Breaking the Waves

  1. Ø 2
   1996

Breaking the Waves: Inhaltlich kompromißloses Liebes-Drama von Lars von Trier, daß den Themenkatalog Schuld, Opfer Erlösung und Wunder umfaßt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Breaking the Waves: Inhaltlich kompromißloses Liebes-Drama von Lars von Trier, daß den Themenkatalog Schuld, Opfer Erlösung und Wunder umfaßt.

Trotz der Vorbehalte ihrer schottischen Sektengemeinde heiratet die tiefgläubige Bess den Weltenbummler Jan, der nach Tagen des Glücks zu seiner Arbeit auf einer Bohrinsel zurückkehren muß. Bess leidet unter der Trennung und betet um Jans Rückkehr. Die kommt schneller als erwartet: Ein Unfall befördert ihn – vom Kopf abwärts gelähmt – ins Inselkrankenhaus.

Anfang der 70er Jahre in einem schottischen Küstendorf. Die tiefgläubige Bess heiratet den Weltenbummler Jan, der sein Geld als Arbeiter auf einer Bohrinsel verdient. Für beide ist es die große Liebe. Nach seiner Rückkehr auf die Ölplattform wird Jan durch eine Explosion schwer verletzt. Vom Kopf an abwärts für immer gelähmt, überredet er Bess, sich einen Liebhaber zu nehmen und ihm von ihren sexuellen Erfahrungen zu erzählen. Überzeugt, Jan dadurch heilen zu können, stürzt Bess sich in immer wildere Abenteuer.

Die psychisch labile, strenggläubige Bess heiratet gegen den Willen ihrer Sektengemeinde den auf einer Ölbohrinsel arbeitenden Jan. Die vermeintliche Strafe dafür läßt nicht lange auf sich warten … Formal beeindruckendes, episch angelegtes Melodram um eine ungewöhnliche Liebesgeschichte.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der Durchbruch für Lars Von Trier: Mit seinem formal bestechenden, inhaltlich kompromißlosen Liebes-Drama gewann der Däne in Cannes den Großen Preis der Jury. Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Newcomerin Emily Watson in der Hauptrolle. Der komplexe Themenkatalog um bedingungslose Liebe, Schuld, Opfer, Erlösung und Wunder sowie die sperrige Optik setzen dem kommerziellen Erfolg des langen Films einen relativ engen Rahmen.

    So ausgesetzt das Leben für die Bewohner einer kleinen Insel in Schottlands Norden ist, so eingeschränkt gestaltet sich ihr Alltag in einer von strenger Religiosität und strikten Regeln geprägten Umgebung. Lachen und Spontaneität sind Fremdworte, die Ältesten und Kirchenoberen verbieten Kirchenglocken und bestimmen, wer als Sünder nach dem Tod in die Hölle kommt. Die tiefgläubige Bess, die fest überzeugt ist, in direktem Kontakt mit Gott zu stehen, heiratet, trotz Vorbehalten in der Gemeinschaft, den Weltenbummler Jan, der auf einer Bohrinsel arbeitet. Sie verleben einige Tage des vollkommenen Glücks, bevor Jan wieder zur See muß. Bess, die als labil gilt, aber von einer großen inneren Kraft getragen wird, leidet extrem unter der Trennung und betet um Jans Rückkehr. Die erfolgt schneller als erwartet: ein Unfall befördert Jan, vom Kopf abwärts gelähmt, ins Inselkrankenhaus. Angesichts seiner ausweglosen Situation fordert er Bess auf, sich einen Liebhaber zu nehmen und ihn mit ihren Erfahrungsberichten zu unterhalten. Getrieben von der Vorstellung, den geliebten Mann dadurch zu retten, beginnt Bess ein ausschweifendes Leben. Dafür wird sie nicht nur von der Gemeinde und der eigenen Mutter verstoßen, sie zahlt auch mit ihrem Leben. Doch ihr Opfertod gibt einem Wunder Raum…

    Kameramann Robby Müller („Paris Texas“) forciert mit seinen grobkörnigen, oft im Handkamera-Stil gedrehten Shots Dokumentarfilm-Eindrücke. Es gelingt ihm wunderbar, die Atmosphäre des verlassenen Ortes, in dem die Zeit stillzustehen scheint, darzustellen. Von Trier, der auch das Drehbuch mit all seinen psychoanalytischen Reminszenzen (Über-Ich etc.) schrieb, strukturiert den Film streng und erzählt Bess‘ Geschichte in sieben Kapiteln und einem Epilog. Die schönsten Bilder des Films, sekundenlang auf der Leinwand eingefroren, eröffnen diese Episoden, die zudem mit eingängigen, bekannten Songs, u. a. von Leonard Cohen, Deep Purple und Elton John, emotionsträchtig unterlegt sind. Das größte Plus des nordischen Liebes-Epos aber sind die Schauspieler: die Debütantin Emily Watson, die für ihre Rolle in Cannes auch den Darsteller-Preis verdient hätte, und Stellan Skarsgard als Jan. In weiteren Rollen sind u.a. Jean-Marc Barr („Im Rausch der Tiefe“) und Udo Kier (als sadistischer Seemann ganz in seinem Element) äußerst sehenswert. Zweieinhalb Stunden packende, fordernde Kino-Vollkost! boe.

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