Disturbia (2007)

Disturbia Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Disturbia: Kühler Thriller nach "Das Fenster zum Hof"-Vorbild, in dem ein Teenager zu der Überzeugung kommt, sein Nachbar sei ein Serienmörder.

Seit dem tragischen Tod seines Vaters kann der 17-jährige Kale (Shia LaBeouf) seine Aggressionen nicht mehr zügeln und kommt zum Leidwesen seiner hart arbeitenden Mutter Julie (Carrie-Anne Moss) dauernd mit dem Gesetz in Konflikt – bis ihn ein Richter zu drei Monaten Hausarrest verurteilt. Mit elektronischem Fußband ans Zimmer gefesselt, beginnt Kale die Nachbarschaft per Fernglas zu observieren. Dabei lernt er die süße Ashley (Sara Roemer) kennen, mit der er herausfinden will, was an Einzelgänger Turner (David Morse) nicht stimmt.

Als schnittige MTV-Ausgabe von HitchcocksDas Fenster zum Hof” wird der Klassiker ordentlich fürs Teenpublikum reloaded und mit straffer Handlung, die nicht mit Spannung geizt, kompetent von D. J. Caruso (“Taking Lives”) mit Sinn für Paranoia und Serienmord erzählt.

Nach dem Tod seines Vaters zieht sich Kale Brecht in sich selbst zurück und eckt immer häufiger mit dem Gesetz an – sehr zum Missfallen seiner allein erziehenden und hart arbeitenden Mutter Julie, die nicht verhindern kann, dass Kale schließlich von einem Richter unter Hausarrest gestellt wird. Das geht noch mehr auf Kosten seiner Psyche: Er beginnt seine Nachbarn zu beobachten und ist schnell davon überzeugt, dass einer von ihnen ein Serienmörder ist.

Nach dem Unfalltod seines Vaters zieht sich Kale in seine eigene Welt zurück und eckt immer häufiger mit dem Gesetz an – sehr zum Missfallen seiner Mutter Julie, die nicht verhindern kann, dass Kale schließlich von einem Richter unter Hausarrest gestellt wird. Aus Langeweile beginnt er seine Umgebung zu beobachten, und entdeckt neben der hübschen Tochter eines Nachbarn vermeintlich Hinweise darauf, dass ein weiterer von diesen ein Serienmörder zu sein scheint. Schnell entwickelt sich ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Disturbia“ von Regisseur D. J. Caruso mit Shia LaBeouf in der Hauptrolle ist ein moderner Thriller, der auf mehreren Ebenen funktioniert. Dass er das Gruselhandwerk versteht, zeigt Caruso mit seiner späteren Führung an Schauplätze, die allesamt Albträumen entsprungen sind. „Disturbia“ ist also kein Film, der seinem Thriller-Anspruch nicht gerecht werden kann. Und das, obwohl sein Thema Voyeurismus große Vorbilder hat, wie Hitchcocks „Das Fenster zum Hof“. Doch der Film ist auch ein frisches, genaues Porträt eines Jugendlichen und seiner verwirrenden Welt. Vor allem aber improvisiert „Disturbia“ ausgiebig und interessant zum Konflikt von Privatheit und Medienrealität.

    Für Kale und seinen Freund Ronnie sind Handyfotos, Kamera und Bildschirm-Action permanente Begleiter. Was gut ist, muss für das Internet festgehalten werden, was online ist, hat bewiesen, dass es existiert. So ungefähr denken Kale, Ronnie und bald auch die hübsche Nachbarstochter Ashley, die von der Beobachteten zur reellen Bekannten wird. Witzig und glaubhaft jongliert Caruso wiederholt mit Kales Erschrecken, wenn die Person, die er heimlich beobachtet, ihn zu entdecken droht. Aus dem Genießer von Swimmingpool-Szenen mit Ashley wird Sekunden später der kleinlaute Teenager hinter der Wohnungstür, an der Ashley klingelt.

    Thriller-Eigenschaft haben die Blicke, die der mit Fernglas beobachtete Mr. Turner durch die Fenster auf Kale richtet, der sofort in Deckung geht. Turners Grundstück grenzt an Kales Haus. In der Regel hat ja niemand der Nachbarn in dieser idyllischen, besseren Vorstadtsiedlung Zeit, das Treiben vor dem Haus, das Leben in den anderen Wohnzimmern mit den riesigen Fenstern zu verfolgen. Außer Kale natürlich: Er sieht Seitensprünge, weiß, welche Sendungen die Nachbarskinder schauen, und wann Herr Turner seinen Rasen mäht. Dieser Mann mit den grauen Locken im Nacken ist auch irgendwie unheimlich: Er lebt allein und scheinbar kreuzbrav, doch empfängt er eine junge Frau und schafft Müllsäcke in seine Garage.

