Das Adlon. Eine Familiensaga

  
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Filmhandlung und Hintergrund

Dreiteilige TV-Chronik des Berliner Luxus-Hotels Adlon und seiner Besitzer.

Berlin 1904: Während Lorenz Adlon die Genehmigung für den Bau seines geplanten Hotels in der Tasche hat, haben sein guter Freund Gustav Schadt und dessen Frau Ottilie ganz andere Probleme. Ihre minderjährige Tochter Alma hat nach einer Beziehung mit dem Hausangestellten Friedrich Löwe eine Tochter zu Welt gebracht. Ottilie nimmt Alma die kleine Sonja sofort weg, um den Skandal zu verheimlichen. Die Schadts geben Sonja schließlich als ihre Tochter aus, Lorenz Adlon wird der Patenonkel des Mädchens. Sonjas leiblicher Vater Friedrich wird von den Schadts entlassen und findet später eine Stelle als Page im Adlon, Mutter Alma flieht nach Amerika. Sonja erfährt erst am Sterbebett ihres vermeintlichen Vaters von dem finsteren Geheimnis, das ihre Familie so gut und so lange gehütet hat. Die TV-Saga erzählt die eng verwobenen Geschichten der Familien Adlon und Schadt über vier Generationen und schreibt die wechselvolle Chronik eines Luxushotels von dessen Gründung in der Kaiserzeit bis zur glanzvollen Wiedereröffnung im Jahr 1997, die Sonja, inzwischen über 90 Jahre alt, miterleben darf.

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Kritiken und Bewertungen

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10 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • Das Adlon. Eine Familiensaga: Dreiteilige TV-Chronik des Berliner Luxus-Hotels Adlon und seiner Besitzer.

    Uli Edels Dreiteiler ist nicht nur wegen des imposanten Star-Aufgebots richtig großes Fernsehen. Die Moovie-Produktion ist ein Jahrhundertroman.

    Großes Fernsehen sind die Mehrteiler, die Oliver Berben für das ZDF produziert, immer. Mit „Das Adlon“ aber hebt Moovie die Kunst der Unterhaltung auf ein neues Niveau. Der dreiteilige Film verblüfft schon allein durch seine herausragende Besetzungsliste: Es gibt hundert Sprechrollen, buchstäblich zwei Dutzend namhafte Schauspieler wirken mit. Auch Szenenbild (Jérôme Latour) und Kostüm (Dorothée Kriener) imponieren. Und doch ist es vor allem die Handlung, die fesselt. Natürlich erzählen Rodica Döhnert (Buch) und Uli Edel (Buch und Regie) auch die Historie des weltberühmten Hotels; die Chronik reicht vom Jahr 1904, als die ersten Pläne für den Bau entworfen werden, über die Zerstörung 1945 bis zur Neueröffnung 1997. Im Zentrum aber stehen zwei Familiengeschichten: hier Vater und Sohn Adlon (Burghart Klaußner, Heino Ferch), dort der mit ihnen befreundete vermögende Kolonialwarenhändler Gustav Schadt (Thomas Thieme), der dem alten Adlon zur Seite steht, als ihm das Geld für sein über die Maßen ehrgeiziges Projekt ausgeht. Die Verknüpfung dieser beiden Ebenen ist das emotionale Rückgrat des Films. Die Geschichten aus dem Hotel wären schon spannend genug, aber die fiktive Sippe der Schadts sorgt dafür, dass man mehr als nur Anteil nimmt. Hauptfigur ist Sonja, die uneheliche Enkelin des Patriarchen, die auch als Erzählerin fungiert. Gerade diese Verbindung von Geschichte und Geschichten macht den großen Reiz des gut 10 Millionen Euro teuren Mehrteilers aus. Döhnert spricht von „‚erzählerischen Nestern‘, in denen sich Historie und Hotelgeschichte begegneten.“ Immer wieder werden authentische Ereignisse in die Handlung geflochten, gern auch in Form dokumentarischer Ausschnitte. Obwohl das Drehbuch sehr episodisch angelegt ist, weshalb es immer wieder zu großartigen darstellerischen Momenten kommt (weitere prominente Mitwirkende in Schlüsselrollen sind unter anderem Jürgen Vogel, Marie Bäumer, Ken Duken und Katharina Wackernagel), verhindert die Rahmenhandlung, dass der Film zur Nummernrevue wird: Die steinalte Sonja (Rosemarie Fendel) kehrt 1997 nach Berlin zurück und erzählt die Geschichte ihres Lebens, des Adlons und des gesamten Landes; „Das Adlon“ verdient mit Fug und Recht das Prädikat „Ein Jahrhundertroman“. Und Edel, bereits für diverse große Kinofilme verantwortlich („Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“, „Letzte Ausfahrt Brooklyn„, „Der Baader Meinhof Komplex„), hat nun auch einen TV-Klassiker geschaffen. tpg.

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