Fangemeinde der außerirdischen Roboter für eine Weile zufrieden gestellt. Überzeugend präsentierten Regisseur Michael Bay und Produzent Steven Spielberg die Adaption der Hasbro Spielzeuge. Die Effekte sahen gewaltig aus, die Explosionen waren atemberaubend und das Sounddesign schien Oscar-würdig. Dementsprechend waren die Erwartungen an den Film relativ hoch gesteckt.

    Nach dieser Einleitung liegt es nahe, dass der Film die Erwartungen nur beinahe erfüllt. Denn es gibt zwar die erwartete Materialschlacht, die man unter der Regie des Actionspezialisten Bay erwarten konnte, doch es ist die Handlung, die den Film nicht so recht zu tragen vermag. Altes Problem, neuer Film. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Filmbudget zwar Millionen verschlingt, doch alles nur in die Umsetzung und nicht in Zeit für die Scriptentwicklung gesteckt wird.

    Zugegeben, der Humor ist stellenweise urkomisch und das Script nimmt sich selbst nie wirklich ernst. Manchmal rutscht diese Komik jedoch in banale Kindergartenwitze ab, die man als erwachsener Mensch noch nicht einmal mehr zum Schmunzeln finden kann. Glücklicherweise bilden ist das eher die Ausnahme, nichtsdestotrotz sind alle Szenen rund um einen saftigen Oneliner konstruiert, um die Zuschauer auch wirklich permanent bei Laune zu halten.

    Das wäre gar nicht nötig gewesen, ein wenig mehr Charakterstärke dahingegen schon. Die Geschichte um Sam und Mikaela als alt bekannter Teenagerflick mit wenig neuem Charme, ist zu akzeptieren, denn schließlich geht es hier vor allem um die allseits bekannten und geliebten Transformers. Doch auch diese hätten ein wenig mehr Innenleben vertragen. Die großen Szenen gehören offensichtlich Bumblebee und Optimus Prime, während Megatron und die Decepticons viel zu kurz kommen. Megatron etabliert sich selbst mit einem tiefen und radikalen „Ich bin Megatron“ und fängt im selbigen Moment an wild um sich zu schießen, womit er bis zum Ende des Filmes auch nicht mehr aufhört. Das ist zwar irgendwo im Sinne des Charakters, aber als Transformers Laie versteht man wenig seiner Motivation.

    Womit wir bei weiteren Fragen gelandet wären. Der Allspark, von dem niemand so genau weiß, wozu er eigentlich gut ist, ist ganz offensichtlich als McGuffin gedacht, der zwar der Auslöser des ganzen Gemetzels ist, aber im Detail nicht interessiert.

    Genug der Kritik, denn Transformers ist alles in allem kein schlechter Film. Die Roboter, die von der amerikanischen Firma Industrial Light and Magic kreiert wurden, sehen fantastisch aus. Bei genauerer Betrachtung kann man selbst die Scheibenwischer der Autos in den transformierten Robotern wieder erkennen. Die Bewegungsabläufe sind grandios, und viele der Actionszene einfach nur atemberaubend.

    Vor allem das Zusammenspiel zwischen den Menschen und den Autobots ist mit viel Liebe zu Detail und Humor eingefangen worden – hat man einmal die Szene gesehen, in der sich die Roboter vor den aufgebrachten Eltern von Sam verstecken, wird einem die Komik der Situation wieder vor Augen geführt.

    Auch das amerikanische Volk ist interessant dargestellt, ganz offensichtlich führt in diesem Film der Verteidigungsminister die Geschäfte des Landes und der Präsident, der noch nicht einmal in den Credits erwähnt wird, disqualifiziert sich selbst als Banause, der nur nach seinen Ding-Dongs fordert.

