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The Fog of War

Kinostart: 30.09.2004

The Fog of War: Brillante Dokumentation über Robert McNamara, zwischen 1962 und 1967 unter John F. Kennedy Staatssekretär im Verteidigungsministerium der USA.

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Filmhandlung und Hintergrund

Brillante Dokumentation über Robert McNamara, zwischen 1962 und 1967 unter John F. Kennedy Staatssekretär im Verteidigungsministerium der USA.

Im Jahre 1961 beruft US-Präsident John F. Kennedy den aus einfachen Verhältnissen stammenden Harvard-Absolventen Robert S. McNamara, der gerade einmal seit sechs Wochen Vorstand der Ford-Werke war, ins Amt des Verteidigungsministers. In die sieben Dienstjahre McNamaras - erst unter Kennedy und dann unter Lyndon B. Johnson - fallen Kubakrise, Mauerbau sowie das expandierende US-Engagement in Vietnam. Vor allem letzteres machte McNamara zu einem der meistgehassten Politiker seiner Epoche.

Anhand von selten gesehenem Archivmaterial und erfrischend offenherzigen Stellungnahmen von McNamara selbst beleuchtet Dokumentarfilmer Errol Morris („Eine kurze Geschichte der Zeit„) die moralische Verantwortung politischer Entscheidungsträger in unruhigen Zeiten. Den Soundtrack lieferte Philip Glass.

Die Geschichte des 20. Jahrhunderts, betrachtet aus den Augen von Robert S. McNamara, einer der kontroversesten Figuren der Weltpolitik: Aus bescheidenen Verhältnissen der Depressions-Ära in kürzester Zeit zu John F. Kennedys Verteidigungssekretär aufgestiegen, wurde McNamara während seiner siebenjährigen Amtszeit unter anderem für den Vietnamkrieg mit verantwortlich gemacht.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Fog of War: Brillante Dokumentation über Robert McNamara, zwischen 1962 und 1967 unter John F. Kennedy Staatssekretär im Verteidigungsministerium der USA.

    In der Verbindung von außergewöhnlichem Archivmaterial, Tonaufnahmen aus dem Weißen Haus, dem Soundtrack von Philip Glass und der offenherzigen Stellungnahme von Robert S. McNamara ist „The Fog of War“ wie alle Errol-Morris-Filme mehr als die Dokumentation der Ereignisse: ein intelligent konstruierter und fesselnder Essay über den Krieg, über die (moralische) Verantwortung militärischer Entscheidungsträger, Vergeltung und über die Lehren der Vergangenheit - und über einen der einflussreichsten und zugleich meist gehassten Politiker des 20. Jahrhunderts.

    Anstelle der ursprünglich zugesagten 30 Minuten lieferte Robert S. McNamara der Dokumentarfilm-Ikone Errol Morris („Eine kurze Geschichte der Zeit“) ganze 20 Stunden Material, die es letzterem ermöglichten, seine philosophische Diskussion auf drei Hauptkonflikte des 20. Jahrhunderts auszudehnen - den Zweiten Weltkrieg, die Kubakrise und den Vietnamkrieg. 1961 berief Präsident John F. Kennedy den gerade sechs Wochen amtierenden Vorsitzenden der Ford-Werke ins Amt des Verteidigungsministers, woraufhin der Harvard-Absolvent aus bescheidenen Verhältnissen die folgenschwerste Entscheidung seines Lebens traf. Nach siebenjähriger Amtszeit galt McNamara als Hauptverantwortlicher für die Eskalation des Vietnam-Konflikts, was Morris zwar nicht revidiert, sondern mit auch überraschenden Stellungnahmen des „Angeklagten“ kommentiert: In „11 Lektionen aus dem Leben von Robert S. McNamara“, allesamt Formulierungen aus dem Erfahrungsschatz des Politikers, mischt Morris teils neue und teils beeindruckend gut erhaltene Archivaufnahmen mit bis dahin unveröffentlichten O-Tönen aus dem Oval-Office und McNamaras lebhaften, geistesgegenwärtigen und offenherzigen Gedanken, mit denen er auch neue Erkenntnisse über von den USA begangene Kriegsverbrechen gibt oder über McNamaras später von Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson abgelehnte Rückzugspläne aus Vietnam.

    Ohne selbst Partei zu ergreifen, lässt Morris mit seinem noch vor dem Irakkrieg geführten Interview und der handwerklich brillanten Montage des umfangreichen Materials den 85-Jährigen ein Bild von sich selbst entwerfen: eines alten, stolzen Mannes, dessen Widersprüchlichkeit zwischen Selbstmitleid, Verdrängung und nachträglicher Wahrheitssuche nicht zu übersehen ist, der sich jedoch letztlich als loyaler Staatsdiener bestätigt, der seine persönliche Überzeugung jederzeit dem Amt unterordnete. Was aus dem hier geteilten Erfahrungsschatz zurückbleibt, ist Robert Strange McNamaras aus dem Vietnamkrieg gelernte Lektion, dass Amerika einen Krieg, für den die USA in Westeuropa keine Unterstützung finden, auf jeden Fall überdenken sollte. Doch Vernunft allein, so lässt Morris McNamara schließen, reiche nicht, um Ordnung in der Welt zu schaffen. cm.

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