Speed Racer

  1. Ø 1
   2008
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Speed Racer Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Speed Racer: Von den "Matrix"-Machern realisiertes visuelles Spektakel um eine berühmte Rennfahrerfamilie und ihre mächtigen Gegner.

Angst ist ein Fremdwort für den jugendlichen Speed Racer (Emile Hirsch). Der geborene Rennfahrer prescht mit dem eigens von seinem Vater Pops Racer (John Goodman) entwickelten Boliden Mach 5 über den Asphalt und bewahrt damit das Vermächtnis seines verstorbenen Bruders Rex (Scott Porter). Als er illegalen Siegabsprachen großer Industrieller wie Firmenchef Royalton (Roger Allam) auf die Spur kommt, verbündet er sich mit seinem Rivalen Racer X (Matthew Fox).

Innovation ist ein Trademark der WachowskiBrüder, die mit der „Matrix„-Trilogie neue Maßstäbe setzten und das auch bei der Realverfilmung einer japanischen Kult-Zeichentrickserie von 1967 zu tun gedenken: „The Fast and the Furious“ als Comic mit revolutionären visuellen Effekten.

Nach dem Unfalltod seines Bruders Rex tritt Speed dessen Erbe als vielleicht bester Rennfahrer an. Als das Supertalent aber ablehnt, für einen Großkonzern zu fahren, erklärt dieser ihm den Krieg. Mit Hilfe seiner Familie versucht Speed zu beweisen, dass er auch manipulierte Rennen gewinnen kann. Doch die Gegner zeigen dem Meisterfahrer, wie rücksichtslos sie ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen.

Nach dem Unfalltod seines Bruders Rex tritt Speed dessen Erbe als vielleicht bester Rennfahrer an. Als das Supertalent aber ablehnt, für einen Großkonzern zu fahren, erklärt dieser ihm den Krieg. Mit Hilfe seiner Familie versucht Speed zu beweisen, dass er auch manipulierte Rennen gewinnen kann. Doch die Gegner zeigen dem Meisterfahrer, wie rücksichtslos sie ihre wirtschaftlichen Interessen durchsetzen. Jetzt ist es an Familie Racer, Geschlossenheit zu demonstrieren. Hilfe erhalten sie von dem geheimnisvollen Racer X.

Darsteller und Crew

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Das Triumvirat schlägt wieder zu: die Wachowski-Brüder arbeiten mit Joel Silver zusammen, heraus kommt ein Kinoknüller. Erneut darf das Publikum revolutionäre visuelle Effekte, tolle Dialoge, einen unglaublichen technischen Aufwand, eine typgerechte Besetzung mit grandiosen Darstellern, ein starkes Production Design und wenig Brutalität trotz ständiger Action und Kung-Fu-Szenen bewundern. Die Story, das Setting und der konsequente Look in den Grundfarben sind etwas ganz anderes, so dass Speed Racer nicht vergleichbar ist zu den vorherigen Kinoerfolgen (V wie Vendetta und die Matrix-Trilogie). Mit dem halsbrecherischen Tempo, das Speeds Bolide an den Tag legt, wird man 135 Minuten in die Kinosessel gepresst.

    Jurybegründung:

    Nach der schon legendären Matrix-Reihe haben die Wachowski-Brüdermit dem Kinoabenteuer Speed Racer nach der gleichnamigen Zeichentrick-Serie wiederum neue Maßstäbe in der Präsentation visueller Effekte mit einem Feuerwerk einfallsreicher, neuer, digitaler Elemente gesetzt.

    Ein eindrucksvolles Production Design mit einer dominant-konsequenten, aber letztlich stimmigen Farbgebung sorgen für eine durchgehend faszinierende Atmosphäre. In diesem Zusammenhang gebührt der phantasievollen Ausstattung ein besonderes Lob.

    Die Besetzung ist typgerecht, kann eine Vielzahl von bekannten Stars vorweisen, deren Spiel ohne Fehl und Tadel ist. Auffallend dabei ist die sorgfältige Charakterisierung von "Guten" und "Bösen". Ethische Werte, wie Fair Play im Wettkampf, Schutz der Familie wie auch Kampf gegen Korruption und Machtgier werden zielgerecht eingesetzt.

    Trotz der Länge von 135 Minuten verliert der Film nicht an Spannung. Ein ausgefeiltes Drehbuch mit starken Dialogpartien sorgt für eine entsprechend gute Dramaturgie, welche den Zuschauer emotional stark in seinen Bann zieht.

