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Darum ist „Der König der Löwen“ nur eine dreiste Kopie!

Darum ist „Der König der Löwen“ nur eine dreiste Kopie!
© Disney

Disney hat sich bei vielen seiner Zeichentrick-Klassiker bekanntlich an Märchen und Romanen orientiert, beziehungsweise im Fall von „Robin Hood“ eben bei der Legende um den englischen Volkshelden. Mit „Der König der Löwen“ kam 1991 offiziell der erste Disney-Film ohne solch eine Vorlage in die Kinos, doch bei näherer Betrachtung kommen berechtigte Zweifel an dieser Behauptung auf.

Osama Tezuka ist in unseren Gefilden relativ unbekannt, doch in Asien gilt der Manga-Zeichner als japanischer Walt Disney. Der war für Tezuka auch ein großes Vorbild für seine eigene Arbeit, doch wie es scheint, war dieser Inspirationsfluss keine Einbahnstraße.

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In den 1950er-Jahren veröffentlichte Osama Tezuka den Manga „Kimba, der weiße Löwe“, der gut zehn Jahre später auch als Anime adaptiert wurde. Die Geschichte handelt von einem jungen Löwen, der den Ansprüchen seines Vaters folgen will, um zum König des Dschungels zu werden. Dafür muss er sich auf eine gefährliche Reise begeben und den Tod seines Vaters rächen.

Diente „Kimba, der weiße Löwe“ Disney als Vorlage?

Klingt seltsam vertraut, oder? Kein Wunder, denn vieles deutet darauf hin, dass Disney sich bei „Der König der Löwen“ stark an „Kimba, der weiße Löwe“ orientierte. Die Gemeinsamkeit gehen über die Handlung selbst hinaus. Zwischen den Namen der beiden Helden Kimba und Simba gibt es kaum Unterschiede und in frühen Konzeptzeichnungen war Simba sogar ein weißer Löwe.

Darüber hinaus finden sich im Disney-Film zahlreiche Einstellungen, die bereits in dem Anime verwendet wurden. Außerdem existiert eine Geschichte, in der Kimba seinen Freunden zuliebe versucht, Vegetarier zu werden, was durchaus an Simba erinnert, der bei Timon und Pumba auf Insekten als Nahrung umsteigt.

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Matthew Broderick, der Simba im Original vertonte, gab in einem Interview sogar zu, dass er „Der König der Löwen“ für ein Remake von „Kimba, der weiße Löwe“ hielt. Disney bestreitet bislang stets, dass sie sich bei dem Anime orientiert haben; laut eigener Aussage wusste man vor der Fertigstellung des Films nichts von der Existenz der japanischen Variante.

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Tezuka Production verzichtete übrigens darauf, Klage gegen „Der König der Löwen“ einzureichen, obwohl sie damit vermutlich etwas von dem enormen Erfolg des Films hätten abbekommen können. Die Begründung dafür lautete, dass Tezuka selbst häufig von Disney beeinflusst wurde, was man vermutlich als stimmigen Abschluss dieses Vorfalls betrachten darf.

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