Wilde Engel

  1. Ø 5
   2002
Wilde Engel Poster

Filmhandlung und Hintergrund

Wilde Engel: Action-Pilot: "Drei Engel für Charlie" made in Germany.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Wenn RTL es so richtig krachen lassen will, ruft der Sender bei Hermann Joha an; Joha („Alarm für Cobra 11“) gilt zumindest in Köln als „Action-Produzent Nr. 1“. Tatsächlich kann keiner in Deutschland schönere Unfälle choreographieren. Weil Joha aber mit der Beaufsichtigung tollkühner Stunts und atemberaubender Aktionen in der Regel völlig ausgelastet ist, wirken die Darsteller in seinen Filmen immer ein bisschen allein gelassen. Deshalb ging RTL bei diesem Werk aus Johas Action-Schmiede auf Nummer sicher und verpflichtete für „Wilde Engel“ mit Sigi Rothemund („Alles außer Mord„) auch noch einen Regisseur mit großem Renommee. Genützt hat es trotzdem nicht viel, denn das meiste Geld ist für die sündhaft teuer aussehenden Spezialeffekte draufgegangen; für eine hochkarätige Besetzung, die nicht nur überzeugend kämpfen, sondern auch gut spielen kann, war dann nicht mehr genug übrig. Entsprechend hölzern werden die ohnehin nicht gerade originellen Dialoge (Autor: Timo Berndt) vorgetragen.

    Ist aber alles egal, weil „Wilde Engel“, eine nur notdürftig kaschierte Kopie von „Drei Engel für Charlie“ (allerdings stärker vom Kinofilm als von der Serie inspiriert), trotzdem richtig Spaß macht. Ständig fliegt den drei Heldinnen irgendwas um die Ohren, die Männer sind fast alle fies und müssen entsprechend oft verprügelt werden, und überhaupt gibt es für Lena, Rabe und Franziska keine Situation, die nicht mit ein paar gezielten Fußtritten zu klären wäre.

    Mehr Mühe als mit den Dialogen gab sich Berndt mit der Geschichte, die endlich mal eines Pilotfilms würdig ist. Hübsch ist schon allein die Rekrutierung seiner Spezialtruppe: Die Mädels treffen sich bei einem Banküberfall. Lena (Eva Habermann) hat ihren ersten Tag als Polizistin, Kickboxerin und Mechanikerin Rabe (Birgit Stauber) ist die Freundin des Gangsters und der dritten im Bunde, Franziska (Susann Upplegger), gehört die Bank. Erst kommt es zur fröhlichen Verfolgungsjagd quer durch Köln (auch wenn Köln nicht nach Köln aussieht), dann zum Schusswechsel mit den Bösewichten auf einem militärischen Übungsgelände, und schon hat das Schicksal das Trio zusammengeschweißt. Motor der Handlung sind Druckplatten für 100-Mark-Scheine: Ausgerechnet Lenas neuer Chef (László I. Kish) macht gemeinsame Sache mit ein paar Soldaten, die die Blüten gegen jene Scheine umtauschen wollen, die dem Euro weichen mussten.

    Auch wenn die Handlung mitunter ein paar mal hakt: Die drei „Engel“, die am Ende der Geschichte endgültig als Mädchen für besondere Fälle engagiert werden, machen ihre Sache ordentlich. Stunts und Effekte sind in der Tat sehenswert. Ganz gleich, ob die Damen per Hubschrauber, Auto oder Motorboot unterwegs sind: Außer einem Panzer fliegt alles erst durch die Luft und dann in die Luft. Ohnehin explodiert ständig irgendwas, und in der Rahmenhandlung – Berndt erzählt den Film als Rückblende – wird gar eine ganze Fabrik in Schutt und Asche gelegt. tpg.

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