    Eine perfekte Kamera, die präzise Montage und der passende Soundtrack sind weitere beachtenswerte, positive, handwerkliche Elemente. Trotz einer Fülle rasanter Action-Szenen hebt sich der Film sehr wohltuend von vielen anderen Produktionen des Genres durch den Verzicht auf vordergründige Gewalt- und Tötungsszenen ab.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Ja, die Wachowskis haben einen Familienfilm gedreht: und um das auch ganz deutlich zu machen, kommt in ziemlich genau jeder dritten Szene ein Affe vor. Ach, der ist so drollig anzusehen, und Erinnerungen werden wach an schöne Stunden mit Heinz Erhardt, der in „Ach Egon“ zusammen mit seinen Schimpansen singt: „Sei friedlich (sei friedlich, sei friedlich), und auch mal gemütlich (gemütlich, gemütlich)“. Jetzt ist das so eine Sache mit der Gemächlichkeit, das reißt heute keinen mehr vom Hocker; und deshalb geht „Speed Racer“ in einem Affenzahn ab.

    Der Affe jedenfalls, der übrigens Chimchim heißt, was so eine Art eine Mischung (auch von der Rolle her) aus „Unser Charly“ und Jar Jar Binks ist, der sorgt für kleine Verschnaufpausen und für so lustige Momente wie: Grinsen, hüpfen, kratzen, tanzen, wie es halt so Affenart ist. Oh, und er schmeißt mal mit Affenscheiße, um einen Kampf gegen die Bösen zu entscheiden.

    Ganz auf Familie ist der Film halt gemacht, das heißt, für die Männer geht es um Autos, für die Frauen gibt’s viel Familiengedöns, für die Jugend Anime-Ästhetik und Action und für die Kinder halt den Affen. Aber den hab ich ja schon erwähnt. Weil aber auch alles ganz schnell sein muss und Speed sowieso das wichtigste ist, man hat ja nur 135 Minuten Zeit, wird alles beschleunigt; und damit man trotzdem alles so richtig kapiert, also auch die Kleinen, wenn der Affe mal nicht im Bild ist, wird alles, was passiert, viele Male erklärt, also beispielsweise, wer die Bösen sind oder so. Da wird dann das, was da passiert (was ja immer ganz doll schnell geht) ganz einfach gehalten, damit man auch nicht durcheinander kommt.

    Auch in dieser Hinsicht ist „Speed Racer“ ein Familienfilm: er erklärt, wie eine gute Familie sein muss. Der Papa ist als Oberhaupt ein bisschen streng, aber auch verständnisvoll, die Mutter reicht zu ihren guten Ratschlägen Schnittchen, der ältere Sohn muss zum Mann werden und der kleine Bub darf lustig sein mit seinem Affen.

    Eva Herman hätte jedenfalls ihre Freude, und vielleicht geht sie ja auch den Film gucken, sie hat ja jetzt viel Tagesfreizeit, und hier ist ja nicht nur ein Affe dabei, sondern zudem auch Benno Fürmann, der ist mindestens genauso gut, und in Nebenrollen gar Jana Pallaske und Moritz Bleibtreu, weil eigentlich ist „Speed Racer“ ja was Deutsches, in den alten Babelsberg-Studios gedreht – und die sind ja neben den Familienwerten ein Zweites, was die Nazis Gutes geschaffen haben, nicht?

    Jedenfalls, wo war ich (in dem Film geht alles so schnell (hab ich das schon angedeutet), dass mein Kopf noch ziemlich, äähm…), ach so: der Affe. Äh, nein: Susan Sarandon! Eine tolle Mutter, Marge-Simpson-Style (nur ohne die Ironie), und John Goodman, der sogar seine Glanzleistung als Fred Feuerstein übertrifft! Und das alles haben die Wachowskis zusammengeführt, die Schauspieler und den Affen und Babelsberg und einen guten Laptop, auf dem all die vielen, vielen Animations-Special-Effects kreiert wurden. Bzw.: Im Gunde ist alles Realfilm-Cartoon, bzw. eben eher Anime, total so auf Japan und so, aber mit amerikanischen Familienwerten auf deutschem Mutterboden, und dabei alles ganz schön bunt hier! Ja, Farben, Farben, Farben, und viele animierte Hintergründe, weil die Auto-Action ja nicht nur einfach so brumm brumm, ich hab dich, sondern affengeil mit Hüpfen und so und exotischem Ambiente und total fies: mit gemeinen Waffen wie Krallen und Haken und Schleudern. Und so. So ne Art Mischung aus Ben Hur und James Bond, aber alles auch mit viel Achter- und Carrerabahn. Und schnell, schnell, schnell, mit’m Affen im Kofferraum!

