Die Croods (2013)

Originaltitel: The Croods
Die Croods Poster
Nicht mehr im Kino.
Userwertung (1)
  1. Ø 5
Kritikerwertung (4)
  1. Ø 3.3

Filmhandlung und Hintergrund

Die Croods: Animationsabenteuerspaß um eine prähistorische Familie, die auf der Suche nach einer neuen Bleibe erstmals mit Wandel konfrontiert wird.

Nachdem ihre Höhle zerstört wird, muss die Steinzeitfamilie Croods eine neue Bleibe finden – in einer fremden, unberechenbaren Welt, in der die Kontinente noch nicht zur Ruhe gekommen sind Mutter Natur sich noch in der Experimentierphase befindet. Stammesoberhaupt Grug will an Altbewährtem festhalten, während der junge Guy, dessen Kopf voller abenteuerlicher Ideen steckt, nach Aufbruch strebt. Obendrein ist auch in Grugs aufgeweckte Tochter Eep verliebt, womit der Konflikt mit Eeps alten Herren vorbestimmt ist.

Die prähistorische Familie Crood wird auf der Suche nach einer neuen Bleibe erstmals mit Wandel konfrontiert. Animationsabenteuerspaß vom Macher von “Drachenzähmen leicht gemacht“, der “Ice Age” um irreverenten Humor anreichert.

Videos und Bilder

Auf DVD & Blu-ray (2)

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Eep ist eine junge Frau, voller Abenteuerlust und bereit, die Steinzeit zu erobern. Dumm nur, dass ihr Vater Grug ein eher konservativer Höhlenmensch ist und in der Welt da draußen seiner Meinung nach nur Gefahren und tödliche Bedrohungen lauern. Und so muss Eep mit dem Rest der Familie Crood in der angeblich so sicheren Höhle ausharren. Bis Eep eines Tages den cleveren Homo Sapiens Guy trifft. Und die Erde zu wackeln beginnt. Schnell begreifen die Croods, dass ihr bisheriges Leben sich ändern wird. Denn der Weg aus der Höhle scheint unvermeidlich. Ein Animationsfilm über die Entwicklung der Steinzeitmenschen - was zunächst so außergewöhnlich klingt, funktioniert im neuesten Hit aus dem Hause Dreamworks aufs Vortrefflichste. Es dauert nicht lange, bis man die Croods ins Herz geschlossen hat und mit ihnen zusammen eine Welt der farbenprächtigen und artenreichen Vielfalt erkundet. Turbulente Action wechselt sich gekonnt ab mit ruhigen rührenden Momenten und der Botschaft, dass es egal ist, wenn Kontinente auseinanderbrechen. Hauptsache, die Familie hält zusammen. Das ganze gestrickt in einem Drehbuch voller Wortwitz und Anspielungen auf wichtige Erfindungen der Menschheit, wie beispielsweise das Popcorn oder das Konzept der Haustiere. Dazu überzeugt auch die Synchronisation auf ganzer Linie. Fantasievoll, lustig und lehrreich - diese prähistorische Familienbande macht großen Spaß!

    Jurybegründung:

    Die Steinzeitfamilie der Croods - Vater, Mutter, Oma und drei Kinder - hat bisher allen Gefahren, die ihren Nachbarn nach und nach zum Verhängnis wurden, getrotzt. Das ist vor allem das Verdienst von Vater Grug (dt.: Uwe Ochsenknecht), der die Familie stets zusammen hält und nach dem Motto "Hab niemals keine Angst" in allem Neuen und Unbekannten eine Gefahr sieht. Nachts rollt sich die Familie zu einem großen Haufen in der Höhle zusammen, die mit einem schweren Stein verschlossen wird. Tagsüber gehen sie gemeinsam auf die aufreibende Jagd nach Nahrung. Die einzige, die immer wieder ausbricht, ist die rebellische Tochter Eep (dt.: Janin Reinhardt). Auf einem ihrer Streifzüge trifft sie ein anderes menschliches Wesen: den jungen Guy (dt.: Kostja Ullmann).

    Guy hat einen ganz anderen zivilisatorischen Hintergrund: Er nutzt bereits das Feuer, trägt Schuhe und führt ein kleines Klammeräffchen mit sich. Vor allem aber weiß er, dass die Erde in Aufruhr ist und das "Ende der Welt" naht. Deshalb will er die Croods, sehr zum Unwillen von Vater Grug, in eine neue Heimat führen. Als ihre Höhle unter dem Druck der Erdplatten zusammenstürzt, gibt es keine Alternative mehr: Zusammen mit Guy machen sich die Croods auf eine abenteuerliche Odyssee, in neue, unbekannte Welten. Dabei sind Intellekt und Kraft gleichermaßen gefragt, und so gelingt es ihnen gemeinsam, alle Gefahren zu bestehen und ganz nebenbei allerhand bedeutsame evolutionäre Entdeckungen zu machen.

