Filmhandlung und Hintergrund

Japanisches Remake von "Erbarmungslos", das sich eng an die Vorlage hält, aber auch dem Samuraikino verpflichtet ist.

Nach dem Zusammenbruch des Tokugawa-Shogunats widersetzt sich der gefürchtete Samurai Jubei noch ein paar Jahre den aufstrebenden Machthabern, dann legt er die Waffen nieder und bewirtschaftet fortan als Bauer ein Stück Land. Da taucht eines Tages ein Ex-Kampfgefährte auf und bittet ihn, ihm bei der Jagd nach zwei Siedlern zu helfen, die einer Prostituierten das Gesicht zerschnitten haben. Leicht verdientes Kopfgeld winkt – doch die Männer haben nicht mit dem tückischen Gesetzeshüter Ichizo gerechnet.

Zwei alte Haudegen wollen eine misshandelte Prostituierte rächen und stoßen auf einen sadistischen Gesetzeshüter. Japanisches Remake von „Erbarmungslos“, eng an die Vorlage gehalten, aber auch dem Samuraikino verpflichtet.

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Kritikerrezensionen

    1. Die Nähe zum Original raubt dem Remake notwendige Entfaltungsmöglichkeiten.
    2. The Unforgiven: Japanisches Remake von "Erbarmungslos", das sich eng an die Vorlage hält, aber auch dem Samuraikino verpflichtet ist.

      Bei seinem japanischen Remake von „Erbarmungslos“ hält sich Lee Sang-il eng ans Original, übertritt aber mit Referenzen ans Samuraikino durchaus Genregrenzen.

      Ost-westlicher Kulturaustausch besitzt im Kino Tradition. Im Bereich des Western sei nur an John Sturges‘ „Die glorreichen Sieben“ erinnert, Remake von „Die sieben Samurai„, in dem Akira Kurosawa seinem großen Idol John Ford Tribut zollt. Nun hat sich der hierzulande wenig bekannte Lee Sang-il („Hura garu“) an Clint Eastwoods Oscar-Gewinner „Erbarmungslos“ (1992) erinnert und mit „The Unforgiven“ eine japanische Variante in Szene gesetzt, die 1880 während der Meiji-Epoche auf der nördlichsten Insel Japans, dem heutigen Hokkaido, angesiedelt ist.

      Das Shogunat Tokugawa ist zusammengebrochen. Ein paar Jahre noch widersetzt sich der gefürchtete Samurai Jubei Kamata (Ken Watanabe) den aufstrebenden Machthabern, nach dem verlorenen Goryokaku-Krieg legt er die Waffen jedoch nieder und bewirtschaftet fortan als Bauer ein Stück Land. Da taucht eines Tages sein alter Kampfgefährte Kingo (Akira Emoto) auf und bittet ihn, ihm bei der Jagd nach zwei Siedlern zu helfen, die einer Prostituierten das Gesicht zerschnitten haben. Leicht sollte sich das auf sie ausgesetzte Kopfgeld verdienen lassen – doch die Männer haben nicht mit dem sadistischen Gesetzeshüter Ichizo (Koichi Sato) gerechnet.

      Nah an David Webbs Originaldrehbuch hält sich Lee mit seinem Skript, nur einen Nebenplot, der von der rücksichtslosen Verfolgung der indigen Ainu durch die neuen, der sogenannten Zivilisation verpflichteten Herren erzählt, fügt er ein. Sein Held, den Watanabe („Inception„) gekonnt minimalistisch anlegt, ist eine lebende Legende, ein Mann zwischen dem Gestern und dem Morgen, ein Loner, der den Boden unter den Füßen verloren hat. In kurzen, blutigen Flashbacks sieht man wie gut er sich einst auf das Handwerk des Tötens verstand, seine inzwischen verstorbene (Ainu-)Frau hat ihn errettet, gleichzeitig jedoch auch seiner Bestimmung beraubt.

      Nun ist der Veteran wieder gefragt – nur seine Kodizes gelten nicht mehr. Nicht das Alter macht ihn unterlegen, die (amoralische) Moderne setzt ihr zu. Erst final gelingt es Jubei in einem furios inszenierten und montierten, (über-)langen Showdown seine Gegner zu bezwingen.

      Motive und Charaktere – bis hin zu den erdigen Damen des horizontalen Gewerbes – sind dem Spätwestern entlehnt, aber auch dem Samuraikino zeigt sich der Regisseur, etwa mit der komischen Figur des Aufschneiders Goro (Yuya Yagira), verpflichtet. Fest verankert Kameramann Norimichi Kasamatsu das Werk in der pastoralen Landschaft, die er zu wechselnden Jahreszeiten in wunderbaren Bildern und Farben einfängt. Und während der Score Taro Iwashiros präzise den Plot akzentuiert, zieht Sato als Fiesling auf Gene Hackman Spuren kräftig vom Leder. geh.

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