Filmhandlung und Hintergrund

Remake des Charles-Bronson-Klassikers "Kalter Hauch" mit Jason Statham als eiskalten Elitekiller, der den Sohn seines Mentors unter seine Fittiche nimmt.

Arthur Bishop ist ein „Mechaniker“. So nennt man speziell ausgebildete Auftragskiller mit strengem Verhaltenskodex, die ihre Arbeit kühl und distanziert versehen. Eigentlich ist er ein notorischer Einzelgänger. Dennoch nimmt er den Sohn seines einstigen Mentors Steve unter seine Fittiche und bringt ihm das Handwerk bei. Die beiden könnten gegensätzlicher nicht sein, denn Steve ist unbeherrscht, überheblich und unzuverlässig.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. „Kalter Hauch“ von 1972 zählt vielleicht nicht zu den besten, aber sicherlich auch nicht zu den missglückten Filmen, die Actionstar Charles Bronson in seiner erfolgreichsten Ära drehte. Immerhin lieferte Michael Winner, einer seiner Hausregisseure, zu dieser Zeit noch ausgeklügeltere Arbeiten ab als später für die Firma Cannon, wo beide die zwiespältige, aber zugkräftige „Death Wish“-Serie zu Tode ritten. Nun legt die ebenfalls auf schnelle, günstig produzierte Reißer abonnierte Firma Nu Image/Millennium, weitgehend von ehemaligen Cannon-Mitarbeitern bestritten, eine Neuauflage des Actionklassikers vor. Dabei setzt man erneut auf Jason Stathams Image als stoischer Einzelgänger, der zielstrebig seinen Weg geht und unbarmherzig mit seinen Gegnern abrechnet.

      Vor pittoreskem New Orleans-Hintergrund verrichtet der Protagonist seine mörderischen Jobs - ebenso einfallsreich wie perfide. Sein abgelegenes Holzhaus in Sumpfnähe sowie die Leidenschaft für Vinyl und klassische Sportwagen charakterisiert ihn als Mann mit Kunstgeschmack und Gespür für Tradition. Der coole, durchtrainierte Profi Bishop hält nichts von Bindungen, weshalb er seinen Nächte lieber gelegentlich mit einer attraktiven Barfrau (Model Mini Anden) verbringt. Doch die kalte Routine bekommt Risse, als Arthur seinen am Rollstuhl gefesselten Freund Harry umbringen muss. An seine Stelle tritt gewissermaßen dessen ungehobelter Sohn Steve, der in Arthur einen Vaterersatz sieht und trotz aller Distanz zum Erzieher auf Rache sinnt. Dabei legt er bei den ersten Mordaufträgen, natürlich alles böse Buben, einen unkontrollierten Sadismus und Tötungsrausch an den Tag, der dem menschenscheuen Elitehenker Bishop schnell unheimlich wird.

      Unter der Regie des Actionroutiniers Simon West („Tomb Raider“) bietet das auf Oberflächenreize angelegte Remake eine harte Sex & Crime-Mixtur mit ausgedehnten Mordsequenzen. Wie der Vorläufer setzt das Spektakel zunächst stärker auf ein getragenes Tempo, ohne dass dabei die Charaktere an Tiefe gewinnen würden, bevor die zweite Hälfte mit einigen spektakulären Stunteinlagen aufwartet. Immerhin entwickelt Ben Foster als hassenswerter Nachwuchsmörder eine stärkere Präsenz als sein blasser Vorgänger Jan-Michael Vincent, so dass man ihm die tickende Zeitbombe durchaus abnimmt. Selbst wenn man das Original nicht kennt, will sich allerdings kaum Spannung einstellen, denn überraschende Wendungen bleiben Mangelware. Somit zielt die stereotype Story nur darauf ab, welcher der beiden Todesboten letztlich die Oberhand behält, als Steve die Hintergründe zu durchschauen beginnt.

      Fazit: Vorhersehbares, zynisches Killerduell, doch zumindest kommen Actionfans auf ihre Kosten.
    2. The Mechanic: Remake des Charles-Bronson-Klassikers "Kalter Hauch" mit Jason Statham als eiskalten Elitekiller, der den Sohn seines Mentors unter seine Fittiche nimmt.

      Jason Statham („The Expendables“) läuft in Simon Wests Adrenalin-vollgepumpten Remake des Charles-Bronson-Thrillers „Kalter Hauch“ (1972) zu gewohnt effektiver Hochform auf.

      Schnelle Autos und furiose Action gehen seit einiger Zeit mit Statham am Steuer Hand in Hand(kante). Jetzt steigt „The Transporter“, der sich mit „Crank“ weiter hochgeputscht hat, als „The Mechanic“ in eine neue Branche ein. Mit hochtourigen Flitzern hat diese Profession allerdings kaum etwas zu tun, da es sich bei „Mechanic“ um die Bezeichnung für einen ausgezeichneten Auftragskiller handelt. So verkörpert der Brite den wortkargen Hitman Arthur Bishop, der im Prolog einen kolumbianischen Drogenboss vor den Augen seiner Bodyguards im Pool ertränkt und anschließend eine spektakuläre Flucht hinlegt. Zurück im heimatlichen New Orleans verbringt er seine Zeit zwischen Aufträgen in der gepflegten Umgebung seines Designer-Horts und vergnügt sich ab und zu mit einem sympathischen Callgirl. Damit erschöpft sich auch schon der weibliche Touch, denn ansonsten gehen hier nur Männer zum hartgesottenen Schlag- und Schussaustausch. Arthur ist dermaßen abgebrüht, dass er kaum mit der Wimper zuckt, als er den Auftrag erhält, seinen Mentor und angeblichen Verräter in der gemeinsamen Schattenorganisation Harry McKenna (Donald Sutherland) auszuschalten. McKennas Sohn Steve (Ben Foster aus „True Grit“) tritt kurz darauf an Arthur heran, ihn ins illustre Handwerk der Hitmen einzuweihen. Steve ist das genaue Gegenteil von Arthur: unbeherrscht, überheblich und unzuverlässig. Dennoch nimmt Arthur ihn unter seine Fittiche. Der erste Alleinauftrag seines Schützlings erweist sich als brutale Blutorgie, die von Regisseur West („Lara Croft - Tomb Raider“) detailliert in Szene gesetzt wird.

      Der Kontrast der beiden Buddys-in-Crime erlaubt es verschiedene Kampfstile zur Schau zu stellen: Auf der einen Seite klinisch effizient, auf der anderen manisch mörderisch. West zieht dabei souverän die Register seines Actionhandwerks und setzt vor allem auf rasantes Tempo. Vorspiel sprich Vorbereitung ist bei den zahlreichen Einsätzen (bei denen auch traditionelle Autoverfolgungsjagd, Explosion und Wolkenkratzer-Stunt nicht fehlen) kaum gefragt- es wird forsch und unverblümt ans Action-Eingemachte gegangen. Unterlegt ist dies mit laut wummernden Soundeffekten und einem eklektischen Soundtrack, der auch Klassik und Bluesklänge vereint. Ausgesprochen unterhaltsam erweisen sich zudem einige klotzige Dialog-Perlen, wie man sie nicht gestelzter in klassischen Film Noir-Filmen hört. B-Movie-Fans werden bestens bedient. ara.

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      Kino.de Redaktion  

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