    Handlung gibt’s auch, jaja: man muss dem Affen Zucker geben, und da sind Bösewichter und die gute Familie, die den Verlockungen von Geld und Macht widersteht und die Korruption im Rennzirkus voll gar nicht so gut findet (und da hilft dann Benno Fürmann, der gute Kerl!) Und aber trotz pflichtgemäßem Trauma wegen Brudertod kann Speed Racer (ja, so heißt er! Und der Papa mit Vornamen Pops und die Mama Mom, nur nichts schwierig machen, geht ja alles zu schnell sonst), Speed also kann, um den Satz zu vollenden, das Rennen gewinnen gegen all die verschworene und verdorbene Konkurrenz (ah huch, jetzt hab ichs verraten, sorry), und vielleicht, vielleicht kann das ja die Kleinen, die zugucken, auch mal lehren, dass man nicht einfach nur Maulaffen feilhalten soll, sondern sein Schicksal in die Hand nehmen und Träumen folgen und all den Kram. Also das ist so eine positive Botschaft, die kann man nicht oft genug wiederholen. Vor allem, wenn der ganze sonstige Film so überaus speedy ist und total visuell. Nicht einfach nur Klappe zu, Affe tot, sag ich!

    Fazit: Der Film löst akute ADS-Attacken (Affmerksamkeitsdefizitsyndrom) aus, und das 135 Minuten lang.
  • Mit einem poppig-bunten Bilderrausch und der Story einer Macht und Manipulation trotzenden Rennfahrerfamilie haben die „Matrix“-Macher erstmals junge Zuschauer für ihre visionären Actionwelten im Visier.

    Gab es in „Matrix“ noch Pillen zur Bewusstseinstäuschung und Wirklichkeitserfahrung, kennt „Speed Racer“ nur eine Droge, die auch im Triumph konsumiert wird: Milch. Ein Symbol für die veränderte Zielgruppenperspektive der Wachowski-Brüder für ihre Adaption der japanischen Kult-Zeichentrickserie der Sixties. So sind auch die Helden wirklich Milchgesichter – ob sie nun mit Traumauto und Kulleraugenfreundin oder einem Schimpansen das Böse bekämpfen.

    Der eine ist Speed (Emile Hirsch), nach dem Unfalltod seines Bruders Rex die Frontfigur im Racer-Rennfahrerclan. Der andere ist Speeds kleiner Bruder, die Identifikationsfigur für rebellische Racker. Der Antagonist ist ein Konzernchef, der Rennen manipuliert, um Profite maximieren und den Geruch von Macht inhalieren zu können. Als Speed nicht für ihn fahren will, bedroht das Großkapital den Kleinbetrieb, der von der resoluten Mutter und dem Konstrukteursvater geführt wird.

    Diese idealisierte Familie ist die Realisierung des elementarsten Kinderwunschs, der Sehnsucht nach einem emotionalen Hafen, in dem sich alle Wellen glätten. Einen anderen, das Rasen mit coolen Boliden und giftigen Gegnern, erfüllen die Wachowskis mit Rennkursen, die mit extremen Gefällen, Kurven und Schanzen an Achterbahnen und Skateboard-Parks erinnern. Speed wird hier mehr geboten als Dramatik, weil der Schnitt einen Spannungssog selten zulässt, weil trotz übelster Crashs niemand zu Schaden kommt, weil Überblick in der Orchestrierung von springenden, fliegenden, Pirouetten schlagenden Autos nur die Figuren auf der Leinwand haben. Mehrere Rennen bis hin zum finalen Grand Prix flankieren den Plot, in den auch das Geheimnis um Speeds verstorbenen Bruder eingebunden ist.

    Den Charme und Witz, den die Rückblenden in Speeds Kindheit zeigen, können die Wachowskis nicht zweistündig konservieren. Figuren und Gefühle treten hinter der optischen Wucht von Schwenks und Zooms, Lichtspielen und Farbrausch, Backgroundcollagen und surrealen Kompositionen zurück. Handgreifliche Action ist auf eine Ninja-Attacke und kleinere Prügeleien reduziert. Sonst dominieren Motoren in diesem in Babelsberg, wie „Sin City“ mit Greenscreens und Digitaltechnik entstandenem Big-Budget-Abenteuer. Künstlichkeit ist Stilprinzip in diesem Mix aus „Spy Kids“, „Tron“, „Rollerball“, „The Fast and the Furious“ und „Starlight Express“, in dem deutsche Filmprominenz Gastauftritte hat und Koreas Popidol Rain die Brücke zum asiatischen Markt schlägt. Nicht jeder Zuschauer wird die visuellen Wunder und den Aufwand dahinter erkennen oder honorieren können. Dennoch haben die Wachowski-Brüder hier eine eigene Welt, unabhängig von bekannten Realitäten, geschaffen. Eine Welt für die kleinen Fantasten, frei nach dem Motto der Coen-Brüder aus „Hudsucker – Der große Sprung“: „You know, for kids!“. kob.

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