    Es bleibt den Filmemacher anzuraten, für den zweiten Teil, der sicherlich folgen wird, ein wenig mehr auf Zwischenmenschliches – oder roboterhaftes – Wert zu legen und den Film nicht zu einer CGI Schlacht wie das Ende dieses Filmes ausarten zu lassen. Denn die 144 Minuten des Filmes sind zu lang, hier hätte man vieles raus schneiden können und weniger wäre tatsächlich mehr gewesen. Vermag es der zweite Teil dies einzuhalten, könnte ein echter Kracher daraus werden, denn die nötigen Voraussetzungen hat schon dieser Film erbracht, nur noch nicht in letzter Konsequenz durchgeführt.

    Fazit: Aufwendiges Actionspektakel, der es am Ende zwar ein wenig übertreibt, aber dennoch durch seinen Humor zu überzeugen vermag.
  • Michael Bay, allseits bekannter und berüchtigter Master of Desaster, stellt sein Talent für bombastische Action erstmals in den Dienst von Family Entertainment.

    Transformers, so werden jene Roboter aufgrund ihrer Fähigkeit genannt, in Windeseile neue Formen und Funktionen anzunehmen, die seit 1984 in Form von Zeichentrickserie und -film, Spielzeug, Comics und Games zum Inbegriff eines vielseitig vermarktbaren Franchise geworden sind. Michael Bay, einst gelehrigster Schüler von Jerry Bruckheimer und nun unverkennbar unter den Fittichen von Steven Spielberg, bereichert den auf der Erde angekommenen Krieg zwischen zwei Kasten von Autobots um die Live-Action-Variante. Auch der Film selbst ist ein Transformer, denn ihm muss im Verlauf der simplen und dennoch nicht immer ganz nacherzählbaren Handlung das Kunststück gelingen, sich von einem sonnendurchtränkten Teenage-Movie mit unverkennbaren Anklängen bei “Herbie” und “Knight Rider” in ein martialisch-militärisches Destruktions-Spektakel allererster Kajüte zu verwandeln. Das gelingt nicht ohne manches Knarzen im gut geölten Gefüge und ohne manches Opfer. Aber schließlich und letztendlich bleibt festzuhalten, dass es eigentlich gar nichts ausmacht, dass der menschliche Held der Geschichte, der schüchterne Hänfling Sam Witwicky, bisweilen über längere Strecken komplett aus dem Film verschwindet: Die sonnigen südkalifornischen Momente der Exposition, in denen Sam die aufregende Mikaela (wenn jemals eine Schauspielerin ihren Namen zu Recht trug, dann ist es Megan Fox) mithilfe seines neuen Autos bezirzt, sind eben nur das: Exposition, Appetithäppchen, Einstimmung auf die Action, die so sicher kommt wie das Amen in der Kirche. Wie gewohnt, geht Bay mittenrein ins Geschehen und schneidet im Stakkatorhythmus, und doch haben diese Szenen mit den zweifellos besten CGI-Aufnahmen aller Zeiten in ihrer sich stets wie ein Korkenzieher um sich selbst drehenden Schönheit eine delirierende Qualität mit absolut kathartischer Wirkung. Im Vergleich zu diesem irrwitzigen Spektakel sehen die anderen Sommerfilme Hollywoods alt aus. Natürlich kann Bay nicht auf seine grotesk überzeichneten Hero-Shots verzichten, auf eher unnötige patriotische Durchhalteparolen, aber “Transformers” ist eines jener transzendierenden Popcornkino-Vergnügen, wie man sie nicht alle Jahre erlebt: Beinahe willenlos lässt man sich von den Schlachten auf der Erde und in der Luft überrollen, wenn die Kohorten des guten Optimus Prime auf die Bösen um Megatron beim Kampf um die Zukunft des Universums Trümmerfelder hinterlassen. Und selbst die Emotion kommt nicht zu kurz – auch wenn sie passenderweise ohne Menschen evoziert wird: bei der Götterdämmerung, wenn sich die Transformers dem ungläubigen Sam (und dem mit ihm staunenden Publikum) erstmals in ganzer Pracht präsentieren. Es ist Michael Bays größter Filmmoment bislang, eine Ode an die State-of-the-Art-Möglichkeiten moderner Effekttechnik. ts.

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