Filmhandlung und Hintergrund

Tragikomische Fortsetzung der Komödie "Familie mit Hindernissen" aud Jahr 2017 - erneut mit Nicolette Krebitz als Dreh- und Angelpunkt.

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Kritikerrezensionen

  • Trauung mit Hindernissen: Tragikomische Fortsetzung der Komödie "Familie mit Hindernissen" aud Jahr 2017 - erneut mit Nicolette Krebitz als Dreh- und Angelpunkt.

    Die vor allem wegen der Darsteller sehenswerte romantische Verschwörung wirkt wie ein Freitagsfilm, auch wenn die Komödie noch unerwartet dramatisch wird.

    Der Titel klingt nach Freitagsfilm, die Handlung auch: „Trauung mit Hindernissen“ ist eine Komödie mit Nicolette Krebitz als Katrin, geschiedene Lehrerin und Mutter zweier Kinder, die im Kollegen Philipp (Hary Prinz) eine neue Liebe gefunden hat. Als er sie mit einem liebevoll inszenierten gesungenen Heiratsantrag überrascht, bei dem das gesamte Kollegium als Tanzensemble mitwirkt, reißt sie ihn unsanft aus allen Träumen: Nach der Enttäuschung ihrer ersten Ehe will sie sich auf keine zweite einlassen. Prompt hat der abgelehnte Antrag eine tiefe Beziehungskrise zur Folge, und weil in Filmen dieser Art stets eins zum anderen kommt, findet Philipp Trost bei der attraktiven Kollegin Melanie (Laura Preiss), während Katrin in den Armen eines forschen Weltenbummlers (Michael Steinocher) landet.

    Dass das „Erste“ die Komödie nicht freitags zeigt, wo sie eigentlich hingehört, hat einen ganz einfachen Grund: „Trauung mit Hindernissen“ ist nicht in der Verantwortung der ARD-Tochter Degeto entstanden, sondern eine Koproduktion zwischen MDR und ORF. Ansonsten gibt es jedoch keinerlei Unterschiede, selbst wenn die Stimmung zu Beginn des letzten Akts komplett kippt: Ein tragisches Ereignis sorgt dafür, dass das verhinderte Ehepaar wieder zueinander findet. Bis dahin erzählt Autorin Sophia Krapot („Die Hochzeit meiner Eltern„), deren Geschichten gern einen mindestens ernsten, bisweilen gar tragischen Kern haben, eine typische Patchwork-Komödie mit den üblichen Zutaten. Der Film ist die Fortsetzung von „Familie mit Hindernissen“ (2017). Damals ging es um die Konfirmation von Tochter Saskia (Emilie Neumeister). Der Tag lief allerdings derart aus dem Ruder, dass sich Katrin schließlich am Rande eines Nervenzusammenbruchs befand. Die amüsante Komödie litt jedoch ganz erheblich unter dem blödsinnigen Einfall, dass Krebitz die Ereignisse ständig in Richtung Kamera kommentieren musste, was weder witzig noch notwendig war. Darüber hinaus hat es Regisseur Oliver Schmitz damals nicht geschafft, die kleinen und großen Katastrophen zu einem harmonischen Handlungsfluss zu verknüpfen, weshalb der Film recht episodisch wirkte. Das ist bei der Fortsetzung deutlich besser gelungen. Fernsehfilmdebütantin Anna-Katharina Maier hat ihre ersten Regieerfahrungen bei der Vorabendserie „Hubert & Staller“ gesammelt. Ihre Umsetzung ist kurzweilig, ohne dabei auffällige Akzente zu setzen; der schwungvoll gestaltete Auftakt, als der Filmtitel gewissermaßen auf Katrins Autodach landet, bleibt die einzige optische Besonderheit. Den völlig unerwarteten und entsprechend abrupten Wechsel des Vorzeichens gegen Ende verkraftet die Tragikomödie überraschend gut. Allerdings geht der Geschichte schließlich die Filmzeit aus, weshalb der Schluss etwas plötzlich kommt. tpg.

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