Skyline

  1. Ø 2.4
   2010
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Filmhandlung und Hintergrund

Skyline: Science-Fiction-Abenteuer über eine außerirdische Macht, die die Menschheit über ein tödliches Licht auszulöschen versucht.

Nach einer wilden Partynacht wird eine Gruppe von Jugendlichen in L.A. von einem unerklärlichen Lichtphänomen geweckt, um sich kurz darauf in Luft aufzulösen. Dasselbe Spektakel spielt sich weltweit auch in anderen Großstädten ab. Bald stellt sich heraus, dass es sich um eine außerirdische Macht handelt, die auf diese Weise nach und nach die gesamte Menschheit auszulöschen versucht. Ein Wettlauf der Übriggebliebenen gegen die Zeit und das Ende der Zivilisation beginnt – doch die Situation scheint hoffnungslos.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • „Keep watching the sky!“ heißt es am Ende des Klassikers „Das Ding aus einer anderen Welt“, einem Paradebeispiel für das Invasionskino der Fünfziger, das als kaum verschlüsselte Warnung Ängste vor einer kommunistischen Unterwanderung schürte. Im Grunde hat sich an der Struktur des Alien-Angriffskinos im Stil von „Fliegende Untertassen greifen an“ („Earth vs. the Flying Saucers“) wenig geändert, wenn man davon absieht, dass die Spezialeffekte heute wesentlich perfekter geraten. Immerhin setzten die Raumschiffe des Stop Motion-Experten Ray Harryhausen schon 1956 Maßstäbe für alle folgenden Besuche extraterrestrischen Lebens auf unseren Planeten. Dagegen wirken die Plots heute noch genauso simpel gestrickt wie in den Fünfzigern.

    Nahezu jeden futuristischen Invasionsstreifen der vergangene Jahrzehnte plündern Colin und Greg Strause, die schon „Alien vs. Predator 2“ in den Sand setzten. Wie bei den frühen Roland Emmerich-Werken könnte man mittels Checkliste alle kopieren Vorbilder abhaken: Die Versatzstücke reichen von „Die Augen des Satans“ und „Invasion der Körperfresser“ über Emmerichs „Godzilla“ und „Independence Day“ bis hin zu „Cloverfield“. Besonders Byron Haskins „Kampf der Welten“ sowie Steven Spielbergs Remake „Krieg der Welten“ dienen als Steinbruch, aus dem man Bausteine borgte wie die krakenähnlichen Roboterspione, die jeden Wohnraum nach überlebenden Opfern ausschnüffeln oder die Alien-Laderäume, in denen Menschen wie Schlachtvieh zum kommenden Verzehr gehalten werden. Auf die humanen Gehirne haben es die erbarmungslosen Aggressoren abgesehen, die ihre Opfer als späteren Imbiss in Futterstätten aufbewahren.

    In Terrys Wohnung hängt ein Plakat des (fiktiven) B-Films „Spiders from Mars“ – entweder eine David Bowie-Hommage oder eventuell ein Hinweis auf die Heimat der feindlichen Raumschiffe. Ein Song von Jared Letos Band „30 Seconds to Mars“ auf dem Soundtrack könnte ein weiterer Hinweis in diese Richtung darstellen, da ansonsten jede Erklärung fehlt. Mehr noch beweist dieser Seitenhieb auf das klassische Trashkino, dass es in der Historie des Invasionsgenres inhaltlich kaum Fortschritte zu vermelden gibt. Sicherlich finden sich zuletzt gerade bei Low Budget-Projekten wie „District 9“ oder „Monsters“ einige satirische oder gesellschaftskritische Ansätze zum Thema „Culture Clash“. Doch „Skyline“ reißt seine Science Fiction-Versatzstücke in rund 100 Minuten lediglich an, ohne irgend einen Aspekt vertiefen zu wollen.

