Filmhandlung und Hintergrund

Die Kultserie mit Büro-Ekel Christoph Maria Herbst, der Ernie & Co. schikaniert, bleibt auch im Kino ihrem schrägen Erfolgskonzept treu.

Eigentlich wollte Stromberg bei der anstehenden Firmenfeier zum 50. Jubiläum durch Abwesenheit glänzen. Doch dann erfährt der Leiter der Abteilung Schadensregulierung, dass Capitol Versicherungen Entlassungen im großen Stil plant. Also packt Stromberg seine Mitarbeiter kurzerhand in einen Bus und nutzt den Betriebsausflug für drei Dinge: mit sexistischen wie rassistischen Kalauern nerven, andere Kollegen bloß stellen und sich bei den Entscheidern einschleimen, um sich einen Posten in der Capitol-Zentrale zu sichern.

Bei einem Betriebsausflug der Firma erfährt Stromberg von Entlassungsplänen und versucht seinen Hals zu retten. Leinwandadaption der populären deutschen Büroserie, die die Saga von Bernd Stromberg zu Ende erzählt.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

    1. Lurchi, Lurchi, Lurchi! Ein absolutes Muss für jeden Stromberg-Fan und der perfekte Abschluss für eine tolle Serie!
    2. Stromberg - Der Film: Die Kultserie mit Büro-Ekel Christoph Maria Herbst, der Ernie & Co. schikaniert, bleibt auch im Kino ihrem schrägen Erfolgskonzept treu.

      Im Kinofilm zur Serie macht Christoph Maria Herbst genau das, was man von ihm erwartet - hundsgemeine Realsatire gespickt mit pechschwarzem Humor und bitterbösem Sarkasmus.

      Wer im Fernsehen Erfolg hat, dem wird der kleine Bildschirm irgendwann zu eng, der will die Luft der großen weiten Kinoleinwand schnuppern. Und genau das tut nun Christoph Maria Herbst, der als TV-Serienstar mit seiner Kunstfigur Bernd Stromberg über fünf Staffeln hinweg eine stetig wachsende Fangemeinde um sich scharen konnte. Diese war nun per Crowdfunding auch mit dabei behilflich, dass „Stromberg„, der Kinofilm, finanziert werden konnte. Herbst und sein bewährtes Kreativteam um Autor/Produzent Ralf Husmann und Regisseur Arne Feldhusen danken es den Anhängern gleich doppelt: Zum einen, indem alle edlen Spender im rund zehnminütigen Abspann gelistet werden, zum anderen, indem das Volk genau das bekommt, was es verlangt: einen Spielfilm, der sich inhaltlich und formal streng an das Erfolgskonzept der Serie hält. Das heißt, der kongeniale Comedian Herbst darf als schmieriger, bei Vorgesetzten wie Untergebenen gleichermaßen unbeliebter Bürohengst alle Register des bitterbösen Sarkasmus‘ ziehen und sein schwarzhumoriges Porträt eines durch und durch lächerlichen Mannes auf die Spitze treiben. Unterstützt wird er dabei von jenen Darstellern, die auch schon in der Serie das Salz in der Suppe waren - sei es nun Bjarne I. Mädel als trotteliger Berthold, Oliver K. Wnuk als biederer Normalo Ulf oder Milena Dreißig als frustrierter Single Jennifer. Anders als die Serie zeigt der Film aber nicht nur Szenen aus dem Büroalltag und direkt in die Kamera gesprochene Statements der Protagonisten, die Handlung erhält durch eine lustige Busfahrt zur Jubiläumsfeier von Capitol Versicherungen ein wenig Drive. Im Fokus bleibt aber stets Stromberg, der erbarmungslose Rassist und unverbesserliche Sexist, der mit im Minutentakt abgefeuerten Sprüchen wie „Probleme sind wie Brüste - wenn du sie anfasst, macht’s am meisten Spaß“ oder „Du bist nur das Kloschild, ich bin das richtige Scheißhaus“ ein Lachen provoziert, das einem umgehend im Halse stecken bleibt. Somit erfüllt die hundsgemeine Realsatire alle Erwartungen, die man als Kenner der Serie in sie gesetzt hat und bietet darüber hinaus zum Grande Finale eine Sex-Orgie berlusconischen Ausmaßes, eine wüste Massenschlägerei am Frühstücksbüffet und einen handfesten Volksaufstand, bei dem ausgerechnet der personifizierte Antiheld Stromberg zum Helden avanciert. lasso.
      1. Nach fünf Staffeln der beliebten TV-Sitcom "Stromberg" erhält der titelgebende Versicherungsmann nun auch einen Kinofilm. Das Projekt kam durch das Engagement der Fangemeinde ins Rollen, die dafür Ende 2011 binnen einer Woche per Crowdfunding eine Million Euro aufbrachte. Drehbuchautor Ralf Husmann und Regisseur Arne Feldhusen, die auch schon für die Serie verantwortlich zeichneten, holen die Versicherungsbelegschaft für den Spielfilm aus dem Büro heraus auf eine fidele Betriebsfeier. Dort zelebriert "Stromberg – Der Film" den Comedystil der Serie über eine Länge von 100 Minuten.

        Die verkorkste Büroatmosphäre prägt natürlich auch die Betriebsfeier im Landhotel: Stromberg und Berthold sind nicht die einzigen, die sie als Plattform für die Karriere begreifen. Anderen fällt hingegen hier erst auf, wie sehr es im Privatleben hapert: Das Ehepaar Ulf (Oliver K. Wnuk) und Tanja Steinke (Diana Staehly) plagt sich mit dem zehnjährigen Pflegesohn und Beziehungsfrust. Strombergs von den Männern enttäuschte Flamme Jennifer Schirrmann spielt Zaungast auf einer Hochzeitsfeier, was ihre Stimmung weiter eintrübt. Das lahme Bühnenprogramm der Capitol wiederum scheint nur auf Strombergs Auftritt mit dem Lied "Lass das mal den Papa machen!" gewartet zu haben.

        Stilistisch bleibt der Film nahe an der Serie. Knackige Dialogzeilen mit unkorrekten Ansichten über Frauen, Ausländer und die vorgeschriebenen Ruhezeiten für Busfahrer werden auch mal direkt in die Kamera gesprochen. Stromberg ist der Held einer Reality-Sendung, deren unsichtbares Filmteam manchmal von Dritten angesprochen wird. Diese Film-im-Film-Kamera dient den Protagonisten dazu, ihre Selbstrechtfertigungen wie vor dem Spiegel aufzusagen. Dabei entsteht eine regelrechte Philosophie des Lebenskampfes von Charakteren, die immer damit beschäftigt sind, beim Schwanzeinziehen das Gesicht zu wahren. Eine veritable Figurenentwicklung oder ein Spannungsbogen im üblichen Sinn sind nicht drin. Aber als Comedy mit Wiedererkennungswert über die Nöte von Büromenschen funktioniert der Film.

        Fazit: Die Komödie "Stromberg – Der Film" schickt die zähneknirschenden Bürohengste der TV-Serie auf eine durchwachsene Betriebsfeier, die sie im Sitcom-Stil recht ergiebig ausschlachtet.

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