Filmhandlung und Hintergrund

Das Drama ist inspiriert von den wahren Ereignissen um die Starfighter-Abstürze Mitte der 1960er Jahre.

Starfighter-Pilot Harry macht sich berechtigte Hoffnungen auf den Posten des Staffelkapitäns, aber sein Standortkommandant hält ihn für verantwortungslos. Zu Recht: Um seine neue Freundin Betti zu beeindrucken, fliegt der waghalsige Pilot auch mal unter einer Brücke durch. Die lebenshungrige Betti taucht immer tiefer in die aufregende Welt der draufgängerischen Piloten ein. Doch das easy living der Starfighter-Clique wird jäh vom Unfalltod eines der Piloten durchbrochen.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Starfighter - Sie wollten den Himmel erobern: Das Drama ist inspiriert von den wahren Ereignissen um die Starfighter-Abstürze Mitte der 1960er Jahre.

    Kino fürs Fernsehen: Das Event-Movie von RTL ist ein großes Melodram über den tödlichen Traum vom Fliegen und ein sehenswertes Sittengemälde der 60er

    Die Zahlen sind ungeheuerlich: 916 Flugzeuge vom Typ „Starfighter“ hat die deutsche Luftwaffe in den frühen Sechzigern vom amerikanischen Hersteller Lockheed gekauft. Weit mehr als ein Viertel sind innerhalb weniger Jahre abgestürzt; 116 Piloten kamen ums Leben. Im Volksmund hießen die Düsenjäger „Witwenmacher“. Trotzdem ist die Zeitsprung-Produktion zunächst eine Hommage an die Kampfjets und ihre jungen Piloten. Im ersten Drittel orientiert sich „Starfighter“ daher auch dank überzeugender Spezialeffekte an amerikanischen Filmen wie „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ oder „Top Gun“. Konsequent inszenieren Regisseur Miguel Alexandre und Kameramann Jörg Widmer den männlichen Hauptdarsteller Steve Windolf als klassische Heldenfigur: Harry macht sich als hervorragender Pilot berechtigte Hoffnungen auf den Posten des Staffelkapitäns, aber sein Standortkommandant (Peter Kremer) hält ihn für verantwortungslos. Zu Recht: Um seine neue Freundin Betti zu beeindrucken, fliegt der waghalsige Pilot auch mal unter einer Brücke durch. Dann jedoch nimmt die Handlung eine Wendung, die außerordentlich mutig ist. Wirkt der Film zunächst wie eine himmlische Variante von „Alarm für Cobra 11“, wechselt die Erzählperspektive in der zweiten Hälfte zu Betti. Prompt ändert sich die Ausrichtung komplett; ein Manöver, das schon deshalb ein großes Risiko birgt, weil Betti-Darstellerin Picco von Groote den meisten Zuschauern völlig unbekannt sein dürfte. Dank des Drehbuchs (Kit Hopkins, Thilo Röscheisen) und natürlich auch dank der Klasse von Alexandre besteht jedoch nie die Gefahr einer dramaturgischen Schubumkehr, im Gegenteil: Geradezu elegant wechselt der Film mittendrin das Genre. Das funktioniert auch deshalb so gut, weil sich Betti von der Frau an der Seite des Helden zu einer eigenständigen Persönlichkeit wandelt. Das wiederum hat zur Folge, dass sich „Starfighter“ mehr und mehr zum Sittengemälde der Sechziger entwickelt, denn bis dahin wird der Zeitgeist ausschließlich durch Bettis aufmüpfige Freundin Helga (Alice Dwyer) verkörpert. Das ändert sich radikal, als Betti dagegen aufbegehrt, dass die Luftwaffe die Fluguntauglichkeit der Düsenjäger ständig als Pilotenfehler ausgibt; nun wird auch sie zur Rebellin, die schließlich mit Hilfe eines amerikanischen Anwalts (Walter Sittler) Lockheed verklagt. „Starfighter“ ist daher nicht das übliche RTL-Popcorn-Spektakel, sondern ein inhaltlich und handwerklich anspruchsvolles TV-Drama. tpg.

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