Wie schreibt man Liebe?

   Kinostart: 13.11.2014
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Filmhandlung und Hintergrund

Romantische Komödie mit Charmebolzen Hugh Grant als ehemals gefeiertem Hollywood- Autor, der aus Geldnot eine Dozentenstelle an einer Provinzuni antritt.

Dass das Filmbusiness ein hartes Pflaster ist, dürfte jedem bekannt sein. Dass ein Erfolg in diesem Geschäft ebenfalls kein Garant für eine lebenslange Karriere ist, steckt in der ersten Erkenntnis ebenfalls mit drin. Und so muss sich der Drehbuchautor Ray Michaels (Hugh Grant) der Tatsache stellen, dass sein einstiger Stern wohl oder übel erloschen ist. Ende der 1980er Jahre arbeitete sich Michaels in Hollywood nach ganz oben und wurde schließlich mit einem Oscar in der Drehbuchkategorie geehrt. Davon ist allerdings nun nichts mehr übrig, sodass er einen Job an einem kleinen College am anderen Ende der USA annehmen muss, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Um der Trostlosigkeit etwas zu entgehen, lädt er sich in seine Drehbuch-Klasse nur attraktive Studentinnen, die er vorher persönlich ausgewählt hat. Während er also beginnt, bei den jungen Damen zu landen und ihnen etwas von seinen Kenntnissen zu vermitteln, begegnet er auch der anderen Studentin Holly (Marisa Tomei), deren Reiz er sich schwer entziehen kann. Diese hat den Schwerenöter aber schon längst durchschaut…

Eine romantische Komödie von der britischen Insel schreit vor allem nach einem: Hugh Grant. Seit jeher ist der Schauspieler für seine Rollen in diversen RomComs, wie etwa „Tatsächlich… Liebe“, „Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück“ und natürlich „Notting Hill“, bekannt und beliebt. Da war es kaum eine Überraschung, dass Regisseur Marc Lawrence ihn in der charmanten Hauptrolle verpflichtete. Zudem kennen sich die beiden schon und haben bereits bei „Mitten ins Herz – Ein Song für Dich“, „Ein Chef zum Verlieben“ und „Haben Sie das von den Morgans gehört?“ zusammengearbeitet. In „Wie schreibt man Liebe?“ sind ebenfalls zwei Oscar-Preisträger mit von der Partie: Marisa Tomei („Mein Vetter Winnie“) verkörpert das Liebesinteresse von Hugh Grants Charakter, während J.K. Simmons („Whiplash“) einen anderen Lehrer am College darstellt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Die Komödie "Wie schreibt man Liebe?" ist mit ihrem Charme und trockenen Humor passgenau auf ihren Hauptdarsteller Hugh Grant zugeschnitten. Der Regisseur und Drehbuchautor Marc Lawrence ("Ein Chef zum Verlieben", "Mitten ins Herz – Ein Song für dich") weiß in seiner vierten Zusammenarbeit mit dem Schauspieler offensichtlich ganz gut, wo dessen Talente liegen. In der Miene des von Karriereknick und Midlifecrisis geplagten Hollywoodautors Keith Michaels spiegelt sich permanent eine leicht belustigte Irritation: Im Provinznest Binghamton ticken die Uhren anders und der Nachbar schaut am Morgen zum Schlafzimmerfenster herein.

      Der Wandel vom arroganten Promi mit Starallüren zum engagierten Lehrbeauftragten geht Keith ziemlich gegen den Strich. Aber er demonstriert, dass es nicht schlimm ist, sich selber Steine in den Weg zu legen, wenn man sie nur so elegant und gentlemanlike wie er wieder beiseite räumt. Selbst die strenge, scharfsinnige Professorin Mary Weldon ist gegen seine Charmeoffensive nicht immun. Als Frauenschwarm darf sich Hugh Grant in dieser Komödie außer an der fabelhaften Allison Janney noch an zwei weiteren Filmpartnerinnen erproben. Die anfängliche Intimität mit der Studentin Karen (Bella Heathcote) entpuppt sich als Bumerang. Und die hart arbeitende Mutter Holly schließlich, die sich ihr Studium durch Jobs finanziert, ist genau der Typus Frau, den Keith bisher gerne mied. Ihre klugen Argumente setzen ihn schnell unter Druck: Er wird sich anstrengen müssen, um sie – fachlich und menschlich - zu überzeugen.

