Filmhandlung und Hintergrund

In drei miteinander verknüpften Episoden erzählen die Regisseure Olmi, Kiarostami und Loach von den Begebenheiten während einer Zugreise.

Während einer Zugreise quer durch Europa: Ein Geschäftsmann findet eine neue Einstellung zum Leben, als er wegen schlechten Wetters dazu gezwungen ist, auf dem Bahnhof eine längere Wartezeit hinzunehmen. Ein junger Mann macht seine erste Bekanntschaft mit der Liebe. Drei schottische Jugendliche auf der Fahrt zu dem Fußballspiel ihrer Träume, werden gezwungen, über ihren Tellerrand hinauszublicken.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. In diesem wunderbaren Episodenfilm haben sich drei große Regisseure zusammengefunden, die in völlig unterschiedlicher Weise dasselbe Thema angehen. In allen drei Teilen des Films geht es um Reisende. Menschen die eines gemeinsam haben: Sie sitzen im selben Zug. Der Zug gilt hier als Raum zwischen zwei Welten. Man befindet sich nicht mehr am Ausgangsort aber auch noch nicht am Ziel.

      Im Zug treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. Sie kommen aus verschiedenen Kulturen und jeder hat eine ganz eigene Geschichte und einen individuellen Grund, die Reise angetreten zu haben. Zusammen ergeben sie eine schicksalshaft zusammengewürfelte Gemeinschaft. Es gibt Menschen, die im Zug arbeiten, andere beobachten lieber, wieder andere werden beobachtet. Für einige ist der Zug ein Ort, an dem sie endlich Zeit haben, nachzudenken und dem Leben vielleicht eine andere Richtung zu geben. Wieder andere haben die Zeit der Veränderung schon hinter sich und befinden sich gerade auf dem Weg in ein neues Leben. Zeit gewinnt hier eine völlig neue Dimension. Herausgerissen aus dem Alltag ist man der Geschwindigkeit des Zuges unterworfen.

      Zusammengehalten werden die Geschichten durch das wiederholte Auftauchen einiger Figuren. Es gibt kurze Überschneidungen und Perspektivwechsel. Setzen sich im ersten Teil Erinnerungsfetzen zu einem inneren Monolog der Hauptfigur zusammen, sind die beiden folgenden Geschichten nach außen gerichtet und eher der Realität verhaftet.

      Immer geht es in gewisser Weise um Konfrontationen mit Fremden, denen man – aufgrund der räumlichen Enge – nicht ausweichen kann und um die Kommunikation die dadurch entsteht. Auch um neue Erfahrungen, die man durch das Aufeinandertreffen macht und die das Leben der Menschen oder die Menschen selbst beeinflussen und verändern können.

      Den Regisseuren ist es dabei sehr gut gelungen, in kürzester Zeit Figuren mit komplexen und faszinierenden Persönlichkeiten zu entwickeln. Menschen und Geschichten erfahren immer wieder überraschende Wendungen, was die Episoden gleichermaßen erfrischend, spannend und unterhaltsam macht.

      Fazit: Schöner Episodenfilm der sich über Zeit und Raum hinwegsetzt.
    2. Tickets: In drei miteinander verknüpften Episoden erzählen die Regisseure Olmi, Kiarostami und Loach von den Begebenheiten während einer Zugreise.

      Die renommierten Autorenfilmer Ken Loach, Ermanno Olmi und Abbas Kiarostami inszenierten drei miteinander verwobenen Geschichten, die jeweils um die Themen Privilegien und Ausgrenzung kreisen. Durch zufällige Begegnungen treten ihre Protagonisten dabei zueinander in Kontakt - die Geschichten, die sich daraus entwickeln, erzählen von Liebe, Wagnis und Opferbereitschaft.

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