Unterm Radar

  

Filmhandlung und Hintergrund

Terror-Thriller mit Christiane Paul und Heino Ferch in den Hauptrollen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Unterm Radar: Terror-Thriller mit Christiane Paul und Heino Ferch in den Hauptrollen.

    Kampf dem Dschihad - in Elmar Fischers realitätsnahem ARD-Thriller gerät die überragend agierende Christiane Paul als Richterin unter Terrorverdacht.

    Gewisse Parallelen zu „Fremder Freund“ kann man beim aktuellen Film von Elmar Fischer ausmachen, der sich erneut mit Radikalismus und politischem Fanatismus auseinandersetzt - beispielsweise wenn die Mutter anfängt, an ihrer Tochter und deren Gesinnung zu zweifeln. Der Regisseur selbst sieht die WDR-Produktion eher als Fortschreibung seines etwas anderen Buddy-Movies, in dem er von der allmählichen Entfremdung zweier Kumpels erzählt: „‚Unterm Radar‘ hat einen viel größer gefassten Rahmen. Wenn man die Entwicklung rund um den IS, die neue Ausformung des Terrors betrachtet, sind wir heute auch an einem anderen Punkt als 2003.

    Wie Gewaltbereitschaft, Misstrauen und der Ruf nach einer schlagkräftigen Justiz unseren Alltag belasten, darüber räsoniert der Regisseur nach Henriette Buëggers stimmig und konsequent entwickeltem Skript. In Berlin explodiert ein Bus. Des Bombenanschlags verdächtigt werden ein Araber und dessen Freundin, Tochter der Richterin Elke Seeberg. Am Abend des Attentats stürmt eine Spezialeinheit die Wohnung der alleinerziehenden Mutter und verhaftet sie. Richard König, ehrgeiziger Chef der BKA-Terrorabwehreinheit, ist von ihrer Mittäterschaft fest überzeugt, Heinrich Buch, seinem Einsatzleiter, kommen diesbezüglich jedoch bald Zweifel.

    Was nützt uns eine Freiheit, in der wir nicht mehr sicher sind? Und was nützt uns Sicherheit, in der wir nicht frei sind? Dieses Dilemma wird in Form eines modern umgesetzten, von Sten Mende („Freier Fall“) in kräftigen Farben und fast zu sauber gefilmten Thrillers ausgelotet. Blaue Rasterbilder aus Sicherheitskameras zeugen von totaler Überwachung, kein (Telefon-)Gespräch bleibt unbelauscht. „Alle nötigen Mittel sind erlaubt“, lässt der Minister ausrichten, wenn es um den Kampf gegen Polit-Extremisten geht. Dass dabei Unschuldige zu Schaden kommen - etwa in einem Gefängnis, das an Guantanamo erinnert -, wird billigend in Kauf genommen.

    Zynisch, gnadenlos und kalt legt Fabian Hinrichs den „Falken“ König an. „Die neue Logik in der Sicherheitspolitik“ hat der machthungrige Technokrat verinnerlicht. Sein Widerpart ist der reflektierte „good guy“ Buch, den Heino Ferch zurückgenommen, fast schüchtern spielt. „Old school“ ist er, Ex-Alkoholiker und Frontschwein, wovon die speckige „Schimanski“-Jacke zeugt. Zwischen diesen Männern reibt sich die großartige Christiane Paul auf - wütend, verzweifelt und fassungslos. Sie steht unter „staatlicher Kontrolle“, muss sich damit abfinden, „Terroristenmutter“ zu sein. Bis sie sich wehrt, das Gesetz, dem sie lange treu gedient hat, selbst beugt und zum Angriff übergeht. geh.

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