Filmhandlung und Hintergrund

Tierabenteuer um die Odyssee zweier Tiger-Brüder aus der Gefangenschaft in die Freiheit.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts tötet der Jäger und Abenteuerarchäologe Aidan McRory (Guy Pearce) im Dschungel von Kambodscha einen Tiger. Das eine der beiden nunmehr verwaisten Jungen verkauft er an einen Zirkus, das andere landet - nach einem Umweg über den Haushalt der Gouverneursfamilie, wo es sich mit dessen Sohn Raoul anfreundet - in einer Ausbildungsstätte für Kampftiger. Als beide Brüder schließlich zur Freude des Provinzfürsten gegeneinander antreten sollen, gelingt die gemeinsame Flucht - dicht gefolgt von Raoul und McRory.

Fünfzehn Jahre nach seinem Erfolg mit „Der Bär“ lässt Jean-Jacques Annaud in einem kaum minder beeindruckenden Naturabenteuer die Großkatzen von der Kette, um eine universelle Story von Freundschaft und Vertrauen, Macht und Respekt daraus zu destillieren.

Jäger Aidan McRory stöbert eine Tiger-Familie in einem alten Tempel auf. Er erschießt den Vater und fängt Kumal, ein Tigerbaby, ein. Der Mutter und Bruder Sangha gelingt vorerst die Flucht. Kumal landet im Zirkus, während Sangha ins Haus des Gouverneurs gelangt, dessen Sohn Raoul ihn vergöttert. Ein Jahr später treffen die ausgewachsenen Brüder bei einem Kampf zur Unterhaltung seiner Majestät wieder aufeinander.

Anfang des 20. Jahrhunderts erschießt der Trophäenjäger Aidan McRory einen Tigervater und fängt eines seiner Jungen, Kumal, während der Mutter und dem zweiten Tigerbaby Sangha die Flucht gelingt. Obwohl McRory Kumal ins Herz schließt, verkauft er ihn später an einen Zirkus. Und auch Sangha gerät in Gefangenschaft und wird nach einem Unfall im Haus des britischen Gouverneurs als Kampf-Tiger abgerichtet. Es kommt wie befürchtet - schon bald stehen sich die Brüder als Todfeinde in einer Arena gegenüber.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Zwei Brüder: Tierabenteuer um die Odyssee zweier Tiger-Brüder aus der Gefangenschaft in die Freiheit.

    15 Jahre nach dem Erfolg von „Der Bär“ bringt Jean-Jacques Annaud, der Naturexperte unter den Filmregisseuren, wieder eine anrührende Geschichte im dokumentarisch gefärbten Segment des Tierfilms auf die Leinwand. Auch wenn sich der Zauber der „Mutter aller Tierfilme“ nicht immer einstellen mag, sind doch die Aufnahmen mit Tigern spektakulär und das Setting im südostasiatischen Dschungel so famos, dass man sich auf klingelnde Kassen im Family-Entertainment-Segment einstellen darf.

    Dafür garantiert die Faszination, die von Annauds bisweilen mehr als beeindruckenden Bildern aus einer unberührten Natur und seiner ungezähmten Bewohner ausgeht. Das Handicap des Films aber, der sich in seinen Flora-, Fauna- und Ethnologie-Episoden schwerelos entfaltet, liegt

    in der Verbindung mit seiner menschlichen Geschichte. Diese will ein bisschen mühselig in Gang kommen, sei es die angedeutete Liebe zwischen dem Hauptdarsteller und einer selbstbewussten Einheimischen, sei es die Läuterung des skrupellosen Jägers und Abenteurers zum nachdenklichen Umweltaktivisten. Vielleicht liegt das Manko in der Besetzung der Rollen. Während der kantige Guy Pearce („Memento“) als charmanter Frauenheld eine erwartet gute Figur macht, schießt Jean-Claude Dreyfus als französischer Gouverneur dagegen oft übers Ziel hinaus und gibt die Karikatur einer Ordnungsperson.

    Anders als ihre menschlichen Gegenspieler, die letztlich wie Figuren vom Reißbrett agieren, zeigen sich die tierischen Darsteller in Hochform. Über 30 Tiger waren im Einsatz, jeder „Hauptdarsteller“ hatte drei Doubles. Die Arbeit mit DV erlaubte hautnahes Herangehen und erzeugt eine Gefühl von Nähe und Direktheit im Umgang mit den Tieren, dafür bleiben die Landschaftspanoramen flach, fehlen die wirklich großen Kinobilder. Die Mischung aus gedrehtem Material, Spezialeffekten und Computeranimation bei den Tierstunts ist dafür gelungen. Gedreht wurde 180 Tage lang in Thailand und Kambodscha, wo Jean-Marie Drejous wunderschöne Aufnahmen von Landschaften gelangen, in denen alte Tempel wie verwachsen mit ihnen scheinen.

    Die Geschichte spielt in Kambodscha Anfang des 20. Jahrhunderts. Weil sein Handel mit Elfenbein nicht mehr funktioniert, wendet sich Jäger Aidan McRory dem lukrativeren Geschäft mit antiken Statuen zu. Auf einer Expedition in den Dschungel entdeckt er eine Tiger-Familie, die in einem alten Tempel zu Hause ist. Er erschießt den Vater und fängt Kumal, ein Tigerbaby, ein. Der Mutter und Bruder Sangha gelingt die Flucht. McRory entwickelt Zuneigung zu dem wilden Kleinen, dennoch verkauft er ihn an einen Zirkus. Auch der sanftmütige Sangha wird später gefangen und kommt ins Haus des Gouverneurs, dessen kleiner Sohn Raoul ihn vergöttert. Nach einem Unfall gerät er in die Hände eines Mannes, der Tiger für Sportwettkämpfe abrichtet. Und so treffen, ein Jahr später, die ausgewachsenen Brüder wieder aufeinander - als Kontrahenten in einem Kampf zur Unterhaltung seiner Majestät, dessen Unterstützung der Gouverneur braucht, um den Dschungel für den Tourismus zugänglich zu machen. Die Brüder erkennen sich aber wieder und flüchten.

    Die märchenhafte Schicksalsfügung setzt sich fort im eigentlichen dramatischen Highlight, wenn Raoul „seinem“ Schützling in den Dschungel folgt und dem zunächst allzeit schussbereiten McRory eine Lektion erteilt: Die Tiger erkennen ihre früheren menschlichen Bezugspersonen, nehmen Abschied von ihnen und ziehen friedlich von dannen in die Freiheit. Trotz der gesellschaftspolitischen Bezüge erzählt Annaud nach einer eigenen Story eine universelle Geschichte um Freundschaft, Vertrauen und das Miteinander von Mensch und Tier, die im Segment Familienfilm allemal gute Unterhaltung und eine Abwechslung zur verniedlichten Disney-Tierwelt verspricht. boe.

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  • Filmvorstellung

    Am 16. September startet der familienfreundliche Abenteuerfilm „Zwei Brüder“ im Vertrieb von Tobis in den deutschen Kinos. Der französische Regisseur Jean-Jacques Annaud ist durch Filme wie „Der Name der Rose“, „Sieben Jahre in Tibet“ oder „Duell - Enemy at the Gates“ bekannt. Die Hauptrolle, neben zwei Tigern, spielt Guy Pearce („L.A. Confidential“, „Memento“)´.

    Kino.de Redaktion  

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