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Filmhandlung und Hintergrund

Vollidiot: Auf Titelheld Oliver Pocher zugeschnittene Komödie um einen Loser, der seine Traumfrau erobern will.

Simon (Oliver Pocher), ein dröger Telefon-Verkäufer, kann sich in Kürze einmauern lassen: Er wird dreißig, ist einsamer Single, seit ihn seine Freundin vor einem Jahr verlassen hat, und wird vom Unglück verfolgt. Verzweifelte Anmachversuche im Kölner Nachtleben führen partout nicht zum Erfolg und die Verkupplungsbemühungen seiner kroatischen Putzfrau hemmen ihn restlos. Dann sieht er in einer Cafeteria die südamerikanische Milchschaumfachkraft Marcia (Ellenie Salvo González) und ist für immer verliebt. Nur ansprechen müsste er sie noch.

Tobi Baumann

Simon Peters wird bald 30 und hat weder die große Karriere noch die richtige oder überhaupt eine Frau an seiner Seite. Seine Putzfrau versucht das zwar mit für ihn arrangierten Dates zu ändern und Simon ist auch im Nachtleben aktiv auf der Suche, doch erst der Blick auf eine Coffee-Shop-Angestellte beschert ihm die Frau seines Lebens. Doch die weiß natürlich noch nichts von ihrem Glück.

Simon Peters wird bald 30 und hat weder die große Karriere noch die richtige oder überhaupt eine Frau an seiner Seite. Deshalb startet er mit tatkräftiger Unterstützung zweier Freunde zahlreiche Versuche, wieder unter die Haube oder zumindest in weiblicher Begleitung aufs Sofa zu kommen. Dass ausgerechnet sein Lieblingslokal einer Filiale der “All American Coffee Company” gewichen ist, erbost Simon zusätzlich. Doch dort entdeckt er Marcia, die zukünftige Mutter seiner Kinder. Nur davon weiß die Schönheit selbst noch nichts.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der männliche Junggeselle im verzweifelten Kampf um die Gunst der unberechenbaren Schönen und der unsensible Versager, der erst sich selbst finden muss, damit er sein seelisches Gleichgewicht erlangt, ist in "Vollidiot" ein und dieselbe Person: Oliver Pocher alias Simon. Diese Figur kommt einem bekannt vor und ihr wurden tatsächlich schon so viele Romane und Filme gewidmet, dass sie keinen Neuigkeitswert mehr besitzt. In den Geschichten um sie ändern sich nur der Ort, die Zeit und der Unterhaltungsgrad.

    Und der ist in "Vollidiot" nicht besonders hoch. Zwar gibt es im Film genügend gelungene Gags, um den Zuschauer am Einschlafen zu hindern, doch definitiv zu wenige, um ihn in halbwegs euphorische Stimmung zu versetzen. Für seine Freunde ist Simon immer schwerer zu ertragen, für den Zuschauer irgendwann auch.

    Dabei kann er zunächst einmal überhaupt nichts für seine Lage. Schuld sind die Frauen. Sie sind so kompliziert, dass ein armer, alleinstehender Mann wie Simon verwirrt an ihrem Wesen scheitert. Und als auch er dann endlich begriffen hat, dass nicht die Frauen, sondern er selbst das Problem ist, ist der Film auch schon zu Ende.

    Dabei fängt alles recht unterhaltsam an. In Werbeclip-Manier bietet sich dem Zuschauer ein rasender Einstieg in Simons Leben, das er selbst nach Herzenslust kommentiert. Dann jedoch verliert der anfänglich noch sprühende Witz an Fahrt, bis er nach und nach versandet. Irgendwann ist der Film dann bloß noch eine Aneinanderreihung grobmotorischer Gags und unsinniger Lebensweisheiten.

    Dass Oliver Pocher über kein schauspielerisches Talent verfügt, wird zumindest teilweise dadurch ausgeglichen, dass ihm nichts peinlich ist, was dem Film selbst allerdings nur bedingt weiter hilft. Kleinere Schubhilfen in Sachen Unterhaltungswert werden auch von Gaststars wie Anke Engelke oder Herbert Feuerstein geleistet, deren Rollen durchaus mehr Raum verdient hätten.

    Insgesamt ist "Vollidiot" ein eher langweiliger Film, der seinen Unterhaltungswert wohl erst nach einigem Vorglühen so richtig entfalten kann. Wer sich von glückssuchenden Losern unterhalten lassen will, sollte sich vielleicht besser wieder an Vorgänger wie "High Fidelity", "About a Boy" oder "Herr Lehmann" wenden.

