Last Impact - Der Einschlag

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Filmhandlung und Hintergrund

Event-Katastrophen-Zweiteiler um eine drohende Kollision des Mondes mit der Erde.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Last Impact - Der Einschlag: Event-Katastrophen-Zweiteiler um eine drohende Kollision des Mondes mit der Erde.

    Für Katastrophenfilme ist in der ProSiebenSat.1-Familie eigentlich ProSieben zuständig („Tsunami“, „Tornado“, „Das Inferno“). Wenn der Zweiteiler „Last Impact - Der Einschlag“ beim weniger auf ein jugendliches, sondern vor allem auf ein weibliches Publikum ausgerichteten Schwestersender läuft, kann das nur eins bedeuten: Der Film mag zwar dramatisch sein; aber vor allem melodramatisch.

    Tatsächlich versucht Autor Michael Vickerman den Spagat. Science-Fiction ist ja dank seiner technischen Aspekte ein sehr männliches Genre, und wenn sich eine kosmische Katastrophe ereignet, gibt es eine Menge wissenschaftlichen Erklärungsbedarf. Auf der anderen Seite stößt den Angehörigen der Hauptfiguren aber auch viel Ungemach zu. Die Spannung soll also auf zwei Ebenen entstehen: hier die Apokalypse, dort die Einzelschicksale. Vickerman und Regisseur Michael J. Rohl haben diese Zweiteilung nicht erfunden; im Grunde ist jeder Katastrophenfilm auf diese Weise konstruiert. Hier aber funktioniert der Entwurf nicht, weil Rohl keine harmonische Kombination gelingt: Die Zwischenmenschlichkeiten wirken wie Spielverzögerungen in einem packenden Finale.

    Um so fesselnder und vor allem globaler ist die Bedrohung, auch wenn sie unübersehbar an die Kinoknüller „Armageddon“ und „Deep Impact“ erinnert: Der Mond wird von einem Meteorschauer getroffen. Plötzlich gibt es einen gigantischen Einschlag, ein großes Stück bricht aus dem Trabanten und nimmt wegen der Anziehungskraft prompt Kurs auf die Erde. Und doch ist der Brocken bloß ein winziger Vorbote: Ein „Brauner Zwerg“ hat sich tief in den Mond hineingebohrt, ein vergleichsweise winziger Himmelskörper, der aber aufgrund seiner enormen Verdichtung zwei mal so schwer ist wie die Erde. Das Ende ist nahe: Der Mond wird auf die Erde stürzen.

    Das Szenario klingt absurd, ist aber durchaus möglich und wird in dieser von der Münchener Tandem Communications („Die Nibelungen“) hergestellten deutsch-amerikanischen Koproduktion entsprechend realistisch erzählt. Als eine Bombardierung des Mondes mit Nuklearwaffen effektlos verpufft, ruhen die letzten Hoffnungen auf drei Wissenschaftlern. Sie entwickeln einen abenteuerlich klingenden Plan, um den Braunen Zwerg zurück ins All zu katapultieren. Zu diesem Trio gehört von deutscher Seite der Geologe Roland (Benjamin Sadler), ein Experte für extraterrestrisches Gestein; aus Amerika kommen der Astrophysiker Alex Kinter (David James Elliott aus „J.A.G.“) sowie die Astronomin Maddie Rhodes (Natasha Henstridge). Es sind vor allem die Angehörigen dieses Trios, die für die melodramatischen Momente sorgen: Der verwitwete Kinter muss seine Kinder in der Obhut seines Schwiegervaters (James Cromwell) zurücklassen; und Roland kommt wegen der sich überschlagenden Ereignisse einfach nicht zur Hochzeit mit der schwangeren Martina (Florentine Lahme). Zu allem Überfluss kann der tollkühne Plan nur von den Wissenschaftlern selbst umgesetzt werden. Dafür müssen sie auf den Mond, und das ist eine tödliche Mission.

    Die Spezialeffekte sind ebenso sehenswert wie einfallsreich; immer wieder schwebt allerlei durch die Luft, weil die Gravitation vorübergehend außer Kraft gesetzt wird und nicht nur Autos, sondern auch ein ICE und ein Containerschiff plötzlich wie Flugzeuge abheben. Die Aufnahmen vom lädierten Mond sind gleichfalls prachtvoll. Der zweite Teil ist ohnehin derart ereignisreich, dass Teil eins fast wie ein überlanger Prolog wirkt. Gekürzt auf hundert Minuten wäre „Last Impact“ ein richtig guter Film geworden. tpg.

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