    DIE CROODS, das ist FAMILIE FEUERSTEIN mit Elementen von ICE AGE, MADAGASCAR und AVATAR in einem Abenteuer wie AM ANFANG WAR DAS FEUER - und doch ist der Film etwas ganz neues und eigenständiges. In einer rasanten Tour de Force durch die Weltgeschichte wird die menschliche Evolution äußerst unterhaltsam dargeboten. Gewaltige erdgeschichtliche Umbrüche werden mit aller Wucht gezeigt und mit der menschlichen Vorstellung der Apokalypse verbunden. Für die Croods wird die Flucht vor der drohenden Katastrophe zu einer Reise ans Licht. Dabei verfeinern sie ihre Jagdtechniken und üben sich im Gebrauch des Feuers. Sie entdecken den Nutzen von Haustieren und verwenden neue Kleidungsstücke (Schuhe, Gürtel), Hilfs- und Kommunikationsmittel (Stelzen, Muscheln, Hörner). Ganz nebenbei erfinden sie das Popcorn und eine Reihe von Sportarten (American Football, Rugby und ähnliches) und entwickeln kulturelle Ausdrucksformen (Erzählung, Marionettenspiel, Musik, Malerei, Fotografie).

    Die Geschichte wird mit Humor und Leichtigkeit stringent erzählt und mit einer Vielzahl witziger Ideen und optischer Einfälle überbordend ausgeschmückt. Rasante Fluchten und Verfolgungsjagden wechseln sich ab mit ruhigen Momenten, die sehr poetisch und phantasievoll entworfen sind. Dabei werden die Möglichkeiten der 3D-Technik vom feinsten Funkenschlag über wirbelnde Staubkörner bis zu drastischen Stürzen von einer Ebene zu einer anderen optimal genutzt. Die unterschiedlichen Landschaftsformationen von felsigen Einöden bis zu farbenprächtigen Dschungellandschaften sind phantasievoll gestaltet. Und auch die Charaktere der einzelnen Familienmitglieder sind überzeugend entwickelt, heutige Familienstrukturen spiegeln sich darin augenzwinkernd wieder. Begleitet werden die Croods von ausgefallenen Phantasiegeschöpfen: Fliegende Piranhaschwärme fressen in Sekundenschnelle alles kahl, doch die meisten der gefährlich dreinschauenden Bestien erweisen sich als freundliche Kreaturen und eignen sich durchaus zum Haustier.

    DIE CROODS ist ein Familienfilm im mehrfachen Sinne: Er handelt von einer Familie, er thematisiert die Familie, und er wendet sich an die ganze Familie. Das Motto könnte daher ganz drehbuchgemäß lauten: "Wir machen es schnell, wir machen es laut, wir machen es gemeinsam!" Dabei ist der Film hoch inklusiv: Vom garstigen Baby bis zur grantigen Oma werden alle auf die Reise mitgenommen (wenn es die Situation erfordert, sogar mit Hilfe eines prähistorischen Rollators). Der junge Guy wird integriert, Generationskonflikte werden überwunden, und alle lernen etwas hinzu. Mit der Kernaussage, dass man althergebrachte Denk- und Verhaltensweisen hinter sich lassen muss, um in veränderten Verhältnissen zu überleben, leisten DIE CROODS zudem einen aktuellen Beitrag zur weltweiten Krise. Jung und alt können sich auf unterschiedlicher Ebene an dem Film erfreuen. Hervorzuheben ist außerdem die sehr gut gelungene deutsche Synchronisation.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Dynamisches Steinzeitmärchen mit rasanter Action und viel Humor, was die vorhersehbare Geschichte ein wenig wettmacht.
  • Dreamworks’ 3D-Animationausflug in die Steinzeit bietet wilden Abenteuerspaß mit braver Familienmoral.

    Die Urahnen der Feuersteins hausen tatsächlich unter einem Fels und benehmen sich auch so: Eine tumbe Neandertaler-Sippe, deren bislang erfolgreiche Überlebensstrategie das Verstecken in einer stickig-finsteren Höhle war, muss ihre Ängste besiegen, um nicht auszusterben und darf dafür die Wunder der Ur-Welt erfahren, die besonders bunt ausgefallen sind. In einer zum Staunen ausgelegten Fabelwelt steht das Fun-Prinzip der “Madagascar”-Reihe im Vordergrund, dazwischen arbeitet sich das neue Werk von Chris Sanders (“Drachenzähmen leicht gemacht“) in Koregie mit Kirk De Micco (“Space Chimps“) an einem Familiendrama ab, das von einem “Ice Age 2″-Szenario angeheizt wird: Katastrophal aufbrechende Kontinente zwingen die primitive Sippe zur Flucht.