    Vor allem aber ist der großgewachsene Turner selbst ein Eindringling: Er steht plötzlich in Kales Haus, weil er seiner Mutter mit den Einkäufen geholfen hat, und die Art, wie er Kale tröstet, er selbst habe früher viele Lehrer umbringen wollen, ist vielleicht ein Alarmsignal. Suspekt. Zweideutig. Und doch lebt der gelangweilte, isolierte Kale in seinem dunklen, unordentlichen Zimmer in einer Traumwelt mit eigener Logik. Wird sich die Außenwelt wirklich so leicht in seinen Verdacht aus Puzzlebildern einfügen?

    Immer wieder lauert die Gefahr des Wahrheitstests hinter der großen Freiheit von Kale, Geschichten mit dem Fernglas fortzuspinnen. Was, wenn in Turners Garage keine Leiche zu finden sein wird? Das wäre dann der entlarvende Wendepunkt, an dem sich die Augen aller auf Kale richten, der Regisseur zur Figur im Scheinwerferlicht wird: als ein Junge auf Abwegen.

    Fazit: Raffinierter, facettenreicher Thriller um einen Jugendlichen unter Hausarrest, der seine Nachbarn beobachtet.
  • Effektiver Teenthriller, der Hitchcocks Klassiker “Das Fenster zum Hof” ins digitale Zeitalter der MTV-Generation verpflanzt.

    Seit James Stewart anno 1954 neugierig aus seinem Hinterhoffenster äugte, ist (Medien-)Voyeurismus um ein Vielfaches extremer geworden. Dank Kamerahandys, Camcorder und Computer ist inzwischen jeder ebenso potentieller Spitzel sowie mögliches Opfer verletzter Privatsphäre. Diese aktuelle Prämisse greift Regisseur D.J. Caruso (“Taking Lives”) nach einem Drehbuch von Carl Ellsworth (“Red Eye”) und Christopher Landon mit atmosphärischem Flair und visueller Stilsicherheit auf.

    Nachdem der Vater des jungen Kale (Shia LeBoeuf aus “Transformers”) bei einem Autounfall tragisch ums Leben kommt, benimmt sich der Junge mehrfach daneben. Ein unbeherrschter Faustschlag bringt Kale dreimonatigen Hausarrest auf Bewährung ein. Statt eines Gipsbeins wie bei Hitchcock ist es ein elektronisches Fußband, das ihn an seine Bleibe fesselt. Zunächst versucht er seine Langeweile in typischer Teeniemanier mit Junkfood, Kabelfernsehen und Videospielen zu überwinden, doch dann findet er notgedrungen eine neue Ablenkung: Mit Fernglas beobachtet er die vermeintlich spießigen Vorstadtnachbarn. Neben einem untreuen Ehemann, heimlich Pornos glotzenden Rotznasen und dem undurchsichtigen Einzelgänger Turner (David Morse) nimmt er bevorzugt seine sexy neue Nachbarin Ashley (apart: Sarah Roemer aus “Der Fluch 2″) ins voyeuristische Visier. Sie freunden sich schnell an und gemeinsam mit dem witzigen Ronnie (Aaron Yoo sorgt lässig für den nötigen Humor) versuchen sie herauszufinden, ob Turner womöglich ein gefährlicher Serienkiller sein könnte. Alsbald überschlagen sich die Ereignisse.

    Caruso hält ein straffes Tempo aufrecht und versteht es, die Spannungsschraube stetig anzuziehen, wenngleich die Story an sich recht konventionell ist. Zum Unterhaltungswert trägt beträchtlich die talentierte Schauspielerriege bei, allen voran LeBoeuf als Protagonist mit sympathischen menschlichen Macken und Marotten sowie Morse als kaltblütiger Killer. Richtig getroffen wird zudem der richtige Ton. Mit den lockeren Dialogen, lässigem Humor sowie der leichtherzigen Lovestory werden sich Teenager ohne Weiteres identifizieren können. Als kleiner Wermutstropfen erweist sich lediglich, dass hinsichtlich der Identität des Täters kaum Anstalten gemacht werden, ihn als zu Unrecht Verdächtigten erscheinen zu lassen. Das jugendliche Zielpublikum wird sich daran sicherlich nicht stören. ara.

Darsteller und Crew

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