Was nicht passt wird passend gemacht

  1. Ø 4
   2002
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Filmhandlung und Hintergrund

Was nicht passt wird passend gemacht: Makabre Komödie vom Bau, die durch (Ruhrpott-)Pointen, authentische Dialoge, markante Figurenzeichnung und flüssigen Erzählstil besticht.

Am Bau gibt’s keine Probleme, sondern nur Lösungen. Klotür zu klein, Haus zu kurz, Fliegerbombe im Keller oder ein toter Arbeiter in der Grube – bei der Truppe um Polier Horst (Willy Thomczyk, „Die Camper“) gilt: Was nicht passt, wird eben kurzerhand passend gemacht. Peter Thorwarth („Bang Boom Bang„) inszenierte seinen gleichnamigen Oscar-nominierten Kurzfilm von 1996 neu und in Spielfilmlänge und wieder ist ihm eine herrliche Ruhrpott-Komödie mit dem Zeug zum Kultfilm gelungen.

Polier Horst und seine Kumpels Kalle und Kümmel haben ihre Baustelle bestens im Griff. Denn mit der Devise „Was nicht passt, wird passend gemacht“ lassen sich Hindernisse wie alte Fliegerbomben oder illegale Hilfsarbeiter problemlos aus dem Weg räumen. Kritisch wird’s erst, als der Architekt seinen Besuch ankündigt, die Besitzer unangenehme Fragen stellen und ihnen Boss Wiesenkamp einen neuen Praktikanten aufs Auge drückt.

Polier Horst und seine Kumpels vom Bau, Kalle und Kümmel, schaffen mit Einfallsreichtum Probleme wie alte Fliegerbomben oder illegale Hilfsarbeiter locker aus dem Weg. Kritisch wird’s erst, als der penible Architekt seinen Besuch ankündigt, die ständig anrückenden Besitzer unangenehme Fragen stellen und ihnen Boss Wiesenkamp einen Praktikanten aufs Auge drückt. Der schwirrt viel lieber um Horsts hübsche Tochter Astrid herum als zu arbeiten. Als Wiesenkamp das finanzielle Aus droht, rührt sich das schlechte Gewissen der Jungs…

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Kritikerrezensionen

  • Mit seinem Leinwand-Debüt „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ konnte Nachwuchs-Regisseur Peter Thorwarth vor drei Jahren nicht nur die Filmkritik überzeugen, seine makabre Komödie kam auch beim Publikum bestens an und zählte mit mehr als 450.000 Zuschauern zu den erfolgreichsten deutschen Filmen des Jahres 1999. Nun präsentiert der Absolvent der Münchner Filmhochschule mit „Was nicht passt, wird passend gemacht“ eine weitere Komödie, die im Vergleich zum Erstling im Ton ein wenig verhaltener ausgefallen ist und zudem eine romantisch angehauchte Love Story enthält, die sich wie ein Leitfaden durch die Handlung schlängelt.

    Mit „Was nicht passt, wird passend gemacht“ bearbeitet Thorwarth einen Stoff, der ihm bereits bestens vertraut ist. Schließlich basiert sein zweites abendfüllendes Kinowerk auf dem gleichnamigen Kurzfilm, den er 1996 selbst inszenierte. In dem preisgekrönten 15-Minüter, der unter anderem mit einer Nominierung für den Studenten-Oscar bedacht wurde, geht es um eine Handvoll gerissener Bauarbeiter, die einen tödlichen Unfall fingiert, um so von ihrem zahlungsunwilligen Boss „Schweigegeld“ zu kassieren. Das Autoren-Team Mathias Dinter und Martin Ritzenhoff, das zuletzt mit dem detailgenau beobachteten Drehbuch zu Tomy Wigands Schalke-Komödie „Fußball ist unser Leben“ auf sich aufmerksam machte, hat diese (Kurz-)Geschichte komplett in ihr Skript integriert und drumherum eine Story gestrickt, die von jedem etwas enthält und sowohl als Milieu-Studie als auch als Ruhrpott-Romanze oder Sozialsatire durchgehen könnte. Im Zentrum des Geschehens stehen Polier Horst (Willi Thomczyk) und seine Kumpels Kalle (Ralf Richter) und Kümmel (Hilmi Sözer). Die Drei haben ihre Baustelle, auf der das Fertighausmodell Waldesruh entstehen soll, eigentlich bestens im Griff. Denn mit der Devise „Was nicht passt, wird passend gemacht“ lassen sich allerlei Hindernisse wie alte Fliegerbomben oder illegale Hilfsarbeiter problemlos aus dem Weg räumen. Kritisch wird’s erst, als der penible Architekt seinen (Kontroll-)Besuch ankündigt, die pausenlos vorbeiradelnden Besitzer unangenehme Fragen stellen und ihnen Boss Wiesenkamp (Dietmar Bär) einen neuen Praktikanten aufs Auge drückt. Der Architektur-Student namens Philipp (Peter Thorwarth) hat nämlich mit echter Arbeit wenig am Hut und schwirrt stattdessen ständig um Horsts hübsche Tochter Astrid (Alexandra Maria Lara) herum. Als Wiesenkamp jedoch wegen der „Schweigegeld“-Zahlung endgültig vor dem finanziellen Aus steht, rührt sich das schlechte Gewissen. Das Trio besinnt sich eines Besseren und versucht nun zu retten, was noch zu retten ist…

    Bei der Besetzung von „Was nicht passt, wird passend gemacht“ hat Thorwarth weitgehend auf jene Schauspieler zurückgegriffen, die sich bereits beim Kurzfilm bewährten. Dazu zählt neben Richter und Thomczyk auch er selbst. Neu an Bord ist unter anderen „Tatort“-Kommissar Dietmar Bär, der den Mut hatte, in die Rolle des verstorbenen Diether Krebs zu schlüpfen. Während Bär und seine Jungs vom Bau, zu denen auch noch Komödien-Ass Hilmi Sözer gehört, ihre Sache mit Bravour lösen, braucht Thorwarth ein wenig Anlaufzeit, um als jugendlicher Liebhaber zu überzeugen. Doch wenn die Chemie zwischen ihm und der wie immer souveränen Alexandra Maria Lara („Die Bubi Scholz Story“, „Südsee, eigene Insel“) einmal stimmt, funktioniert auch der romantische Aspekt der Komödie, die – wie schon ihr Vorgänger „Bang Boom Bang“ durch treffsichere (Ruhrpott-)Pointen, authentische Dialoge, markante Figurenzeichnung und flüssigen Erzählstil besticht. Dank diverser Insider-Gags sowie Cameos von nationalen Größen wie „Comedian Harmonist“ Heinrich Schafmeister, Ex-„RTL Samstag Nacht“-Star Stefan Jürgens oder TV-Comedian Uwe Lücko alias Herbert Knebel werden sich sowohl Thorwarth-Fans als auch Freunde deutscher Komödien bestens amüsieren. Gut möglich, dass der 31-Jährige mit diesem Werk, das zwar an denkbare Vorbilder wie „Ganz oder gar nicht“ nicht ganz herankommt, das Einspielergebnis von „Bang Boom Bang“ übertreffen kann. Vorausgesetzt, Senator gelingt es, durch entsprechende Marketing-Maßnahmen das potenzielle Zielpublikum zu mobilisieren. lasso.

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