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Mörderische Erpressung

  

Filmhandlung und Hintergrund

Der Mord an einer jungen Frau führt zu den Honoratioren einer kleinen Ortschaft...

Polizeischulabsolventin Eva Mann wird direkt von Hamburg in die norddeutsche Provinz versetzt. Ihr neuer Kollege Klaus Burck ist mit der Dorfbevölkerung auf Du-und-Du und drückt des öfteren mal ein Auge zu. Als die 19-jährige Nina Krohn am Waldsee tot aufgefunden wird und schon bald feststeht, dass das Mädchen nicht eines natürlichen Todes starb, gerät das Dorfgefüge auseinander, zumal die Söhne des Großindustriellen Jansen ins Visier der Ermittlungen geraten.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Mörderische Erpressung: Der Mord an einer jungen Frau führt zu den Honoratioren einer kleinen Ortschaft...

    Der Schweizer Regisseur Markus Imboden wartet nach „Ein Dorf sucht seinen Mörder“ und „Der Mörder ist unter uns“ mit einer weiteren vollauf gelungenen Variation des Themas Mord auf dem Lande auf.

    Polizeischulabsolventin Eva Mann wird direkt von Hamburg in die norddeutsche Provinz versetzt. Ihr neuer Kollege Klaus Burck ist mit der Dorfbevölkerung auf Du-und-Du und drückt des öfteren mal ein Auge zu. Als die 19-jährige Nina Krohn am Waldsee tot aufgefunden wird und schon bald feststeht, dass das Mädchen nicht eines natürlichen Todes starb, gerät das Dorfgefüge auseinander. Der Gerichtsmediziner stellt fest, dass Ina an ihrem Todestag mit drei Männern Geschlechtsverkehr hatte. Nach einem Speicheltest können zwei Männer - die Söhne des Großindustriellen Jansen - ermittelt werden, der dritte bleibt unbekannt. Auf die weiter ermittelnden Beamten Burck und Mann wird von Vater Jansen und den mehrheitlich bei ihm angestellten Dorfbewohnern Druck ausgeübt.

    „Mörderische Erpressung“ ist eine weitere Variation des Themas Mord auf dem Lande und einer dadurch aus den Fugen geratenden Dorfgemeinschaft. Regisseur Markus Imboden hat dies bereits vor vier Jahren in „Ein Dorf sucht seinen Mörder“ beeindruckend umgesetzt. Auch Kameramann Jo Heim hat Imboden aus diesem Film mitgebracht. Seine Bilder sind dieses Mal nicht minder eindringlich, aber dank der winterlichen Landschaft von noch imposanterer Kraft und erinnern gelegentlich sogar an Heims Meisterwerk „Vom Ende der Eiszeit“.

    Imbodens Inszenierung nach der Vorlage von Holger Karsten Schmidt fängt die Beschaulichkeit des Dorfes und die plötzliche Störung dieses Idylls gekonnt ein. „Mörderische Erpressung“ ist vor allem aber auch ein Film der Bündnisse und Pakte. Nach anfänglichen Irritationen werden die beiden Ermittler zum Team, das dem Druck des aufbegehrenden Dorfes standhält. Ihnen gegenüber stehen die engen Familienbande der Jansens, und der Patriarch bringt seine mächtige Position anfänglich noch subtil, schließlich jedoch immer massiver zum Einsatz. Und am Schluss ist klar, dass auch Burck mit der Mutter der Toten einen Pakt eingegangen ist. Imboden gelingt es, ganz filigran mit den Erwartungen des Zuschauers zu spielen. Mit seinem Showdown reißt er das zuvor zwar sehr behutsam aufgebaute Gerüst der Geschichte allzu vehement ein. Das melancholische Drama bekommt eine fast schon schwarzhumorige finale Note. Doch damit lässt sich letztlich ganz gut leben. Für Burck und Mann gilt dies nicht minder wie für den Zuschauer. fra.

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