    Überzeugen können einzig manche rasant inszenierten Verfolgungsjagden und die streckenweise hervorragenden Spezialeffekte bei einem Budget von nur 10,5 Millionen Dollar, wenn man von den einkopierten CGI-Explosionen im Finale absieht. Dagegen erweisen sich die Protagonisten als austauschbare, blasse Model-Typen, für die wenig Mitgefühl aufkommen will. Konflikte wie Eifersucht oder ungewollte Schwangerschaft dienen kaum dazu, die Charaktere mit mehr Tiefe auszustatten. Viel häufiger stellt sich angesichts banaler Dialoge und einer hanebüchenen Story voller absurder Details unfreiwillige Heiterkeit ein. Offenbar darf man bei einem Werk zweier Effektspezialisten auf dem Regiestuhl und zweier Kollegen beim Skript keine Originalität erwarten. In Anbetracht des offenen Endes überrascht es nicht, dass für 2012 eine Fortsetzung angekündigt wurde, doch man fragt sich bald, wen das Sequel überhaupt interessieren soll.

    Fazit: Purer SiFi-Trash mit reichlich unfreiwilligem Humor, der nur in einigen rasanten Verfolgungseinlagen mitreißen kann
  • Aliens saugen die Menschheit in ein tödliches blaues Licht: Sci-Fi-Thriller, der das Weltende aus Sicht einer Penthouse-Party-Schar erzählt.

    Einfach, aber effektiv ist das Szenario, welches die beiden Strause-Brüder für ihren nach „Alien vs. Predator 2“ abermaligen Trip zu Außerirdischen ersonnen haben. Es stört dabei gar nicht, dass sie eng in der Tradition von „Krieg der Welten“ und „Independence Day“ stehen – lieber gut geklaut, als schlecht erfunden. Und das aus dem Special-Effects-Bereich stammende Regieduo, ko-verantwortlich für visuelle Extravaganzen wie „Avatar“ oder „2012“, schafft es spielend, bei gerade einmal zehn Mio. Dollar Budget so schnittig wie sündteurer Blockbuster auszusehen. Indem sie statt Stars kostengünstige TV-Darsteller verpflichteten, hatten Colin und Greg Strausse alle Mittel frei für die durchweg beeindruckende Überwältigungsoffensive ihres Spezialeffekt-Reigens.

    Man stelle sich „Cloverfield“ ohne Wackelkamera vor: Jarrod („24“-Agent Eric Balfour) und seine schwangere Freundin Elaine (Scottie Thompson aus „Navy CIS„) sind in L.A. gelandet, um den Geburtstag des als Produzent erfolgreichen Terry („Scrubs„-Doktor Donald Faison) im luxuriösen Loft hoch über der Stadt zu feiern. Nach der von Partnerproblemen gedämpften Party-Nacht, fallen blauweiße Licht-Meteroiten auf die Stadt. Wer sie erblickt, gerät in einen Bannstrahl und wird in die Mutterschiffe der Aliens gesaugt, die gerade den Planeten überfallen. Seit vier Uhr morgens steht die Erde still und die fliegenden, optisch zwischen „Matrix“-Robotern und „Starship Troopers„-Ungetümen angesiedelten Invasoren durchleuchten jedes Haus auf Überlebende. Jarrod, der das Licht sah, seitdem gezeichnet ist und langsam mutiert, steckt mit dem Häuflein Menschen in einer ausweglosen Situation fest. Dafür haben sie vom Dach ihres Apartmentblocks eine famose Aussicht, wie sich die Zivilisation verabschiedet und das US-Militär zum Gegenangriff bläst.

    „Skyline“ weist eine gewisse Dreiteilung auf: Nach einem – durchaus gemächlichen – Crescendo breiten sich Spannung und Grauen gleichermaßen aus, geben den Staffelstab an einen actionintensiven Überlebenskampf ab, der schließlich in einen explosiven Kriegsfilm mündet. Zunächst spielt das klaustrophobische Angstkino mit der Furcht vor dem Unbekannten. Später lässt taghelles Actionkintopp Monster und schweres Geschütz von der Leine, was originelle Actionmomente generiert, etwa von einem Nuklearblitz, der ein Mutterschiff havarieren lässt. Aber erst ein mit satten Creature-FX aufwartendes, finsteres Ende deutet an, dass dieser Weltuntergang eigentlich eine Love Story ist. tk.

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