      Die gut konstruierte Handlung wechselt beschwingt zwischen mehreren Themen: Romantik, persönliche Neuorientierung, die Kunst, ein spannendes Seminar zu halten, Elternschaft. Keith war einmal ein guter Vater und wird in Binghamton daran erinnert, wie sehr er seinen Sohn vermisst. Grant beackert alle diese Inhalte mit einer Mischung aus Herzlichkeit, Unbekümmertheit und Ironie. Seine Dialoge sind gespickt mit trockenem Humor. Die Wohlfühlkomödie erfindet zwar das Rad nicht neu, bereitet aber dennoch ein rundes Kino-Vergnügen.

      Fazit: Die beschwingte und gut konstruierte Komödie "Wie schreibt man Liebe?" lebt ganz vom Charme ihres Hauptdarstellers Hugh Grant.
    2. Wie schreibt man Liebe?: Romantische Komödie mit Charmebolzen Hugh Grant als ehemals gefeiertem Hollywood- Autor, der aus Geldnot eine Dozentenstelle an einer Provinzuni antritt.

      Auch als abgestürzter Oscarpreisträger, der sich als Provinzdozent durchschlagen muss, zeigt Hugh Grant seine Qualitäten als Charmeur ohne Verfallsdatum.

      Diese Rolle scheint dem britischen Schwerenöter, der 2012 innerhalb von drei Monaten zweimal Vater wurde, auf den Leib geschrieben zu sein. Autor-Regisseur Marc Lawrence („Mitten ins Herz“) greift diese schlagzeilenträchtige Wirkung in seiner vierten Zusammenarbeit mit Grant offensiv auf, vergisst aber die Läuterung nicht, die in dieser formeltreuen, aber unbeschwerten romantischen Komödie ins Happy End mündet.

      Grants Figur Keith Michaels wird auch nach 15 Jahren nur auf seinen größten Erfolg, den Drehbuch-Oscar, angesprochen, ist aber in Hollywood nach vielen Flops nur noch ein Oldtimer, dem der Sprit ausgegangen ist. Sein früherer Promistatus ist jedoch im Provinzstädtchen Binghamton, an dessen Uni der finanziell angeschlagene Autor eine Dozentenstelle angetreten hat, ein Magnet für die hübsche, ehrgeizige Karen (Bella Heathcote), die nach kurzem Gedankenaustausch in seinem Bett landet. Dummerweise ist die Studentin auch in seinem Drehbuchkurs, was zur Kollision mit den moralischen Grundgesetzen der Uni und deren Hüterin, einer hüftsteifen Literatur-Professorin, führt. Als vernünftigere romantische Option lernt Michaels eine zweifache Mutter (Marisa Tomei) kennen, die ihm als beruflicher und privater Ratgeber den Weg in ein neues Leben zeigt.

      Lawrences Drehbuch verknüpft Hollywoodträume, die sich auch auf regionalen Gutmenscheninseln erfüllen können, mit einem optimistischen Pädagogikmärchen, in dem der anfangs lustlose Lehrer zur Inspiration für seine Schüler wird. Einen möglichen Exkurs zu „Eine verhängnisvolle Affäre“ unternimmt der Film nicht, auch wenn die im Laufe des Plots als Beziehungstabu aussortierte Karen die Krallen ausfährt. Doch auch von ihr lässt sich „Wie schreibt man Liebe?“ letztlich nicht seine Unschuld nehmen. Liebenswert sympathisch, aber auch etwas blass bleiben seine Figuren, denen ausgebaut unberechenbare, etwas verrücktere Züge gut getan hätten. Am witzigsten ist diese Dialogkultur durchaus pflegende Komödie immer dann, wenn Grant den Grinch rauslässt, egoistisch handelt und sich politisch inkorrekt um Kopf und Kragen redet. Womit die erste Hälfte mehr Biss, die zweite Hälfte mehr Herz hat. kob.

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