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Ab jetzt auf Netflix: Bo Burnham fasst unsere Quarantäne-Gefühle in „Inside“ perfekt zusammen

Ab jetzt auf Netflix: Bo Burnham fasst unsere Quarantäne-Gefühle in „Inside“ perfekt zusammen
© KC Bailey / Netflix

Nach fünf Jahren Pause kehrt Comedian Bo Burnham zu seinem Leisten zurück und setzt die Messlatte besonders hoch.

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  • Berufe: Schauspieler

Dieser Artikel spiegelt die Meinung der Autorin wider und nicht notwendigerweise die aller kino.de-Redakteur*innen.

Vermutlich haben wir alle eine Quarantäne-Geschichte, an die man sich noch lange zurückerinnern wird. Die meisten haben ungeahnte hauswirtschaftliche Talente entdeckt, sind Fitness-Gurus geworden oder haben sich gedacht, sie können mit ihrer eigenen Version eines John-Lennon-Klassikers die Menschheit retten. Bo Burnham hatte da eine andere Idee. Der Comedian und Schauspieler beschloss, sich nach knapp fünf Jahren Stand-up-Pause in einen kleinen Raum zu sperren und ein Comedy-Special zu schreiben und aufzunehmen – ganz ohne Hilfe und ohne Publikum. Über zwölf Monate zehrende Arbeit später war „Inside“ fertig und was dabei herauskam, ist schlichtweg ein Meisterwerk.

Bo Burnhams Regie-Debüt „Eighth Grade“ auf Amazon streamen

Netflix-Special „Inside“ beweist: Stand-up darf mehr als nur witzig sein

Burnham, der im Alter von 16 Jahren durch ein Youtube-Video entdeckt wurde, besticht zu Beginn seines Specials mit dem für ihn üblichen Humor. Mit witzigen, gesellschaftskritischen Songtexten, die ins Ohr gehen und auch musikalisch besser sind, als sie eigentlich sein dürften, sorgt er für zahlreiche Lacher. Nach den ersten 35 Minuten schlägt „Inside“ jedoch einen anderen Ton an.

Ab August könnt ihr Bo Burnham in „Promising Young Woman“ im Kino sehen. Infos zum oscarnominierten Film findet ihr im Video:

Ähnlich wie es vielen im Lockdown ergangen ist, ändert sich auch Burnhams Zustand. Seine Haare werden länger, der Bart wächst und die Stimmung wird düsterer. Die Lacher fallen aus und trotzdem zieht er das „Publikum“ in seinen Bann. Mithilfe von beeindruckenden farbenfrohen Lichteffekten, einer cleveren Kameraführung und erstaunlich ehrlichen Momenten beweist der talentierte Künstler, dass Comedy mehr sein kann, darf und muss, als nur einen Lacher nach dem nächsten aus seinen Zuschauer*innen herauszukitzeln – erst recht, wenn gar kein Publikum vor Ort ist.

Bo Burnhams „Inside“: Ein skurriler Quarantäne-Trip

Vor knapp 15 Jahren hätten sich die Fans des schlaksigen Teenagers wohl niemals träumen lassen, dass er zu solch einem Kunstwerk fähig ist. Obwohl Bo Burnham schon mit seinen vier vorherigen Stand-up-Specials und seinem Regie-Debüt „Eighth Grade“ bewiesen hat, zu was er im Stande ist, ist „Inside“ eine riesige Überraschung. Es wirkt eher wie ein wahr gewordener Fiebertraum von Hollywood-Legende David Fincher und doch ist es zu 100 Prozent Bo Burnham.

Der Comedian gewährt seinen Fans tiefe Einblicke in den Entstehungsprozess seiner Arbeit, die trotz spaßiger Synthesizer-Popsongs auch gerne mal in Frustration und depressiven Phasen endet. Doch zum Schluss hat es sich für den 30-Jährigen gelohnt, denn mit „Inside“ ist Bo Burnham ein großartiges Stand-up-Special gelungen, das man als solches gar nicht wirklich betiteln sollte. Vielmehr wird man hier Zeug*in einer ganz besonderen Ein-Mann-Show, die teilweise zum Lachen anregt, einen aber auch zu Tränen rührt, dieses seltsame letzte Jahr perfekt einfängt und einen mit unzähligen Ohrwürmern zurücklässt.

Netflix ist vor allem für seine Serien bekannt? Wie gut ihr euch mit diesen auskennt, könnt ihr in unserem Quiz testen:

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