Trollhunter

   Kinostart: 07.04.2011
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Filmhandlung und Hintergrund

Die norwegische Antwort auf "Blairwitch Project", in der sich Studenten mit einer Videokamera auf die Suche nach Trollen in den Wäldern Norwegens machen.

Thomas, Kalle und Johanna sind drei aufgeweckte norwegische Studenten, die sich im Zuge einer geplanten Reportage um Bärenwilderei an die Fersen des dubiosen Hans heften. Dieser geht in seinem abenteuerlich zerkratzten Wohnwagen mysteriösen Dingen nach, was die Neugier des Studententrios weckt - zu Recht. Denn Hans jagt zwar keine Bären, aber dafür Trolle. Er führt die drei in die Geheimnisse dieser mystischen Wesen ein - und davon gibt es einige.

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Darsteller und Crew

  • Otto Jespersen
    Otto Jespersen
  • Glenn Erland Tosterud
    Glenn Erland Tosterud
  • Johanna Mørck
    Johanna Mørck
  • Tomas Alf Larsen
    Tomas Alf Larsen
  • Urmila Berg-Domaas
    Urmila Berg-Domaas
  • Hans Morten Hansen
    Hans Morten Hansen
  • Robert Stoltenberg
    Robert Stoltenberg
  • Knut Nærum
    Knut Nærum
  • André Øvredal
    André Øvredal
  • Sveinung Golimo
    Sveinung Golimo
  • John M. Jacobsen
    John M. Jacobsen
  • Hallvard Bræin
    Hallvard Bræin
  • Per-Erik Eriksen
    Per-Erik Eriksen
  • Jannecke Bervell
    Jannecke Bervell

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Nach einer Welle von Fake-Horror-Dokumentationen wie "The Blair Witch Project", "REC", "Cloverfield" oder zuletzt "The Last Exorcism" konnte es nicht ausbleiben, dass parodistische Antworten darauf erfolgen. So drehte etwa der belgische Ex-"Dogma"-Regisseur Vincent Lannoo mit "Vampires" eine bissige Satire auf lokale Einwanderungspolitik und nationale Skandale, die von den Behörden bislang unter den Tisch gekehrt wurden. Wie ihren Vorbildern geht zahlreichen Mockumentaries, die auf eine Mischung aus falschen Interviews, Archivmaterial und live gedrehten Szenen setzen, viel zu schnell die Luft aus. Leichte Längen im letzen Drittel gehören ebenso zum einzigen Manko einer ansonsten einfallsreichen Pseudo-Doku über das angebliche Wüten von Fabelwesen in Norwegens Flora und Fauna.

      Die Inschrift zu Beginn enthüllt, dass der folgende Film einen Rohschnitt von 283 Stunden gefundenem Material darstellt, wobei von der verantwortlichen Kameracrew bislang jede Spur fehle. Eigentlich wollte eine dreiköpfige Filmstudentengruppe dem Trollunwesen auf den Grund gehen und ließ sich dabei nicht abschütteln, denn ihr großes Vorbild Michael Moore bliebe schließlich ebenfalls stets stur. Dabei stöbern sie einen bärbeißigen Trolljäger auf, der ihnen nach erster Ablehnung doch noch Unterricht in Kunst und Gefahren des Monsterfangs erteilt. Dazu zieht ebenfalls der Bürokratismus seine Kreise, da nach jedem Trolleinsatz für die staatliche Agentur TST („Troll Securty Service“) notwendige Formulare ausgewertet werden müssen.

      Mit dem Vorurteil, Trolle seien gemütliche, sprechende Gesellen, räumt Jäger Hans schnell auf. Das gebe es nur im Märchen. Die echten Waldwesen seien primitive, aggressive Viecher, die nur am Fressen und Zerstören Interesse zeigen. Mit Stromleitungen werden die animalischen Waldmonster in ihre Grenzen verwiesen. Erst „Trollhunter“, kombiniert mit nordischer Mystik, deckt solche Phänomene auf: Tageslicht vertragen die scheuen Ungeheuer etwa überhaupt nicht. Dafür können sie einen Christen sofort am Geruch erkennen, was einem Crewmitglied zum Verhängnis wird.

      Im Stil von „Blair Witch Project“, dessen Handlungsstruktur als Vorbild diente, filmt in diesem Moment die angeschlagene Kamera weiter, während bei den Nachaufnahmen zuvor grobe Infrarotbilder dominieren. Dieser Anflug an Realismus wird beim Auftauchen der zotteligen Trolle, die an die „Wilden Kerle“ aus dem gleichnamigen Kinderbuch/-film erinnern, zunichte gemacht, obwohl die Creatures recht überzeugend in die Umgebung einfügt wurden.

