The Missing

  1. Ø 4
   2003

The Missing: Starbesetztes Westerndrama von den Machern von "A Beautiful Mind" über eine Frau, die mit ihrem Vater die Kidnapper ihrer Tochter jagt.

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Filmhandlung und Hintergrund

The Missing: Starbesetztes Westerndrama von den Machern von "A Beautiful Mind" über eine Frau, die mit ihrem Vater die Kidnapper ihrer Tochter jagt.

Neumexiko, 1886. Vor Jahren hat Halbindianer Samuel Jones Frau und Kinder im Stich gelassen. Jetzt, bei seiner Rückkehr, muss er feststellen, dass die Ehefrau tot ist und die mittlerweile erwachsene Tochter Maggie (Cate Blanchett) nichts mehr von ihm wissen will. Zumindest letzteres ändert sich, als brutale Outlaws unter Leitung eines mysteriösen indianischen Hexenmeisters Maggies Töchterchen Lilly (Evan Rachel Wood) fürs mexikanische Kinderbordell kidnappen – und weder Sheriff noch Army der Mutter beistehen wollen. Gemeinsam mit dem versierten Fährtensucher Samuel heftet sich Maggie an die Fersen der Strauchdiebe.

Erstklassige Darstellungen, beeindruckende Landschaftskulissen und phantastische Elemente bereichern das Westerndebüt des versierten Blockbuster-Fabrikanten Ron Howard („Apollo 13„, „A Beautiful Mind„).

New Mexico, 1886: Vor Jahren hat Samuel Jones seine Familie im Stich gelassen, nun muss er bei seiner Rückkehr feststellen, dass seine Frau verstorben ist und er bei seiner inzwischen erwachsenen Tochter Maggie auf Ablehnung stößt. Als jedoch ihre Tochter entführt wird, benötigt Maggie Samuels Hilfe. Gemeinsam folgen sie der Spur der Kidnapper, die auf dem Weg nach Mexiko sind.

1885 im verschneiten New Mexico. Die patente Farmerin Maggie Gilkeson schlägt sich mehr schlecht als recht durchs Leben. Da steht eines Tages ihr Vater vor der Tür. Ein Weißer, der vor 20 Jahren zu den Apachen gezogen ist. Maggie will von ihm nichts wissen, doch plötzlich benötigt sie seine Hilfe. Ihre Teenager-Tochter Lilly wurde entführt – von dem Schamanen Pesh-Chidin, der sie und andere Mädchen nach Mexiko verkaufen will. Weil die Armee jede Hilfe verweigert, setzen sich Maggie und ihr Papa auf die Fährte der Mädchenhändler.

Darsteller und Crew

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Seit seinem Auftritt als Schauspieler in John Waynes letztem Film „Der Scharfschütze“ aus dem Jahr 1976 träumte Regisseur und Oscar-Gewinner Ron Howard („A Beautiful Mind“) davon, selbst einmal einen Western zu drehen. Er hat ihn sich erfüllt mit „The Missing“, dessen Plot über die Suche nach einem von Indianern entführten Mädchen deutliche Parallelen zu dem John-Ford-Klassiker „Der schwarze Falke“ aufweist. In den exzellent gespielten Hauptrollen treten Tommy Lee Jones („Men in Black II“) und Cate Blanchett („Die Journalistin“) in dem für die Berlinale 2004 als Wettbewerbsbeitrag ausgewählten Film als lange entfremdetes Vater-Tocher-Paar auf, das durch die tragische Entführung von Blanchetts Tochter gezwungenermaßen Annäherung findet.

    Das Drehbuch wurde von Ken Kaufman („Muppets in Space“, „Space Cowboys“) nach dem Roman „The Last Ride“ adaptiert. Angesiedelt im Jahr 1885, wird die Heldin Maggie Gilkeson (Blanchett) als christliche Heilerin eingeführt, die mit zwei Töchter und ihrem Freund Brake (Aaron Eckhart) auf einer Farm lebt. Unvermutet erscheint eines Tages ein vermeintlicher alter Indianer an ihrer Türschwelle, der sich als ihr Vater Samuel Jones (Jones) entpuppt. Verbittert verweigert sie ihre Gastfreundschaft, da er sie und ihre Mutter vor vielen Jahren verlassen hatte, um unter Indianern zu leben. Doch dann wird die ältere Tochter Lily (Rachel Evans Wood aus „Dreizehn“) von einer mordlustigen Bande von Indianern und Weißen entführt, die zuvor Brake und dessen Helfer grausam abgemetzelt haben. Da der örtliche Sheriff und die Kavalarie (Cameo-Auftritt: Val Kilmer) sich weigern, Maggie bei der Suche behilflich zu sein, muss sie sich notgedrungen an ihren im Spurenlesen beflissenen Vater wenden. Gemeinsam mit der kleinen Tochter (Jenny Boyd überzeugt als frühreifer Dickkopf) im Schlepptau folgen sie der Bande, die von einem extrem hässlichen Hexer (Eric Schweig aus „Der letzte Mohikaner“) angeführt wird. Sie befinden sich auf dem Weg nach Mexiko, um Lily und eine Reihe weiterer junger Mädchen in die Prostitution zu verkaufen. Die Zeit drängt, sie vor der Grenzüberquerung einzuholen.

    Wie in seinem thematisch nicht ganz unähnlichen Kidnapping-Thriller „Kopfgeld – Ransom“ trifft Howard in diesem als düsterem Mystery-Schocker überaus brauchbaren filmischen Kraftakt die nicht ganz nachvollziehbare Entscheidung, die Bösewichte immer wieder in all ihrer Abscheulichkeit bei ihren Taten vorzuführen, anstatt deren Auswirkung für sich sprechen zu lassen. So ist die Szene zu Beginn, in der Maggie ihren toten Freund zerstückelt eingerollt in ein Tierfell von einem Baum hängend findet, ein mehr als effektiver Tritt in die Magengrube und wesentlich verstörender als alle folgenden Schandtaten und Zaubereien des Hexers. Dessen Hokuspokus macht zwar im Kontext des Zusammenpralls verschiedener Kulturen und Glaubensvorstellungen Sinn, der in der Figur des hin- und hergerissenen Jones kulminiert, strapaziert aber auch die Glaubwürdigkeit der ansonsten exzellenten Geschichte. Weitere Versatzstücke des übernatürlichem Thrillers umfassen eine doppelkulturelle Exorzismuseinlage und eine psychedelische Episode, in der Vater Jones dem Tode nahe einem Habicht – Sinnbild für sein baldiges Sterben – begegnet. Perfekt baut Howard in das Handlungsgerüst noch ein bewegendes Familiendrama ein, das den beiden Hauptdarstellern Gelegenheit gibt, emotionale Schwerstarbeit zu leisten, ohne dabei jemals angestrengt zu wirken. Gefilmt wurde vor Ort in New Mexico, womit pittoresken Panorama-Aufnahmen Vorschub geleistet wird, die passend von James Horners („Titanic“) behäbigen Score untermalt werden. Ein nicht ganz runder Western also, der absolut perfekt und auf den Punkt beginnt, um dann in einer Flut von Nebenhandlungen und Figuren ein wenig vom Weg abzukommen. Seine Wucht und Dringlichkeit verliert „The Missing“ dennoch nie. Dafür sorgen Regisseur und Darsteller, die immer sehenswert sind. ara.

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