Vorstadtkrokodile 3

  1. Ø 4
   2010
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Vorstadtkrokodile 3 Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Vorstadtkrokodile 3: Der Abschluss der Ruhrpott-Jugendbanden-Trilogie ist in erster Linie spaßgetriebener Actionkrimi, besitzt aber auch zahlreiche emotionale und dramatische Momente.

Als Hannes von den Krokodilen zum Geburtstag einen Gutschein für eine Go-Kart-Fahrt erhält, löst er diesen natürlich sofort mit seinen Kumpels ein. Da kommt es auf der Bahn zu einem tragischen Unfall, bei dem sich Frank lebensgefährlich verletzt. Die erschütternde Diagnose: Frank braucht dringend eine Organspende – und der Einzige, der dafür infrage kommt, ist ausgerechnet dessen krimineller Bruder Dennis, den die detektivisch veranlagten Krokodile einst höchstpersönlich hinter Gitter gebracht hatten.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Die Clique hat sich für Hannes' Geburtstag etwas besonderes überlegt: Einen Gutschein zum Go-Kart-Fahren. Bei dieser Fahrt verletzt sich Frank so schwer, dass er operiert werden muss und eine Organspende braucht, um zu überleben. Doch der einzige in Frage kommende Spender, sein Bruder, sitzt im Gefängnis. Und wieder hält die Gang zusammen wie Pech und Schwefel, beweist Mut und Abenteuerlust. Die Kids sind erwachsener geworden, beschäftigen sich mit wichtigen Themen wie Verantwortung, Liebe, Eifersucht. Dabei schafft es der Film, sowohl die jugendliche als auch die erwachsene Perspektive perfekt miteinander zu verbinden. An den actionreichen Ausbruchsszenen und der rasanten Go-Kart-Fahrt durch ein Parkhaus werden alle ihre helle Freude haben. Daneben überzeugen vor allem die detailgenaue Ausstattung und die vielen spielerisch eingewobenen Filmzitate. Spaß, Action, sympathische Darsteller und ein perfektes Drehbuch - dies ist bestes Genre-Kino, kindgerecht und stilsicher umgesetzt. Jurybegründung: Die Mitglieder der Jugendbande aus dem Ruhrgebiet sind erwachsener geworden, und ein illegales Kartrennen machen sie im Grunde nur noch um der alten Zeiten willen. Doch dabei passiert ein schlimmer Unfall, nach dem ein Vorstadtkrokodil dringend eine Organspende von seinem Bruder benötigt. Genau diesen allerdings hatten die jungen Helden im zweiten Teil in den Knast gebracht. Also wird als eine fast klassische noble Tat der ritterlichen Helden der Ausbruch des verlorenen Bruders geplant. Der Rest des Film folgt im Grunde den Konventionen eines Ausbruchsfilms und man merkt, mit wie viel spielerischer Fantasie dieses Genre hier parodiert wird. So wird im Gegensatz zu den Konventionen ein Einbruch in den Knast durchgeführt, und nachdem dieser erste hochkomplizierte Plan der Vorstadtkrokodile grandios scheitert, werden für den zweiten Versuch alle wohlmeinenden Erwachsenen rekrutiert, was zu einer hochkomischen Dialogszene zwischen Nora Tschirner und den jungen Darstellern führt. Auch die Szenen, in denen die Krokodile unter sich sind, haben viel Witz und Energie. Man merkt dabei, wie gut alle im Team inzwischen aufeinander eingespielt sind. Und selbst das Konzept, dass jedes Kind eine spezielle Eigenart hat und dabei die Schwächen und Behinderungen der einzelnen vom Team akzeptiert werden, ist im dritten Teil noch nicht verbraucht. Der Stotterer, der Rollstuhlfahrer und der nicht ganz so Schlaue, - sie alle laufen im Team zu großer Form auf, und da die Pubertät schon gefährlich nah ist, bekommt die Freundschaft zwischen Hannes und Maria immer mehr romantische Untertöne. Mit vielen Anspielungen auf Phänomene der aktuellen Jugendkultur (wie etwa die Vampirromane und -filme, von denen die Mädchen schwärmen, während sich die Jungs über sie lustig machen), ist der Film ganz auf der Höhe der Zeit. So ist die Lebenswelt von Heranwachsenden dieser Altersgruppe gut getroffen, und auch deshalb bleiben die Vorstadtkrokodile durchweg positive Identifikationsfiguren für ihr Publikum, das auch diesen Film wieder lieben wird. Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Die beiden ersten Teile der Vorstadtkrokodil-Trilogie waren ein angenehmer Abstecher aus dem semi-reallen Alltag der Wilden Kerle ins bodenständige Ruhrpott Milieu. Die Kids bewiesen sich gegen Kleinkriminelle und machthungrige Geschäftsleute und retteten dabei ganz nebenbei auch noch einen Familienbetrieb.

