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The Boss of It All

   Kinostart: 15.01.2009
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Filmhandlung und Hintergrund

Kinoexperiment voller Absurdität und technischer Innovationen um ein Büro mit virtuellem Chef.

Seit Jahren schon führt Geschäftsmann Ravn (Peter Gantzler) seine Mitarbeiter an der Nase herum - und das höchst erfolgreich. Er hat einfach einen nicht existenten Chef erfunden, den er für alle unliebsamen Entscheidungen, die er eigentlich selbst trifft, verantwortlich macht. Als Kunde Funnur (Fridrik Thor Fridriksson) jedoch nur kauft, wenn er den Boss zu Gesicht bekommt, muss Schauspieler Kristoffer (Jens Albinus) einspringen. Der findet Gefallen daran.

Nach zuletzt schwerer Moralkost wie „Dogville“ erfindet sich der dänische Regiemeister Lars von Trier („Breaking the Waves„) neu: mit einer smarten Low-Budget-Komödie um einen armen Hund, der erst als Prügelknabe dienen soll, dann aber eine ungeahnte Machtfülle entdeckt.

Ravn, Eigentümer einer IT-Firma, hat seine Identität stets geheim gehalten und alle negativen Entscheidungen einem imaginären „Boss of it all“ in die Schuhe geschoben. Doch nun soll die Firma veräußert werden, und der Käufer will den Boss unbedingt kennenlernen. Also engagiert Ravn den Schauspieler Kristoffer, der gegen entsprechende Bezahlung den Chef spielen soll. Doch als Kristoffer den geballten Hass seiner Angestellten zu spüren bekommt, beginnt er, von Ravns „Drehbuch“ abzuweichen.

Nachdem ein IT-Firmenchef alle negativen Entscheidungen einem imaginären Boss zugeschoben hatte, engagiert er beim anstehenden Verkauf dafür einen Schauspieler. Innovatives Kinoexperiment von Lars von Trier um ein dänisches „Office“.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • The Boss of It All: Kinoexperiment voller Absurdität und technischer Innovationen um ein Büro mit virtuellem Chef.

    Dänemarks Regie-Exzentriker Lars von Trier kreiert in Anlehnung an die englische Serie „The Office“ ein Kinoexperiment voller Absurdität und technischer Innovationen.

    Seit Mitte der 1980er Jahre gehört Lars von Trier zum Liebling des Feuilletons. Immer wieder werden seine Werke auf international renommierten Festivals ausgezeichnet. Vor allem Cannes liebt den exzentrischen Dänen, ehrte ihn 1984 für „The Element of Crime“ und 1991 für „Europa“ und schließlich 2000 mit der Goldenen Palme für „Dancer in the Dark“. Auch mit seinen gut 50 Jahren hat der Kopenhagener nichts von seiner Experimentierfreudigkeit und seinem Innovationswillen verloren. Bevor er nun seine Amerika-Trilogie, die mit dem bemerkenswerten „Dogville“ begann und mit „Manderlay“ fortgesetzt wurde, beendet, beglückt er uns mit einer Komödie der unkonventionellen Art.

    „The Boss of it All“ spielt mit Sein und Schein und der provokanten Frage, ob wir es eigentlich merken würden, wenn unser Chef gar nicht unser Chef, sondern ein Schauspieler wäre. Genau das passiert in einer dänischen IT-Firma. Ravn, deren Eigentümer, hat seine Identität stets geheim gehalten und alle negativen Entscheidungen einem imaginären „Boss of it all“, der bisher nur durch E-Mails in Erscheinung getreten ist, in die Schuhe geschoben. Doch nun soll die Firma veräußert werden und der Käufer will den Boss unbedingt kennen lernen. Also engagiert Ravn den professionellen Schauspieler Kristoffer, der gegen entsprechende Bezahlung den Chef spielen soll. Doch als Kristoffer den geballten Hass „seiner“ Angestellten zu spüren bekommt, beginnt er, von Ravns „Drehbuch“ abzuweichen und droht, mit seinen Improvisationen den Verkauf der Firma zu verhindern.

    Wenn der Schauspieler mit seinen ahnungslosen Laiendarstellern, also den Mitarbeitern, zu interagieren beginnt, kommt man sich vor, als sei man in einem absurden Theaterstück. Die Menschen reden aneinander vorbei, missverstehen sich und lassen sich zu irrealen, kaum nachvollziehbaren Handlungen hinreißen. Dass diese Bürogemeinschaft durch ihr Verhalten, das von Neid und Eifersucht, Karrieregeilheit und Existenzängsten geprägt ist, dennoch ein Spiegel unseres Alltags ist, lässt sich allein schon am Erfolg ähnlich gearteter Serien wie „The Office“ oder dem deutschen Abbild „Stromberg“ ablesen. Bei von Trier kommt dies nur ein bisschen intellektueller, ein bisschen „dogmatischer“ daher, was auch an dem von ihm entwickelten Aufnahmeverfahren Automavision liegt, bei dem der Bildausschnitt per Zufallsprinzip festgelegt wird. Das Resultat: jede Menge Jumpcuts, also Sprünge in einer Einstellung, die wie Bildfehler wirken, und handelnde Personen, die teilweise nur im Anschnitt zu sehen sind. Dahinter verbirgt sich dann wohl hohe Filmkunst oder eben eine avantgardistische Komödie, bei der zwischen seichtem Geschwätz und fein austariertem Bonmot fast alles zu hören ist, was der Alltag in einem typischen dänischen Büro wohl so zu bieten hat. lasso.

News und Stories

  • "Chef für alles": Neuer Dogma-Film von Lars von Trier

    Lars von Trier plant nun, gewissermaßen als Pause zwischen seiner dreiteiligen Amerikatrilogie, von der bereits “Dogville“ und “Manderley“ abgedreht sind, einen weiteren Dogma-Film. Unter dem Titel “Chef für alles“ soll dieser, ausschließlich mit dänischen Schauspielern gedreht, nächstes Jahr in Kopenhagen entstehen. Den dritten Teil der Trilogie wird von Trier also nicht vor Anfang 2007 in Angriff nehmen.

    Kino.de Redaktion  

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