Filmhandlung und Hintergrund

Zweiteiliger Action-Thriller mit Vater und Tochter Lauterbach.

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Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Spuren der Rache: Zweiteiliger Action-Thriller mit Vater und Tochter Lauterbach.

    Längst gilt auch für hiesige Verhältnisse eine Erkenntnis, die ursprünglich auf US-Serien gemünzt war: Fernsehen ist das bessere Kino.

    „Spuren der Rache“ ist ein inhaltlich und emotional aufwändiger Hochspannungs-Thriller, der mit 180 Minuten keine Sekunde zu lang ist. Heiner Lauterbach spielt den Berliner BKA-Beamten Hennings, der mit Frau und Tochter den Vorruhestand genießen will, als die beiden vor seinen Augen beim Anschlag auf einen Minister von einer Bombe zerfetzt werden. Fortan ordnet er sein Dasein einem einzigen Ziel unter: Rache. Das klingt nach einer einfachen, übersichtlichen Handlung, aber spätestens im zweiten Teil entwickelt sich die Geschichte in eine ganz andere Richtung und wird über weite Strecken zu einem Zwei-Personen-Stück mit Lauterbach und seiner Tochter Maya. Es sind schon viele Filmesterne aufgegangen und wieder verglüht, und bei Kindern berühmter Eltern erweisen sich die Fußstapfen der Väter und Mütter oft als zu groß; aber Maya Lauterbach zeigt ein bemerkenswertes Talent. Sie spielt die Tochter des Marokkaners Nader (Michele Cuciuffo), jenes Mannes, den Hennings für den Drahtzieher des Anschlags hält. Weil das BKA die Ermittlungen auf Anweisung von oben einstellen muss, bewirbt sich Hennings in Tanger erfolgreich als Privatlehrer der 13jährigen Yasmin und wartet auf eine günstige Gelegenheit, um ihren Vater zu erschießen. Aber dann kommt alles ganz anders: Bei einem Überfall werden Nader und seine Getreuen ermordet; Hennings kann mit Yasmin fliehen. Fortan werden die beiden gejagt, denn Yasmin hat ein Notizbuch, in dem ihr Vater höchst brisante Informationen über die Kooperation des BND mit einem arabischen Waffenhändler Abu Bahir notiert hat. „Spuren der Rache“ ist daher weit mehr als bloß die Geschichte einer Vergeltung, zumal der zweite Teil, als Hennings mit Yasmin nach Spanien flieht, eine ganz andere Entwicklung nimmt. Zwischendurch treibt Nikolai Müllerschön die Spannung immer wieder clever auf die Spitze, aber auch die Zwischentöne sind mit großem Gespür inszeniert. Die Geschichte klingt ohnehin wie ein typischer Stoff von Holger Karsten Schmidt. Als Verfasser des Drehbuchs wird zwar Klaus Burck genannt, aber dahinter dürfte sich der Ausnahmeautor verbergen; Klaus Burck ist eine Figur aus dem Schmidt-Krimi „Mörderische Erpressung“ (2007). Der Film ist trotz Schmidts Namensverweigerung ein herausragend guter, von der ersten bis zur letzten Minute spannender Thriller geworden; auch die Actionszenen hat Müllerschön angemessen und mit großem optischem Aufwand umgesetzt (Bildgestaltung: Daniel Koppelkamm). Gekrönt wird das Werk von einer Kinomusik (Julius Kalmbacher, Cop Dickie), die permanent den Puls beschleunigt; „Spuren der Rache“ ist fast zu groß fürs Fernsehen. tpg.

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