    Aufopferungsvoll hat Stammesoberhaupt Grug, deutsch synchronisiert von Uwe Ochsenknecht, seine Phobie-Familie durchgebracht. Während alle anderen Neandertaler der angriffslustigen Fauna zum Opfer gefallen sind, führte sein eisern konservatives Credo zum Arterhalt. Neugier verboten – Frust pur für die pubertierende Tochter Eep, die heimlich in den Sonnenschein ausbüxt. Gegen die Verheerungen aufbrechender Erdplatten versagt nun die Vogel-Strauß-Politik. Einen Ausweg kennt nur ein Fremder, der schmächtige Guy, der als smarter Homo Sapiens das Feuer beherrscht und damit Eeps Herz entflammt. Zum Dank für die Rettung vor einem Flugpiranha-Schwarm kidnappen ihn die Grobiane mit ihrem vorsintflutlichen Sozialverhalten, doch der Kampf zwischen plumper Muskelmasse und einfallsreicher Intelligenz bewirkt symbolschwer Veränderungen wie ein Höhlengleichnis: Cultural learnings, ausgelegt auf kurzweiligen Fun.

    Zu fröhlichem Score dominiert eine aufgedrehte Dramaturgie, die mit turbulenter Action gefällt und abwechslungsreiche Fantasy statt archäologische Fakten aufbietet: eine Abenteuer-Fahrt durch den prähistorischen Theme-Park, prall gefüllt mit ulkigem Bestiarium von meist nur auf den ersten Blick gefährlichen Chimären, die, wie die Todeskatze, gezähmt werden können oder, wie Mausfanten oder Krokowuffs, von vorne herein Spielgefährten sind. Durch Fantasiegeschöpfe aus dem Lewis-Carrolls-Fundus hält die bunt schillernde Wunderwelt – mal “Caprona”-Dschungel, mal schroffe Felswüste – eine launige Steinzeit-Party am Laufen. Nachdem die mangelnde Auffassungsgabe der Croods viele Gags abgeworfen hat, rüttelt Entdeckergeist ihr Gefüge durch, bis selbst Grug die Zukunft feiern kann: Eine witzige Evolutionsgeschichte, ein Aufstieg von der Finsternis ins Licht, gesäumt von allerhand “Erfindungen” wie Popcorn oder dem Apportieren. Hinter dem unermüdlich-liebenswerten Chaos verbirgt sich eine brave Moral von familiärem Zusammenhalt, was in einem rührseligen Ende an seinen Zenit gelangt, sich aber nahtlos in das flotte Familienentertainment mit rasanten Comic-Qualitäten einfügt. tk.
  • Das 3D-Animationsabenteuer "Die Croods" aus dem Hause Dreamworks begleitet den Aufbruch einer prähistorischen Familie in ein neues Leben. Die wilden Höhlenbewohner müssen sich in einer fremden Umgebung zurechtfinden und erfahren, dass Papa Grugs Ansichten nicht so gut sind wie die Erfindungen eines dahergelaufenen Jünglings. Die Regisseure und Drehbuchautoren Kirk De Micco ("Space Chimps – Affen im All") und Chris Sanders ("Drachenzähmen leicht gemacht", "Lilo & Stitch") präsentieren den urzeitlichen Kulturschock als actionreiche Expedition in kunterbunte Landschaften.

    Die Hellsten sind sie nicht, die Croods. Sie kennen nur rohe Gewalt und Misstrauen. „Habt niemals keine Angst!", predigt Familienoberhaupt Grug. Eeps kleine Schwester knurrt wie ein Hund und die Oma attackiert den eigenen Enkel, wenn sie Hunger hat. Die rothaarige Eep läuft auf allen Vieren, wenn sie schnell sein will. Und das muss sie, denn wenn die Croods nach draußen gehen, um ein Frühstücksei zu stehlen, wird daraus ein Rugby-ähnlicher Kampf mit einer Unzahl von Fressfeinden. Das unzivilisierte Benehmen ist eine ergiebige Quelle für Komik. Diese erhält weitere Nahrung, als Guy auftaucht, der einer klügeren Spezies prähistorischer Menschen angehört. Seine Kenntnisse und Ideen begeistern die Croods, nur Grug behauptet noch: „Höhlenmenschen brauchen kein Hirn!"

    Die unerschrockene Eep hinterfragt sich und die Familie schonungslos, je mehr sie Guy bewundert. Mit dem Vater-Tochter-Konflikt, vor allem aber auch mit der großen Wanderung in einer Zeit, in der die Erde bebt und sich neu formiert, erinnert die Geschichte an den vierten Teil von "Ice Age". Hier wirken die Figuren trotz ihrer Vitalität und den sarkastischen Dialogen insgesamt oberflächlicher. Dafür aber bezaubern die quietschbunten Landschaften mit ihren Fantasy-Lebewesen. Es gibt die unwahrscheinlichsten Tiere wie fliegende Schildkröten, Mauselefanten oder Piranhavögel.

    Im ganzen Trubel bleibt fast unbemerkt, dass die Geschichte recht simpel gestrickt ist. Mit ihrem konventionellen Verlauf schöpft sie ihr frisches Potenzial nicht vollständig aus. Trotzdem behalten die Helden genügend Anziehungskraft bis zum Schluss.

    Fazit: Im bunten 3D-Animationsabenteuer "Die Croods" sorgen die Wildheit und Wissbegierde einer Urzeitfamilie für spaßige Action.
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