    Fazit: Ein eher mäßig gelungener Film über einen verzweifelten Single in der Selbstfindungskrise, dessen Unterhaltungswert proportional zum Promillewert der Zuschauer steigen dürfte.
  • In der Tommy-Jaud-Verfilmung von “Wixxer”-Macher Tobi Baumann erweist sich Comedy-Star Oliver Pocher als Idealbesetzung des deprimierten Singles mit Sex-Defizit.

    Tommy Jaud ist ein Tausendsassa. Gerade hat er mit Resturlaub – das Cover mit den überdimensionalen Badelatschen war in den Buchhandlungen unübersehbar – seinen zweiten Belletristik-Streich abgeliefert. Davor war das Kölner Multitalent schon als Chefautor erfolgreicher Fernsehsendungen wie “Die Wochenshow” dem Comedy-hungrigen Publikum positiv aufgefallen. Da liegt es in der Natur der Dinge, dass jetzt sein erster Roman “Vollidiot” zu Leinwandehren kommt. Und wer könnte den deprimierten Endzwanziger Simon Peters, tragikomisch-tumber Titelheld in Jauds Buch, besser verkörpern als Oliver Pocher? Tatsächlich spielt der ProSieben-Star nicht, er ist mit Leib und Seele dieser kölsche Jung, der es nicht verwinden kann, dass seine große Liebe ihm den Laufpass gegeben hat. Deshalb startet er mit tatkräftiger Unterstützung seiner Freunde Paula (Tanja Wenzel, die kesse Kamerafrau aus “Wo ist Fred?”) und Flik (Newcomer Oliver Fleischer) einen hilflosen Versuch nach dem anderen, wieder unter die Haube oder zumindest in weiblicher Begleitung aufs Sofa zu kommen. Da müsste es ihm eigentlich den Rest geben, dass ausgerechnet sein Lieblingslokal einer Filiale der “All American Coffee Company” gewichen ist. Doch Fehlanzeige. Denn hinter dem Tresen dieser standardisierten Koffein-Abfüllstation entdeckt er Marcia P. Garcia (Ellenie Salvo González, die schon in “Hui Buh” optisch auffiel), die zukünftige Mutter seiner Kinder. Nur davon weiß die Schönheit aus Bergisch Gladbach selbst noch nichts…

    Mit sprühendem Dialogwitz, haufenweise abgedrehten visuellen Ideen – so braust ein ganzer ICE durch den Flur des armen Simon – und äußerst flottem Tempo setzt Regisseur Tobi Baumann, dessen “Wixxer” 2004 beinahe zwei Millionen Deutsche in die Kinos lockte, der orientierungslosen Jugend zwischen Aufbruch und Nestbau ein Denkmal. Pocher verblüfft dabei als großmäuliger, sexistischer, trotteliger und doch irgendwie liebenswerter Single auf der Suche nach der Frau seines Lebens und ist sich für kein Fettnäpfchen zu schade. Mal macht er sich als vermeintlich werdender Vater in seiner Stammkneipe zum Affen, mal vergrault er mit seiner Porno-DVD-Sammlung im Prinzip sexbereite Stewardessen, mal kehrt er als einziger “ungevögelt” aus dem Kanaren-Urlaub Heim. Zwar gelingt es Baumann nicht immer, für Jauds Wortwitz die adäquaten Bilder zu finden, doch es reicht, um die Gagintervalle kurz zu halten, was an den ironischen Seitenhieben auf Großkonzerne wie IKEA oder die Telekom liegt, aber auch an den Kurzauftritten von Comedy-Größen wie Herbert Feuerstein (als nerviger Gerichtsvollzieher), oder Anke Engelke als Pochers schwarzbebrillte Chefin, die einfach nicht streng sein kann. Wenn man dann noch vernachlässigt, dass die beiden weiblichen Heldinnen Wenzel und Gonzalez gegenüber ihren männlichen Kollegen Pocher und dessen Sympathiepunkte sammelnden Sidekick Fleischer extrem abfallen, darf man sich auf einen Vollidioten freuen, der nah am Leben und gleichzeitig tragikomisch ist. Selten wurde unser Single-Zeitalter so perfekt im Kino abgebildet. lasso.

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