The Guard - Ein Ire sieht schwarz (2010)

Originaltitel: The Guard
The Guard - Ein Ire sieht schwarz: Schwarzhumoriger Krimi und Buddymovie um zwei ungleiche Vertreter des Gesetzes in einer irischen Kleinstadt.
Kinostart: 22.09.2011
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Filmhandlung und Hintergrund

The Guard - Ein Ire sieht schwarz: Schwarzhumoriger Krimi und Buddymovie um zwei ungleiche Vertreter des Gesetzes in einer irischen Kleinstadt.

Gerry ist ein Griesgram vor dem Herrn, flucht gern und viel und ist als Polizist in der irischen Provinz eine (gefürchtete) Institution. Da kommt mit Wendell ein schnieker, hyperkorrekter FBI-Kollege aus der amerikanischen Großstadt auf die Insel und bittet um Kooperation bei einem Einsatz gegen internationale Drogenschmuggler: gegenseitige Ablehnung auf dem ersten Blick. Doch im Lauf der Ermittlungen stellen die beiden gegensätzlichen Typen fest, dass sie aufeinander angewiesen sind, und raufen sich zusammen.

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Die Thrillerkomödie „The Guard – Ein Ire sieht schwarz“ trägt die Farbe ihres Humors schon im Titel. Sergeant Gerry Boyle ist ein Zyniker, der selbst hartgesottene Kinogänger mit seinen Bemerkungen verblüffen kann. Regisseur und Drehbuchautor John Michael McDonagh lässt seiner Lust am Provozieren freien Lauf und schafft dabei einen ungewöhnlich kantigen Film, wie man ihn nicht alle Tage zu sehen bekommt.

    McDonagh selbst beschreibt seinen irischen Film als einen Western, in welchem eine melancholische Stimmung herrscht und Boyle als einsamer Held gegen die scheinbare Übermacht des Verbrechens zu Felde zieht. Die raue Landschaft von Connemara eignet sich hervorragend, um die Verlorenheit des Menschen in der Welt zu illustrieren und einen möglichen Grund für die pessimistische Stimmung Boyles zu liefern. Der vom irischen Schauspieler Brendan Gleeson dargestellte Sergeant schockiert schon in der Einführungsszene mit seiner Abgebrühtheit. Er sucht in den Taschen eines jugendlichen Autounfallopfers, das tot auf der Straße liegt, findet ein Päckchen Drogen, probiert eine der Tabletten und sagt zu sich selbst, „What a beautiful fucking day!“ Wegen des irischen Akzents vieler Figuren lohnt es sich, den Film in Originalversion mit Untertiteln anzuschauen.

    Boyle will auch vom FBI-Mann wissen, ob der schon mal Drogen probiert hat. Der von Don Cheadle gespielte Wendell Everett antwortet auf die peinlichen Fragen und Enthüllungen des Iren meistens abwiegelnd. Und obwohl ihn der Mann mit rassistischen Bemerkungen vor den Kopf stößt, ahnt er, dass in Boyle auch eine gute Seite steckt. Everett sagt dem Iren auf einer Autofahrt, er frage sich, ob dieser „verdammt blöd oder verdammt klug“ sei. Das trifft Boyles schillernde Figur ganz gut, denn der Mann ist sein eigenes Gesetz, und was er zum wem und wann sagt, bestimmt nur er allein.

    Dabei hat der Sergeant auch ein großes Herz, zum Beispiel wenn er sich um seine kranke Mutter kümmert oder wenn er mit der jungen Witwe seines ermordeten Kollegen spricht. In dem Film wimmelt es von schrägen Figuren, die Gangster sind Philosophen, Soziopathen oder korrupte Ordnungshüter. Ein kleiner Junge gibt Boyle Nachhilfe in Waffenkunde und ein Hobbyfotograf erklärt Everett, dass er ein Buch schreiben sollte über seine Erfahrungen hier, weil man aus so etwas in Amerika gerne einen Film mache.

    Das Original Boyle mit seinen gelegentlichen gesetzeswidrigen Handlungen wirkt nicht so sehr verkommen, als vielmehr wie eine Mischung aus besonders kruden regionalen Eigenheiten und individueller Unangepasstheit. Er braucht keine Wandlung zum besseren Menschen durchzumachen, denn er weiß, wie die Dinge in seiner Umgebung laufen. Aber die Gespräche mit dem Amerikaner scheinen den nicht mehr jungen Mann wachzurütteln. Die Bergidylle auf der Postertapete in seinem Büro und der kleine Dinosaurier auf dem Schreibtisch muten ja auch an wie Dinge aus einer anderen Zeit.

    Fazit: Die ungewöhnliche irische Thrillerkomödie verblüfft mit pechschwarzem Humor und einer schillernden Hauptfigur.
  • Schwarzhumoriger Krimi und Buddymovie um zwei ungleiche Vertreter des Gesetzes in einer irischen Kleinstadt.

    Ein beeindruckendes Kinoergebnis gelang diesem Genre-Juwel, als es “The Guard – Eine Ire sieht schwarz” alleine durch seinen Irland-Start mühelos in die Top Fünf der britischen Charts schaffte. Großen Anteil daran hatte wohl sein irischer Star und Darsteller des Titelhelden. Die schwarzhumorige, nicht zimperliche Kleinstadtkrimikomödie, die auch mit Thriller- und Action-Elementen aufwartet, lebt vor allem von der glänzenden Performance von Brendan Gleeson (“The General”) als biestiges, deftig fluchendes irisches Urgestein. Regisseur John Michael McDonagh, Bruder von Martin McDonagh, der Gleeson in “Brügge sehen… und sterben?” bereits einen denkwürdigen Auftritt als Hauptfigur auf der anderen Seite des Gesetzes ermöglichte, legt besonders viel Wert auf das Buddymovie-Element und das Lokalkolorit inklusiver skurriler Gangstertypen. Die karg-kantige Landschaft bildet in den Bildern von Kameramann Larry Smith (“Eyes Wide Shut”) die perfekte Kulisse und Ergänzung zu Gleesons rauen Charme. Sein Gerry ist ein Griesgram vor dem Herrn, und ist als Polizist in der irischen Provinz eine (gefürchtete) Institution. Da kommt mit Wendell (gespielt von Don Cheadle, der auch zu den Produzenten zählt) ein schnieker, hyperkorrekter FBI-Kollege aus der amerikanischen Großstadt auf die Insel und bittet um Kooperation bei einem Einsatz gegen internationale Drogenschmuggler: Gegenseitige Ablehnung auf dem ersten Blick, im Gegensatz zum Publikum, das diesen Film lieben wird. hai.

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