Filmhandlung und Hintergrund

Drama um das Machtspiel eines jungen Pärchens mit einer wohlhabenden, etwas älteren Frau.

Handwerk hat goldenen Boden und die junge Suzanna Bukowski, die alle nur „Zazy“ (Ruby O. Fee) nennen hat ihre ganz eigene Interpretation dieses alten Sprichworts. Die 18-jährige macht eine Ausbildung zur Maßschneiderin in einem italienischem Örtchen nahe des Gardasee. Ihr Chef Patrizio (Claudio Caiolo) ist streng, aber einer der beliebtesten Schneider für die High Society, die in den umliegenden Luxushotels ihr Leben genießt. Zazy hat davon allerdings nicht viel, denn sie ist meistens im Obergeschoss des Ladens beschäftigt, während ihr Chef die hochwertige Kundschaft betreut. Einsam mit Nadel und Faden, ganz so hatte sich die schöne junge Frau ihre Ausbildung in Italien nicht vorgestellt und ab und an hilft ein vorgetäuschter Arbeitsunfall dabei, wenigstens ihren 23-jährigen Freund Tomek (Paul Boche) häufiger sehen zu können. Der allerdings muss sich ihre ausgiebigen Klagen nach Feierabend anhören, denn Zazy kann eigentlich keine Knöpfe und Reißverschlüsse mehr sehen. In Wirklichkeit will sie am Liebsten beim Fernsehen Karriere machen und Moderatorin werden. Und unverhofft bietet sich dafür tatsächlich eine Chance, denn Marianna Berg (Petra Hultgren) kommt in den Laden. Sie ist die Gattin des sehr bekannten TV-Entertainers Maximilian Berg (Philippe Brenninkmeyer) und da Zazy ihr maßgeschneidertes Kleid verpatzt, bekommt sie die einmalige Gelegenheit die prominente Kundin nach Feierabend aufsuchen zu können. Eines Tages aber bemerkt Zazy, dass auch ihr Chef ein privates Verhältnis zu der verheirateten Marianna unterhält. Mit diesem Wissen beginnt sie, die bekannte TV-Gattin unter Druck zu setzen, die einen Untreue-Skandal unbedingt vermeiden möchte. Zazy will Schweigen, aber im Gegenzug soll Marianna ihr zu ihrer eigenen Karriere in der TV-Branche verhelfen. Ein perfides und sadistisches Spiel um die Macht beginnt.

Hintergrund

Matthias X. Obergs Film feierte seine Europa-Premiere auf dem Filmfest in Hamburg 2016 und verhalf der Jungschauspielerin Ruby O. Fee („Verrückt nach Fixi„) zu einer weiteren Rolle, in der sie brillieren kann. Die in Berlin lebende Schauspielerin war zuletzt mit „Seitenwechsel„, einer Geschlechterkomödie von Vivian Naefe, und im Familiendrama „Rockabilly Requiem“ von Till Müller-Edenborn auf der großen Leinwand zu sehen. Aber auch im TV war sie in den letzten Jahren sehr präsent, so zum Beispiel im „Tatort: Happy Birthday, Sarah“ von 2013 mit den Kommissaren Lannert (Richy Müller) und Bootz (Felix Klare) in der Rolle einer verbockten Teenagerin. 2016 erschien sie im Kölner „Tatort: Kartenhaus“ als vorwitziges Gangster-Girlie. Im neuen Film von Oberg gibt sie nun die durchtriebene Erpresserin, die knallhart keine fiese Unternehmung scheut, um ihren Traum von der Fernsehkarriere zu erfüllen.

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