Tatort: Mia san jetz da wo's weh tut

  

Filmhandlung und Hintergrund

Besonders tragischer "Tatort" zum 25-jährigen Jubiläum von Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec als Münchner Kommissare.

Darsteller und Crew

Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Tatort: Mia san jetz da wo's weh tut: Besonders tragischer "Tatort" zum 25-jährigen Jubiläum von Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec als Münchner Kommissare.

    Batic und Leitmayr rollen im BR-Jubiläumsfall einen Prostituiertenmord neu auf - und werden dabei mit den Abgründen der menschlichen Seele konfrontiert.

    Der „Tatort“ München feiert sein 25-jähriges Jubiläum - mit einem Espresso aus Pappbechern wird es im Kollegenkreis begangen. 72 Fälle haben die Hauptkommissare Batic und Leitmayr (Miroslav Nemec & Udo Wachtveitl) bislang gelöst, 152 Tote hat die BR-Redaktion gezählt, sechs kommen bei „Mia san jetz da wo’s weh tut“ hinzu. Ins Rotlichtmilieu geht’s (erneut), wie etwa bei „Der oide Depp“, die Regie hat Max Färberböck übernommen, der wieder - wie bei „Am Ende des Flurs“ und „Der Himmel ist kein Platz auf Erden“ - zusammen mit Catharina Schuchmann das Drehbuch geschrieben hat.

    Der Fall einer ermordeten Prostituierten wird neu aufgerollt, ausgelöst durch Zweifel am Geständnis des Täters, der den Schuldspruch regungslos hinnimmt. Ihre Kollegin Mia (Mercedes Müller) ist verschwunden, beim Wäschereifahrer Benny (Max von der Groeben) hat sie Unterschlupf gefunden, er versteckt sie vor ihren Verfolgern. Zu ihnen zählen Bordellbetreiber Harry Schneider (Robert Palfrader), dessen rechte Hand Siggi Rasch (Andreas Lust), ein Ex-Scharfschütze, sowie der drogensüchtige Gewalttäter Roman Czernik (Till Wonka). Zum Kreis der Verdächtigen gehört ein undurchsichtiger Student (Vincent zur Linden) aus reichem Haus, ein Video erweist sich als Schlüssel zum Verbrechen.

    Aus drei Perspektiven - Polizei, Zuhälter und flüchtiges Paar - wird die Story erzählt, als Zuschauer besitzt man einen gewissen Informationsvorsprung, was die Spannung steigert. Färberböck hält das Tempo hoch, wechselt ständig zwischen den Schauplätzen denen er unterschiedliche Farben zuordnet und die er durch zig Autofahrten verbindet: Ring-, Schnell- und Ausfallsstraßen, hallende Unterführungen, eine aufgelassene Rollbahn als Ort des Showdowns. Satte Bilder von Kinoqualität (Kamera: Alexander Fischerkoesen), die man auf der Leinwand sehen möchte, furios montiert von Susanne Hartmann, die häufig Weißblenden nutzt - die Einstellungen scheinen da förmlich ineinanderzufließen.

    Wachtveitl und Nemec spielen sich wie das sprichwörtliche alte Ehepaar gekonnt die Bälle zu. Leitmayr fühlt sich in der Halbwelt unwohl, Batic, ein alter Kumpel Harrys, scheint hier keine Probleme zu haben. Jovial und gesprächig legt Palfrader („Braunschlag“) seinen Part an, mit weltmännischem Gestus führt er seine Tochter ins Luxusrestaurant aus. Gefährlich unterkühlt weckt Lust („Der Räuber“) dessen Capo zum Leben, der im PS-starken Ford Mustang mächtig Gas gibt - eine „Austrian Connection“ zum Fürchten. Und mittendrin glänzt Müller („Das Programm„) im Netzkleidchen mit blonder Langhaarperücke als Objekt männlicher Begierden - sprachlos, verängstigt, erschüttert. Wie das Publikum. geh.

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