The Rocker

   Kinostart: 29.01.2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebenswerte Komödie über die Musikszene und das Comeback eines aussortierten Hard-Rock-Drummers.

Kurz vor dem Karrieredurchbruch der Rock-Combo Vesuvius fliegt Drummer Robert Fishman (Rainn Wilson) in hohem Bogen aus der Gruppe - ein Intrigant hatte Lust auf seinen Job, Starruhm und Groupies. Seitdem sind 20 Jahre vergangen, Vesuvius weiterhin angesagt, „Fish“ hingegen kann seiner Ex-Band weder verzeihen, noch einen Job im Call-Center halten. Da bietet ihm sein feister Neffe Matt (Josh Gad) an, in seiner Teenie-Garagenband zu spielen.

Sympathische Loser-Komödie um einen exzentrischen Drummer, der zwei Jahrzehnte nach seiner Demütigung die Chance zum Comeback erhält - und prompt wieder dem Erfolg geopfert werden soll. Peter Cattaneo („Ganz oder gar nicht„) sorgt für amtliches Rock’n’Roll-Fieber.

Auch 20 Jahre nach dem intriganten Rauswurf bei den Hard Rockern Vesuvius hat Drummer Fishman seiner Ex-Band nicht vergeben. Denn Vesuvius kam ganz nach oben, während er abstürzte. Als sein Neffe ihm den Platz in einer Teen-Garagenband anbietet, ergreift Fishman die Comeback-Chance. Aus dem temporären Job wird ein fester, aus den No-Names eine Hitband. Doch auch hier droht Fishman, dem Erfolg geopfert zu werden.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Rock on, Baby: The Rocker ist eine kleine Komödie mit viel Herz!
    2. The Rocker: Liebenswerte Komödie über die Musikszene und das Comeback eines aussortierten Hard-Rock-Drummers.

      Sympathische Komödie über einen exzentrischen Drummer, der 20 Jahre nach seiner größten Demütigung in der Musikszene von einer Teen-Band die Comeback-Chance erhält.

      „The Rocker“ ist Regisseur Peter Cattaneos dritter Anlauf, Anschluss an den Erfolg seines Hits „Ganz oder gar nicht“ zu finden. Hauptfigur ist ein Spinner mit Herz, der für Komik sorgt, in einem Drama aber auch Perspektiven als Amokläufer hätte. Rainn Wilson, bekannt geworden durch verklemmte, leicht verhaltensgestörte Charaktere in den Hitserien „Six Feet Under“ und „Das Büro“, ist ideal besetzt als pummeliger Schlagzeuger Fishman, der von seiner Band Vesuvius als imagebelastende Hitbremse gefeuert wird - kurz bevor sie ein Plattenvertrag ganz nach oben bringt. Gott vergibt, doch Fishman nie, weshalb auch 20 Jahre später der Bandname Hysterie auslöst wie seinerzeit cleaning woman in Steve Martins „Tote tragen keine Karos“. Nachdem er wieder einmal gefeuert wurde, ganz unten gelandet ist, gibt ihm ausgerechnet sein jahrelang sträflich ignorierter Neffe, ein schüchterner Kalorienkönig, eine letzte Chance. In dessen Garagenband ersetzt er den Schlagzeuger und nach generations- und charakterbedingten Anpassungsproblemen bringt ein You-Tube-Video, das Fishman nackt am Schlagzeug zeigt, die Band nach oben und auf Tour.

      Witzig belustigt sich das Autorenehepaar Maya Forbes und Wallace Wolodarsky („Cold Blooded“) über Klischees im Musikgeschäft. Es gibt den schmierigen, gierigen Bandmanager, den melancholischen Leadsänger, das frühdepressive Gitarrengirl, den verrückten Drummer, die willigen Groupies und die abgehalfterten Hardrocker mit Gottsyndrom. Hier treffen sich Bill Nighys „Still Crazy“ und Mark Wahlbergs „Rock Star“ mit dem TV-Hit „Gilmore Girls“, in dem Ex-Skid-Row-Sänger Sebastian Bach in mehreren Folgen als Gitarrist einer Teenband vielleicht die Folie für Fishman lieferte. Der Ton ist dabei nicht bissig, sondern stets herzzentriert. In der Entscheidungssuche der Figuren zwischen Freundschaft und Karriere sind Versöhnung und romantische Belohnung Zielvorgaben. Liebe erreicht jede der Hauptfiguren. Das ist einen Tick zuviel und ruft einen der besten Einzeiler Wilsons in Erinnerung: „Sehr viele Fahrstühle spielen Celine Dion, deshalb ist es nicht richtig“. Übel nehmen kann man das dieser Komödie nicht. Denn sie gefällt mit Dialogwitz, Situationskomik und einem Soundtrack, der Komponist Chad Fisher vielleicht zum Star macht - so wie „That Thing You Do“ Adam Schlesingers Band The Fountains of Wayne. kob.
      1. Autsch! Manchmal tut „The Rocker“ ein bisschen weh, wenn die Hauptfigur mal wieder an seine körperlichen Grenzen oder an die des guten Geschmacks stößt. Doch dieser Typ ist absolut schmerzfrei. Etwa bei seinem unfreiwilligen Internetauftritt: Da sieht Rainn Wilson als Robert Fishman alles andere als gut aus, macht sich minutenlang hemmungslos zum Narren – aber ist dabei unglaublich witzig. Auch ist Fish weder schlau noch charismatisch, sondern er verhält sich manchmal so peinlich, dass der Zuschauer sich für ihn mitschämt – und trotzdem wird er zum Helden seiner Geschichte.