    Genau diese Kombination aus Kriminalgeschichte und Familiendrama macht die Trilogie so charmant und sehenswert, und ist sicherlich einer der Gründe, warum Schauspieler wie Nora Tschirner auch dieses Mal wieder mit an Bord sind.

    Leider bricht der dritte Teil, im Vergleich zu seinen Vorgängern, ein wenig ein. Es mag daran liegen, dass sich die Krokodile dieses Mal auf einen eher fragwürdigen Plan einlassen, und damit das Universum von Schwarz und Weiß, Gut und Böse, endgültig verlassen. Zu ihrer Entschuldigung bleibt aber zu sagen, dass die Krokodile nicht die Krokodile wären, wenn ihre Geschichten nicht schon immer alle Seiten einer Straftat ausgeleuchtet hätten. Der Ruhrpott ist eben eine Welt der grauen Schattierungen.

    So ist die Antwort auf diese Frage dieses Mal im Plot zu finden. Der wenig glaubwürdige Aufhänger der Story, macht es dem Rest des Filmes schwer zu bestehen. Die Krokodile müssen in ein Gefängnis einbrechen um einen Verbrecher herauszuholen? Um ein Leben zu retten?

    Da hilft auch die Kehrtwendung der Geschichte im letzten Teil nicht, als plötzlich Hannes Mutter (Nora Tschirner), als verantwortungsvolle Erwachsene eingeweiht wird. Diese versucht Ordnung in die verfahrene Sache zu bringen, indem sie die Medien kontaktiert (aber da nimmt leider niemand den Hörer ab). Eine weitere Sackgasse.

    Tragisch ist in jedem Fall, die Abwesenheit von Olli und Kai. Die beiden hatten den ersten Teilen ihren eigenen Stempel aufgedrückt und sind ebenso unabdingbar wie Hannes und Maria, die die Bande alleine nicht tragen können. Schlauerweise ist diese Tatsache in den Plot eingebettet, wird aber leider nicht bis ins Letzte ausgereizt.

    Die ambitionierte, aber leider völlig unangebrachte, Optik, die sich der Regisseur der Oceans-Reihe entliehen hat, hilft dem Plot auch nicht weiter. Es tut uns leid, aber Nick Romeo Reimann ist nicht George Clooney und es ist auch nicht lustig, wenn er versucht so auszusehen.

    Glücklicherweise findet der Film am Ende dann doch noch zu seiner Kreativität zurück und das charmante Ende entschädigt ein wenig für die zuvor erlittene Enttäuschung.

    Fazit: Im Vergleich zu den ersten beiden Teilen eine Enttäuschung, dennoch besser als viele andere Teenie-Filme.
  • Im letzten Teil der Jugendbandenreihe geht es für die cleveren Vorstadtkrokodile um Leben und Tod.

    Zwei Leinwandabenteuer lang haben uns die „Vorstadtkrokodile“ nun schon prächtig unterhalten. Dabei hat die coolste Jugend-Gang der Welt nicht nur heldenhaften Mut und ausgebuffte Cleverness bewiesen, sondern auch gezeigt, was man durch Vertrauen, tiefe Freundschaft und bedingungsloses Zueinanderstehen erreichen kann. Doch im dritten Teil der Bandenreihe, deren Figuren auf dem gleichnamigen Bestseller-Roman von Max von der Grün basieren, müssen die Krokos um Hannes (Nick Romeo Reimann), Kai (Fabian Halbig), Olli (Manuel Steitz) und Maria (Leonie Tepe) richtig an ihre Grenzen gehen. Dabei beginnt alles ganz harmlos: Als Hannes von den Krokodilen zum Geburtstag einen Gutschein für eine Go-Kart-Fahrt erhält, löst er diesen sofort ein. Da kommt es auf der Bahn zu einem tragischen Unfall, bei dem sich Frank lebensgefährlich verletzt. Die erschütternde Diagnose: Frank braucht dringend eine Organspende – und der einzige, der dafür in Frage kommt, ist ausgerechnet dessen krimineller Bruder Dennis (Jacob Matschenz), den die Krokodile höchstpersönlich hinter Gitter brachten. Dort sitzt er mit seinem Einbrecher-Kumpel Kevin (Axel Stein). Die Zeit rennt, aber ein Krokodil gibt niemals auf, sondern schmiedet lieber einen scheinbar undurchführbaren Plan …

    Wie schon seine Vorgänger ist auch Teil 3 an Action, Fun und originellen Stunts kaum zu überbieten. Vor allem eine spektakuläre Knasteinbruchssequenz, in der Hannes‘ Mama alias „Zweiohrküken“ Nora Tschirner eine Schlüsselrolle zukommt, macht die coole Vorstadtbande unvergesslich. Fazit: Ein absolut würdiger Abschluss der Kroks-Trilogie.

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