      Gleichfalls strukturiert sich mit dem Auftauchen von Ringlefinch, Tosserlad oder Jotar der Plotverlauf. Mit jeder Monsterattacke steigt die Gefahrenzone der Trolljagd. Dass dieses riskante Unterfangen nicht gut gehen konnte, war zu erwarten. Neben zottigen Ungeheuern greifen auch mysteriöse Regierungskräfte ein, denen die Veröffentlichung der Wahrheit extrem ungelegen kommt. Für eine ordentliche Verschwörungstheorie ist somit gesorgt. Bis auf leichte Durchhänger pendelt André Ovredals Debüt dramaturgisch gelungen zwischen fesselnden und satirischen Momenten. Ein durchaus ironischer Ausflug in die nordische Sagenwelt, bei dem auch Dogma-Hasser ihren Spaß haben können.

      Fazit: Die absolute Wahrheit über nordische Trollphänomene liefert diese witzige Fake-Dokumentation mit Politthriller-, Horror- und Comedyeinflüssen.
    2. Trollhunter: Die norwegische Antwort auf "Blairwitch Project", in der sich Studenten mit einer Videokamera auf die Suche nach Trollen in den Wäldern Norwegens machen.

      Drei norwegische Studenten drehen eine Reportage über illegale Bärenjagd und entdecken - Trolle. Monströs unterhaltsamer Fantasy-Spaß.

      Dass die Fantasy-Welle der letzten Jahre Trolle glatt als Einwohner von Mittelerde ausgibt, ist schlicht Diebstahl. Die Wesen gehören seit Urzeiten zur nordischen Mythologie, wie uns der skandinavische Regisseur André Øvredal auf originelle Art mit seiner augenzwinkernden Pseudo-Doku im Stile von „Cloverfield“ und „Monsters“ nahebringt. Trolle leben in der Wildnis Norwegens und ihre Existenz wird von der Regierung geheim gehalten - bis ein Filmteam zufällig auf ihre Spuren kommt. Geschickt verpackt als Rohschnitt des Filmmaterials, erweist sich dieser Found-Footage-Fun als unerschöpflich einfallsreiche Fantasy-Mär, in der sich Spannung und Spaß ideal ergänzen.

      Die aufgeweckten Studenten Thomas, Kalle und Johanna haben sich im Zuge einer geplanten Reportage um Bärenwilderei an die Fersen des dubiosen Hans geheftet. Der ist wetter- wie menschenabweisend und geht in seinem abenteuerlich zerkratzten Wohnwagen mysteriösen Dingen nach. Aber getreu ihres investigativen Vorbilds Michael Moore observiert ihn das Trio hartnäckig und folgt ihm quer durch wolkenverhangene Fjordserpentinen, bis ihnen im nächtlichen Tann ein dreiköpfiger Gigant entgegenspringt, den der UV-Strahler ihres „Wilderers“ sekundenschnell versteinert. Hans, seines Zeichens geheimer Wildhüter im Dienste der Regierung und frustriert von den schlechten Arbeitsbedingungen, entschließt sich nun auszupacken und den begeisterten Jungreportern die Story ihres Lebens zu liefern. Er führt sie in Trollkunde ein, räumt mit Mythen auf, eine Veterinärin erklärt ihnen den Stoffwechsel der nachtaktiven, ziemlich einfältigen Raubtiere, gemeinsam gehen sie auf Trolljagd und werden oft genug selbst Gejagte.

      Die schlitzohrige Monster-Mockumentary über die grummelnden Gesellen ist keine Minute langweilig und übertrifft sich laufend selbst mit einem ideenreichen Trip, der immer tiefer in die sattgrüne Landschaft und die Trollmythologie führt - stets verschmitzt und von famoser Komik, die keine Scheu vor derben Scherzen kennt. Ob polnische Bärenschieberbanden oder die Nachteile des christlichen Glaubens - die satirischen Pointen sitzen, und das ungemein locker. Hier tut sich eine auch optisch optimal getroffene Parallelwelt auf und bald sehen die staunenden, immer noch ein wenig ungläubigen Protagonisten mit anderen Augen auf ein Land, in dem hinter fast jedem Vorgang das Wirken der vielgestaltigen CGI-Untiere steckt, während die Öffentlichkeit nachgerade dreist an der Nase herumgeführt wird. Das gipfelt nach einer effektreichen Action-Klimax in einem maliziösen Verschwörungs-Ende, das einer guten „Akte X“-Folge würdig gewesen wäre. Die norwegische Überraschung, die einem vergleichsweise nur wenig Wackelkamera zumutet, spielt damit locker in der Liga von „Forgotten Silver“ und „Spinal Tap“. tk.

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