        Denn Robert Fishman hat einen Traum: Die Band! So gesehen ist „The Rocker“ ein Film ganz im Geist der „Blues Brothers“, wenn auch bei weitem nicht so stilvoll. Aber es geht um einen, der nichts will außer Musik zu machen. Fish ist ein liebenswerter Freak, irgendwo in den 1980ern und auf Heavy Metal hängen geblieben, der jetzt mit 20 Jahren Verspätung die Chance bekommt, seinen Traum doch noch auszuleben. Gegen alle Widrigkeiten, gegen den Zeitgeist, gegen Statussymbole und Karrieredenken. Fish ist Schlagzeuger, durch und durch, auch wenn er eigentlich zu alt für diesen Lebenswandel geworden ist.

        Allerdings muss man sich als Zuschauer erstmal an ihn gewöhnen, denn wie gesagt, dieser Typ ist absolut schmerzfrei und manchmal ganz schön derb. So schwört er zum Beispiel darauf, seine Gigs mit einer handvoll frisch Erbrochenem in der Hosentasche zu spielen – soll ja Glück bringen. Und sein T-Shirt, selbstverständlich ärmellos, ist nach einem Auftritt derart durchgeschwitzt, dass es feuchte Flecken auf der Garderobe seiner Bandkollegen hinterlässt, wenn er sie umarmt.

        Ansonsten halten sich die Witze, die auf Körperausscheidungen basieren, zum Glück in Grenzen, und die einzige Gürtellinie, unter die der Humor des Films geht, ist die von Fish. Der opfert bereitwillig sein körperliches Wohlbefinden für den Traum vom Rockstar-Dasein. Er verausgabt sich auf der Bühne, und nach den Auftritten wird hart gefeiert – und selbstverständlich rockstarmäßig das Hotelzimmer verwüstet. Allerdings sollte man dabei tunlichst darauf achten, dass a) der Fernseher, den man aus dem Fenster zu werfen gedenkt, nicht mehr angesteckt ist, und b), viel wichtiger, das Stromkabel nicht genau zwischen den eigenen Beinen hindurch verläuft.

        Weit weniger chaotisch verhält sich der Rest der Band. Die redensartlichen „jungen Wilden“ sucht man in „The Rocker“ vergebens, Fishs minderjährige Musiker-Kollegen sind ausgesprochen vernünftig. Hier bedient sich der Film verschiedener Klischees der Jugendkultur: Der Gitarrist und Leadsänger Curtis (Teddy Geiger) ist ein latent depressiver, sensibler Poet, die Bassistin Amelia (Emma Stone) eine missmutige New Wave-Anhängerin und der Keyboarder wie gesagt Fishs übergewichtiger Nerd-Neffe. Allerdings wird das auch im Film thematisiert, und die eindeutig gezeichneten Figuren tragen dazu bei, den Generationenkonflikt zwischen Fish und seinen gut 20 Jahre jüngeren Bandmitgliedern zu verdeutlichen.

        Ach ja, die einzige erwachsene Hauptrolle – denn Fish kann nun wirklich nicht als Erwachsener bezeichnet werden – spielt ausgerechnet Christina Applegate alias Kelly Bundy. Sie verkörpert Curtis Mutter Kim, die anfangs entsetzt ist vom neuen Drummer der Band, sich aber dann von Fishs Enthusiasmus anstecken lässt.

        Wie ihr mag es auch dem Zuschauer ergehen: Zunächst ist man entsetzt von der derben und peinlichen Hauptfigur, aber irgendwann gewöhnt man sich an sie, beginnt sie zu verstehen und sogar zu mögen. Irgendwann wirkt Fish authentisch, wie anachronistisch er auch immer sein mag.

        Außerdem hat „The Rocker“ jene magischen Momente, die schon Filme wie „The Doors“ außergewöhnlich gemacht haben. Momente, in denen wir Zeuge werden, wie Musik entsteht. Wo die Gitarre schüchtern ein Riff anstimmt, Bass und Schlagzeug den Takt übernehmen, das Keyboard eine Melodie entwickelt und schließlich der Sänger einsteigt und den frischen Song komplettiert.

        Zugegeben, die Musik von A.D.D. ist mehr als alles andere Geschmackssache und dürfte gerade den Hardrock-Fans aus Fishs Generation etwas gegen den Strich gehen, da sie doch allzu glatt bleibt, guter Pop immerhin.

        Aber vielleicht ist das ja gerade der Punkt: Die Kids von heute machen keinen Heavy Metal mehr, die Zeiten haben sich geändert, aber dennoch tut Fish alles dafür, seinen Traum zu leben, mögen die Umstände auch noch so widrig sein.

        Das macht ihn zu einem sehr sympathischen Protagonisten – auf jeden Fall ist er einer, an den man sich erinnern wird. Und so bekommt „The Rocker“ bei all dem derben Klamauk und den unflätigen Anwandlungen eine ernste Botschaft: nämlich dass man sich selbst treu sein und aus seinem Leben das machen sollte, wozu man sich berufen fühlt.

        Fazit: Auf den ersten Blick bloß derber Klamauk. Doch hinter all dem Chaos, den kruden Gags und den peinlichen Situationen hält „The Rocker“ tatsächlich eine ernsthafte Botschaft bereit – und präsentiert eine Hauptfigur, die einem in Erinnerung bleiben dürfte.

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